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Geschichte

Geschichte


Woher die ersten Wandler stammen und wie sie überhaupt entstanden, darum ranken sich diverse Mythen. Verschiedene Völker kennen Geschichten von Wesen, die eine menschliche und eine tierische Form annehmen können. Im Alten Ägypten kennt man sie vielfach als Götter, dargestellt teils als Tier, teils als Mensch mit Tierkopf. Der Gott Horus wurde als Falke und als Mensch mit Falkenkopf verehrt, Anubis als Schakal und Gott mit Schakalkopf. Bastet als Katze und menschliche Frau. Doch auch auf dem amerikanischen Kontinent kannten die Ureinwohner die Einheit von Mensch und Tier. In Mesoamerika kannte man sie als Nahuatl, die Navajo Nordamerikas nannten sie Naaldlooshii – oder Skinwalker. Auch in Europa sprachen viele Kulturen ihren Göttern die Fähigkeit zu, in eine oder gar mehrere tierische Formen zu wechseln. Sei es Zeus, der sich für den Raub einer Geliebten gleich vielfältig verwandelte, oder der Gott Odin, der sich selbst in einen Vogel wandelte, um weit entfernte Orte aufzusuchen. Und selbst in Japan kennt man die Geschichten von Fuchs-Wandlern, den Kitsune.

Auch wenn die Herkunft der Wandler also ungeklärt ist, gibt es einige Dinge, die sicher überliefert sind. Hierzu gehört das Kapitel der Versklavung der Gestaltwandler durch die Vampire in Europa.
Ende des 16. Jahrhunderts breiteten sich die Vampire zunehmend in den Adelshäusern und dem Klerus Europas aus und zogen aus den Schatten ihre Fäden. Man sagt, dass einige Kriege dieser Zeit auf diesen Einfluss zurückzuführen sind.
Die Konflikte gipfelten schließlich im 30-jährigen Krieg (1618-1648), der ganz Europa erfasste und die Bevölkerung durch Krieg, Hunger und folgende Seuchen dezimierte. Entgegen der Erwartung, die Vampire würden das resultierende Machtvakuum nutzen, stürzten sie mit ihren Adelshäusern und Klöstern und verloren vielfach ihren Einfluss – und ihre Nahrungsquellen. Aus den Überresten entwickelten sich zwei rivalisierende Vampirhäuser: Das Haus des Blutes und das Haus der Schatten. Doch anstatt sich im gegenseitigen Krieg um die knappen Ressourcen gegenseitig zu zerstören, eröffneten beide Häuser nun aktiv die Jagd auf Wandler. Nicht, um nur ihr Blut zu trinken, wie sie es schon die Jahrhunderte davor getan hatten, sondern dieses Mal war ihr Ziel, die Wandler lebendig gefangen zu nehmen, einzupferchen und wie Vieh zu halten, zu züchten und zu unterwerfen. Dies erlaubte den Vampirhäusern, zu wachsen, denn Wandlerblut war für sie schon immer nahrhafter als das der Menschen, und nun konnten sie ihren eigenen Nachschub einfach züchten, anstatt mühevoll auf die Jagd danach zu gehen.
Innerhalb von 50 Jahren breiteten beide Häuser sich über ganz Europa aus und hatten in jeder größeren Metropole von Lissabon bis Moskau Ableger. Wandler wurden häufig in Katakomben oder Einrichtungen außerhalb der Stadt gehalten, gezüchtet und als Nahrungsquelle missbraucht. Viele Wandler suchten ihr Heil in der Flucht, und insbesondere die Neue Welt wurde dabei von vielen als Zuflucht gewählt, denn anders als in Europa hatten die Vampirhäuser hier noch keinen nennenswerten Einfluss und konnten keine Wandlerzucht aufbauen.

Erst 1791 wendete sich das Blatt, als in den Wirren der Französischen Revolution und der Flucht König Louis XVI. Vom 20. auf den 21. Juni ein neues Machtvakuum zu entstehen drohte. Welches Vampirhaus den ersten Zug machte, ist unbekannt. Bekannt ist, dass das Haus des Blutes, das Paris fest im Griff hatte, in großer Zahl gegen das Haus der Schatten aus Paris abrückte und nur eine kleine Gruppe Vampire zurückblieben, um die gefangenen Wandler zu bewachen, in dem festen Glauben, dass sie sich mit ihrer Rolle als Sklaven längst abgefunden hätten.
Aber die Vampire irrten sich. Als die gefangenen Wandler erkannten, dass ihre Gefängniswärter nur schwach besetzt waren, wagten sie am 18. August 1792 den Ausbruch unter ihrem Anführer Stefan van Boijck und töteten die in Paris zurückgebliebenen Vampire. Diese Tat inspirierte andere Wandler, nicht nur in den Zuchtlagern, wo sie selten Nachrichten von außerhalb bekamen, sondern auch unter den noch immer freien Wandlern. Und so wurden nach und nach immer mehr Vampirhäuser gestürmt und Wandler von ihren Ketten befreit. Die letzten Zuchtanstalten wurden im Rahmen der Oktoberrevolution in Russland im Jahr 1917 schließlich befreit.

Die Wunden, die die Zeit der Gefangenschaft geschlagen hat, sind bei vielen Wandlern noch nicht verheilt. Auch wenn die jüngeren Generationen dieses Kapitel hinter sich lassen wollen und zu einer friedlichen Koexistenz mit den Vampiren bereit sind, erinnern sich gerade die älteren Wandler noch sehr gut an die Schrecken dieser Zeit, und nicht wenige sinnen nach wie vor auf Rache.