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Melek Raws
Heldenkomplexbesitzer

InGame-Posts: 2
Registriert seit: 03.01.2026
Letzter Besuch: 10.01.2026, 22:29
Status: Offline


Avatarperson: Josh Hartnett
Wesen: Mensch (Hunter)
Wohnort: Ambalee
Status: Keine Lois Lane in Sicht

Attached Accounts


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Inplaytracker (1)
17.07.2012 Wo war gleich noch das Buch über den Sasquatch?
Mitspieler
The Archive Keller | Melek Raws & Estéfan Rogerson | 17.07.2012 abends
Archivierte Szenen()

Melek Raws
Who am I?
These are my roots.


Name & Spitzname
  Melek Raws

Spitzname: Raws, Boyle, Superheld, McGyver
Heikele Angelegenheit, aber aus Melek kann man Gott sei Dank nicht viel machen. Wenn man mich also nicht Melek ruft, ist  Raws  sehr naheliegend. Besonders beliebt wird sein Nachname mit einem mahnenden Unterton von der Roadhousebesitzerin ausgesprochen, wenn er, statt zu arbeiten. mal wieder lieber rumhängt.

Robert  Boyle  war ein bekannter, großer irischer Chemiker und der Spitzname stammte noch aus der Unizeit. Bis Heute wird der Name noch gern benutzt, um ihn zu nerven.

Und zum Spitznamen Superheld  ..dazu ist nichts hinzuzufügen.

Alter & Geburtstag
erblickte am 21.07.1983 das Licht der Welt, derzeit also 28 Jahre alt

Herkunft
Geboren '83 in Boston, im Alter von sechs Jahren umgezogen nach St. Helen, Oregon.
Ein waschechter Amerikaner...wenn auch erst die zweite Generation.

Die Großmutter mütterlicherseits stammte aus Schlesien, ansonsten besitzt er noch weitere irische Wurzeln.

Bildung
Erwarb mit Bravur das Highschool Diploma und begann ein Chemiestudium, dass er mit Verzögerung anschließend auch mit einem Bachelor abschloss.

Beruf/Job
Hunter , wissenschaftliche Hilfskraft bei der University of Dawnskap Bay im Bereich der Chemie, sowie Aushilfspersonal bei der Tankstelle beim Roadhouse Andamooka

Seine Zukunftsplanung sah vor ein paar Jahren ein wenig anders aus. Das Chemiestudium stammte noch aus dieser Zeit.
Wegen seinem Hunter Dasein steht es mittlerweile mehr im Hintergrund und er hatte oft mit dem Gedanken gespielt, es abzubrechen.Seine Kollegen rieten ihm davon ab, denn sie wollen ihren kleinen Boyle nicht verlieren, der sie mit kleinen chemischen Cocktails belieferte. Er stellt so ziemlich alles selbst her, was für das Hunting relevant sein könnte, wie explosive Gemische und starke Säuren und kommt dank seiner Kontakte an der Universität auch an fast jede Chemikalie heran. Das Studium schloss er schließlich mit großer Verzögerung erst 2010 ab und arbeitet seitdem als wissenschaftliche Hilfskraft an der University of Dawnskap Bay.
Da,wie so oft, ein Beruf nicht ausreicht und die Berufung nur Geld frisst, statt Geld einzubringen, verdient er sich noch ein paar Dollar als Tankwart bei dem Roadhouse Andamooka. Es ist nicht gerade ein Traumjob, aber es hilft ihm sich über Wasser zu halten und er muss nicht aufgrund Geldmangels unter einer Brücke schlafen.

Familienstand
Ledig (bis zum Tod?!)
Verheiratet mit der Hunterexistenz (Scheidung nicht in Sicht)

Ledig bedeutet nicht, dass er nie Beziehungen geführt hat,
aber die letzte liegt mittlerweile schon fünf Jahre zurück. Diese Jahre werden sich wohl auch noch häufen, denn ein Ende ist mit Sicherheit noch längst nicht in Sicht.
Hin und wieder lässt er sich vielleicht auf einen kleinen Onenight Stand ein, denn ganz kann Mann seine Natur nicht unterdrücken...Nach seinen Kollegen kommt das jedoch viel zu selten vor.


Familie
Margreth Beckert, gesch. Raws >.» *07.04.1962 > .»  Chemieingenieurin & Mutter
&&
Gerald Raws > .» *02.10.1959 > .» Pathologe & Vater

Mit seinen Eltern pflegte er einen sehr guten Kontakt, wobei er sich mit beenden der Senior High School ein wenig von ihnen abseilte. Als Einzelkind neigte gerade seine Mutter dazu, ihn verhätscheln zu wollen. Sie war immer besorgt sich zu wenig um ihren Sohn zu kümmern, da beide Elternteile sehr stark in ihren Beruf einbezogen waren.
Seit dem Hunterdasein hat er zum Schutz seiner Familie ein wenig den Kontakt abgebrochen, jedoch kann er sich noch immer nicht gegen lästigen Anrufen seiner besorgten Mutter wehren.
So erfuhr er, dass seine Eltern sich vor zwei Jahren - Ende 2009 scheiden ließen.


Zoey Reynolds > .» * 12.07.1984  († 05.03.2006) > .» Studentin
Durch den Tod dieser Person fing sein Hunterdasein überhaupt erst an.
Die Studentin war seine letzte Freundin, die durch einen Vampirangriff vor Meleks Augen getötet wurde. Seit diesem Zeitpunkt hatte er sich für das Hunterdasein entschieden und hegt eine gewisse Abneigung gegenüber Leuten, die den selben Vornamen tragen... Ein wenig idiotisch?! ach was.



Risk a glance?
There is more you can see.


Aussehen
Größe:  1,94 m
Haarfarbe: dunkelbraun
Augenfarbe: haselnussbraun

Kleidungsstil: Leger, meist dunkel gekleidet

Wäre Melek nicht um die 1,94 m groß wäre er wahrscheinlich eher ein unauffälliger Typ, denn als Hunter ist es eher von Vorteil als nicht sonderlich markant hervor zu stechen. Seine Haare sind meistens ein wenig zerzaust, denn er überlässt ihnen den natura-style, mit nur ein wenig Gel, bis ihm die dunkelbraunen Haarfransen zu lang werden. Ein leichter Dreitagebart ist bei ihm ebenso keine Seltenheit, wobei Melek hier ein wenig mehr Wert drauf legt, nicht gleich wie ein Wilder da zu stehen.
Sein Kleidungsstil ist weder extravagant noch könnte man sich Melek gut im Anzug vorstellen. Genau genommen ist er kein großer Freund von diesen klassischen Dingern und würde sich gerade mal dazu durchringen ein weißes Shirt, Jeans und ein Jackett bei wichtigen Anlässen zu tragen. Stattdessen greift er lieber auf normale, dunkle Shirts und Hemden, ausgewaschenen Jeans und bequemen Sneakers oder Boots zurück.


Körperliche Besonderheiten:
Wie viele Hunter besitzt Melek zudem ein Tattoo auf dem linken Schulterblatt. Wie unschwer zu erkennen ist, handelt es sich hierbei um ein keltisches Zeichen, dass ihn vor Dämonen schützen soll. Hierbei handelt es sich tatsächlich mehr um Aberglaube, als um wirklichen Schutz, aber Glauben versetzt bekanntlich ja Berge.
Neugierigen Leuten erzählt er natürlich über seine irischen Wurzeln, aber das ist nicht einmal die halbe Wahrheit.
Das Hunterdasein hinterlässt wie bei jedem Hunter seine Spuren und so besitzt auch Melek die ein oder andere kleine Narbe.

Charakterliche Eigenschaften
»Meine These ist: Je weniger die Menschen wissen, desto ein glücklicheres Leben führen sie. Das glückliche Leben ist also ein Privileg einfältiger Menschen, die ihre Augen gern vor der Wahrheit verschließen.
Wäre es nicht schön manchmal einer dieser Menschen zu sein?!
Aber ich kann die Augen nicht einfach wieder schließen und so tun als wäre diese Welt ein friedlicher Ort. Stattdessen schließe ich mich den Verrückten an, die mehr wissen als manchmal gut ist. Bevor ich die Augen schließen muss, stelle ich mich der großen und verantwortungsvollen Aufgabe die Menschheit vor den Kreaturen zu bewahren. «

Persönlichkeit:
.«» Kämpfernatur
.«» Couragiert
.«» Zielbewusst
.«» Intellektuell
.«» Wagemutig
.«» Pessimist


Stärken & Schwächen:
.» Ambitioniert
.» Charismatisch
.» Geduldig
.» Geheimnis bewahrend
.» Gesellig
.» Verlässlich
.» innovativ

.« engstirnig
.« tunnelblick
.« argwöhnisch
.« größenwahnsinnig
.« nachtragend
.« impulsiv
.« unbelehrbar
.« ruhelos
.« sardonisch


Vorlieben & Abneigungen:
.» asiatische Küche
.» das kleine Heimlabor
.»das Hunting selbst
.» Reisen
.» sonnige Herbsttage
.» Fliegen
.» alte Musik aus den 70ern
.» Kleinstädte
.» Science-Fiction Filme
.» Regen
.» seinen Laptop


.« alles Übernatürliche
.« Frauen mit dem Namen Zoey
.« reiche Leute
.« Reality Shows im Fernsehen
.« Anzugschnösel
.« heiße Sommertage
.« Gummibärchen
.« Feuer
.« Beerdigungen
.« Fehlschläge
.« Alpträume
.« Verkupplungsversuche


Besonderheiten:
Ist es nicht Marotte genug ein Hunter zu sein?!

Es gibt da bestimmt noch das ein oder Andere, was Melek einerseits ein wenig seltsam oder eben, positiv ausgedrückt, einzigartig macht.

Chemiegenie & Bastler
Da wäre einmal die Ansicht, dass er fleißig versucht ein Mittel zu entwickeln, dass auf jegliche unnatürliche Wesen eine Wirkung zeigt. Wirklich weit ist er da noch nicht gekommen, aber er gibt die Hoffnung nicht auf.

Waffenfreak
Wie es sich für einen ordentlichen Hunter gehört, besitzt Melek so einige Waffen. Die meisten sind vom Schwarzmarkt und nicht auf ihn registriert. Für ihn aber nicht Sorgnis erregend, schließlich sind wir hier in den USA.

Zu familiär veranlagt
Es gibt die knallharten Hunter, die auch aus den Actionfilmen oder Westernfilmen entsprungen sein könnten und es gibt Leute wie Melek. Er ist niemand, dem es leicht fällt in der Hunterrolle zu bleiben, denn seien wir mal ehrlich - er ist kein knallharter Typ. Allein seine Verbissenheit treibt ihn an, nicht weil er Gefallen daran hat Monster "abzuknallen".

Unordentlich
Mit Ordnung Halten hat der Gute es einfach nicht. Ganz zum Leidwesen seiner Mitbewohnerin... Dabei muss man doch Verständnis haben, man kann nur entweder die Welt retten oder Ordnung im Eigenheim halten.

Gesinnung
Generell ist Melek allem Übernatürlichem erst einmal feindlich gestimmt.
Es ist schon einmal vor gekommen, dass er in seiner Anfangszeit Vampire mit Gestaltwandler verwechselt hatte. Was daran lag, dass es ihm eigentlich egal war, was ihm da vor die Flinte lief und wie das Wesen ihm oder anderen gegenüber gesinnt war, Hauptsache das Wesen war tot.
Mittlerweile geht er viel geschickter vor und weiß zudem auch über Hexen und Dämonen Bescheid. Auch Erstere brauchen kein gutes Wort von ihm erwarten, allerdings lebt er seine Feindseligkeit gegenüber ihnen nicht mit gezückten Waffen aus. Man weiß ja nie, wann man auf ihre Hilfe als notwendiges Übel angewiesen ist.

Für Hunter ,die mit Vampiren, Gestaltenwandler, Werwölfe oder Dämonen freundschaftlich verkehren hat er er kein Verständnis.


You want more?
There is a world behind the shades.


Rasse
Mensch, wissend (Hunter)

Fähigkeiten
Hunter-Fertigkeiten:
.»Chemiegenie
  • Die Fähigkeit besteht im kleinen Chemiegenie und dem Experimentierwahnsinn.Den verrückten Professor mit weißen Haaren und großer runder Brille sucht man da vergeblich, denn im Gegensatz zu manchen seiner Huntingeinsätzen behandelt er die selbstkreierten Chemiecocktails mit einer gewissen Vorsicht. Das Genie lebt sich somit mehr in der Chemie aus, während der Wahnsinn im Hunting selbst unterwegs ist. Die meisten anderen Hunter wenden sich an ihn, wenn ihnen die selbst gebastelten Molotov Cocktails ausgehen oder andere explosive Dinge benötigen. Aggressive Säuren, Explosive Gemische, spezielle Salze, präparierte Metalle , spezielle Patronen und selbst Parfüme…Bei ihm bekommt man alles in verschiedenen Variationen. Letzeres wohl eher weniger, denn die sind nur ein kleines Resultat aus Langeweile. Somit wäre dann wohl auch geklärt, wieso einer seiner Spitznamen sich auf einen irischen Chemiker bezieht. Dass er selbst zwar nicht aus Irland stammt, sondern nur ein Teil seiner Familie tat bei dieser Namensgebung nicht zur Sache.

.»Schusswaffenexperte
  • Das fünfjährige Hunterdasein hat mittlerweile auch sein Auge für bestimmte Waffen geschult und besitzt mittlerweile eine beachtliche kleine Ansammlung, vor allem auch ältere Exemplare. Die Waffenkenntnis hilft ihm, Patronen mit Eigenkreationen zu befüllen.

Zugehörigkeit
The Archive
Ein kleiner Hunterzirkel, der unter dem Namen The Archive kursiert.

Aurenfarbe
Sattes blau, durchzogen von Rot und ein wenig Schwärze.


How's my life?
Life is the greatest adventure.


Was bisher geschah …
Am 21. Juli 1983 wurde ich in die Familie Raws als einziger Sohn hineingeboren, die nichts mit dem Hunting zu tun hatten oder von dem Unnatürlichen auch nur einen Hauch von Ahnung besaßen.
Meine Mutter glaubte viel mehr ans Gute im Menschen und im Leben, während mein Vater da ein ziemlicher Realist mit guten Absichten war. Sie ergänzten sich dadurch im nach hinein wirklich wunderbar.
Meine Mutter kämpfte mit ihrem Optimismus und der Entwicklung von neuer Pharmazie gegen das Böse und gegen die Krankheiten.
Mein Vater bekam dann die auf den Tisch, bei denen die entwickelten Pharmazie entweder nichts brachten oder aber zu viel bewirkten.

1988 - 1989
So harmonisch lief eigentlich auch meine ganze Kindheit ab, abgesehen natürlich von ein paar Wutausbrüchen, weil mir ein Spielzeug verwehrt blieb oder weil ich mich zwischen einem Lolli und einer Tafel Schokolade entscheiden musste, obwohl man eigentlich Beides haben wollte.
Ab der Primary School nahm mich meine Mutter des Öfteren mit auf ihren Arbeitsplatz ins große Chemielaboratorium, bei denen ich meine ersten kleinen Versuche startete.
Mit gerade mal fünf Jahren begann also schon meine große Wissenschaftlerkarriere. Ich verstand zwar noch nicht, wieso die Kerze immer erlosch, sobald man ein Glas oder ein Keramikgefäß drüber stülpte…Aber zugegeben für einen fünf Jährigen hatte das einen coolen Effekt – und noch besser, ich konnte es selbst hervor rufen.
Den Arbeitsplatz meines Vaters hatte ich seltsamer Weise nie kennen gelernt, ansonsten hätte ich eventuell bei dem Anblick von toten Menschen die medizinische Schiene eingeschlagen.
Zu meinem Geburtstag bekam ich dann mein kleines eigenes Chemielabor und ich konnte damit beginnen, meine Filzstifte auf ihre Farben hin zu untersuchen und Rotkohlsaft blau färben.

Bis dahin lebten wir noch in Boston, einer recht großen und lauten Stadt, in der ich mich dennoch recht wohl fühlte.
Der Verkündung diese Stadt samt Mutters Labor und meine Kindergartenfreunde hinter mir lassen zu müssen, um das alles für eine fremde Stadt in Oregon ein zu tauschen, war ein kleiner Weltuntergang für mich.
Aus Protest packte ich meinen kleinen Rucksack und lief davon… Bis zur nächsten Straßenecke zu meinem damaligen besten Freund und übernachtete bei ihm.
Mein kleiner Aufstand bezweckte jedoch rein gar nichts und mir blieb nichts anderes übrig als meinen Eltern beim Umzugskarton packen zu helfen und mein kleines Chemielabor selbst gut zu verstauen.

1989 - 2002
Das Leben ging nun also in St. Helens weiter…Nicht nur für meine Eltern war es eine große Umstellung von einer Weltstadt in so eine kleine Vorstadt zu ziehen, sondern auch für mich.
Es fiel mir zu Anfang schwer in der Primary School Anschluss zu finden, was nicht daran lag, dass ich mich nicht für die anderen Kinder interessierte… Viel mehr verstand ich teilweise einfach nicht, was sie zu mir sagten.
Diese anfänglichen Startschwierigkeiten gaben sich mit der Zeit, aber trotzdem dauerte es noch eine ganze Weile, bis ich mich mit der Umgebung anfreunden konnte.
Zudem konnte mich meine Mutter nicht mehr hin und wieder mit zur Arbeit nehmen, was die Freude auf die neue Heimat zusätzlich dämmte.
Trotzdem nahm mein Interesse an der Wissenschaft nicht ab und mit den Jahren wurde auch mein Chemiebaukasten größer und die Experimente chemischer, sowie interessanter.
Noch etwas hatte sich verändert. Meine Eltern waren durch ihren neuen Beruf zu sehr in der Arbeit eingebunden, als dass sie (bzw. meine Mutter) noch Zeit hatten, mich im Labor zu beschäftigen. Was für mich hieß, dass ich den ganzen Tag allein gewesen wäre und mein damaliges Meerschwein war nicht gerade die ideale Aufsichtsperson.
Meine Eltern arrangierten also eine Halbtagesmutter, bei der ich nach meinem Schultag bis zu meinem 10. Lebensjahr antanzte. Meine Mutter bekam schon nach wenigen Wochen eindeutig ein schlechtes Gewissen, denn sie schleppte mir immer wieder neue Dinge an um sich selbst nicht als Rabenmutter betiteln zu müssen.
Dass ich diese Zeit eine Weile ausnutzte, war wohl selbstverständlich – erst recht als Kind.
Die neue High School und die beginnende Pubertät änderten dies jedoch sehr schnell, zudem war ich nun endlich auch in den Augen meiner Eltern alt genug, um allein zu Hause zu bleiben.
Damit war ich vor dem Ruf, als kleines Muttersöhnchen betitelt zu werden, gerettet  und ich konnte ganz neue Lebenswege einschlagen.

2002 - 2006
Danach kam eigentlich erst die interessante Zeit, die der Universität.
Das Herumgedümpel als Teenager war zwar sehr nett, wenn auch nicht sehr spannend und nicht sonderlich erwähnenswert.
Anders sah es mit der Zeit an der Portland State University aus.
Das Beziehen eines viel zu kleinen Zimmers, das Kennenlernen neuer Leute, die Campuspartys und schlecht gelaunte Dozenten…Das volle Leben konnte eben beginnen.
Vor allem die Campuspartys wurden ein wichtiger Teil meiner Freizeitbeschäftigung, was meinem Chemiestudium zum Ärger mancher Dozenten keinen Abbruch tat. Obwohl ich den einen oder anderen Vortrag wegen einer durchzechten Nacht ein wenig verschlief, kam ich mit dem Stoff durch.
Der junge Dozent Mr. Monnitoff wurde auf mich aufmerksam und lud mich zu diversen kleinen Experimenten ein, die mit der Zeit an Relevanz zunahmen. Meiner Experimentierfreudigkeit waren quasi keine Grenzen mehr gesetzt und ich knüpfte meine ersten Kontakte, die für die Zukunft wichtig waren.
Zu dieser Zeit stolperte eine Studentin durch mein Leben, deren Namen Zoey Reynolds war.
Die Darstellende Kunst Studentin war mir schon öfter auf dem Campus über den Weg gelaufen, aber richtig kennen lernten wir uns erst auf einer der wöchentlichen Festaktivitäten eines gemeinsamen Freundes.
Genauer gesagt lernten wir uns erst nach der kleinen Alkoholeskapade kennen, denn auf der Feier zuvor waren wir damit beschäftigt über ihren Exfreund zu lästern, den ich überhaupt nicht kannte, und auf uns mehrere Toasts auszusprechen. Das Ganze endete ziemlich betrunken auf ihrem Zimmer und ab da häuften sich die Treffen, bis wir unzertrennlich wurden.
Zum Ärger mancher Unikollegen nahm meine Begeisterung für die privaten Campuspartys ein wenig ab und die Arbeit mit Mr. Monnitoff ein wenig zu. Manchmal begleitete mich Zoey und schaute bewundernd unseren kleinen Experimenten und Kritzeleien an der Tafel zu, im Gegenzug schleppte sie mich immer wieder zu ihren Theaterstücken mit.

Aus der Affäre war mit der Zeit ein inniges Verhältnis geworden, sodass wir nach zwei Jahren beschlossen, in eine erste gemeinsame Wohnung zu ziehen.
Das Leben auf dem Campus mag die ersten Jahre spannend sein, doch wenn man sich jahrelang ein kleines Zimmer mit Leuten teilen muss und nur wenig wirkliche Privatsphäre hat, wird dieses Leben schnell ermüdend.
Es dauerte noch eine Weile bis eine perfekte kleine Wohnung in der Nähe der University frei wurde und wir zuschlagen konnten. Nach einigen Monaten waren unsere Habseligkeiten gepackt und wir begannen gemeinsam die Wohnung zu streichen und ein zu richten. Zoeys Studium näherte sich in dieser Zeit dem Ende und die euphorische Stimmung, nie wieder auf die engen Zimmer der Studentenwohnheime angewiesen zu sein, fing an zu kippen.
Der Umzugsstress, die letzten Prüfungen und die Bewerbungsabsagen zerrten stark an ihrem Gemüt.
Zoeys Geduldsfaden gehörte nicht zu den längsten und die vielen Verantwortungen bissen sich mit ihrem leicht naiven Charakter.
Sie fing an, sich über kleine irrelevante Dinge aufzuregen, von denen ich nicht einmal verstand wo das Problem war. Dunkle Farben kamen fürs Wohnzimmer nicht in Frage, weiß erinnerte sie zu stark an sterile Krankenhäuser, ein helles Blau biss sich mit der angedachten Garnitur, cremefarben war zu langweilig und champagner ging nicht, weil ich die Farbe vorschlug.
Diese ersten Probleme fingen an sich zu häufen und meistens blieb mir nichts anderes übrig, als wortlos die richtige Farbe in den Einkaufswagen zu packen und der verschüchterten Kassiererin zu erklären, dass meine Freundin im Augenblick lediglich an einem Wutausbruch litt und es ihr ansonsten sehr gut ginge. Was wiederum zur Folge hatte, dass mir auf der ganzen Autofahrt ein Flirt mit der armen Kassiererin vorgeworfen wurde. Wahlweise kamen noch andere Beschreibungen und Namen hinzu, von denen ich nicht einmal im Ansatz wusste, ob ich sie überhaupt kannte.
Bis zum Abend verlief meistens alles wieder friedlich und waren somit die Höhepunkte des ganzen Tages.

Normalerweise..
Und mit diesem „Normalerweise“ kam die Wendung, die mein ganzes Leben bis heute beeinflusste.

Frühjahr 2006
An jenem Abend war die Diskussion über die Farbe des zukünftigen Sofas noch nicht abgeschlossen, etwas das eigentlich nicht ganz in den Plan passte. Normalerweise gab Zoey irgendwann Ruhe und der späte Abend konnte entspannt ausklingen.
Nicht aber an diesem Abend.
Am Tag zuvor waren zwei weitere Absagen in unseren Briefkasten geflogen, was ihre Laune noch weiter in den Keller befördert hatte.
Sie war es nicht gewöhnt abgewiesen zu werden und deswegen nagte jede Absage ein wenig mehr an ihrem Selbstvertrauen und dem Seelenfrieden. Die Farbe des Sofas ließ sie nun schon drei Tage nicht los und sie beharrte weiterhin auf die skurrilsten Farbtöne, die ein Sofa überhaupt haben konnte.
Die Diskussion endete mit einer wütenden Zoey, die sich ihr Handy schnappte und ihre beste Freundin kontaktierte.
Noch bevor ich eigentlich wirklich reagieren konnte, hatte sie sich aus der lässigen Jogginghose geschält, sich ein hübsches Kleid übergezogen und stürmte aus der Wohnung.
Ich dachte mir, dass sie sich schon wieder beruhigen -und spätestens um neun eine Entschuldigungs SMS an mich senden würde.
Die Stunden vergingen jedoch ohne jegliche SMS und sie schaffte es wahrhaftig, dass ich mich dieses Mal für die Situation schuldig fühlte.
Nach einer weiteren quälend langsam vergehenden Stunde und ziemlich vielen Vorwürfen, die ich mir selbst machte, später schnappte ich mir schließlich die Autoschlüssel und fuhr zu unserer Stammbar. Was das anging war Zoey ein Gewohnheitstier und ich brauchte wirklich nicht lange suchen, denn gleich beim Betreten der Bar sah ich sie und ihre Freundin am Tresen sitzen. Die Beiden waren in der Gesellschaft von zwei Männern, die sich recht vertraut zu den Mädels vorschoben und mit ihnen sprachen.
Jegliche Selbstvorwürfe waren vergessen und ich entschied mich, dass Ganze ein wenig aus sicherer Entfernung an zu schauen.
Eine Entscheidung, die ich bis heute bereue, denn es hätte alles anders kommen können…
Während Zoeys Freundin sich sofort auf den Fremden einließ, war meine Freundin eher ein wenig verhalten. Dennoch fühlte sie sich ziemlich umschmeichelt und zu meinem Ärger verließen schließlich alle vier die Bar und stiegen in ein Auto.
Was mich genau dazu brachte, den Vieren aus der Bar zu folgen und mich ebenfalls hinters Steuer zu setzten, vermag ich heute nicht mehr zu sagen.
Sie fuhren aus der Stadt und hielten auf einer der außenliegenden Parkplätze, die um diese Uhrzeit meistens ausgestorben waren.
Ich hatte meinen Wagen an der Straße stehen gelassen um nicht sofort auf zu fallen und schlich die letzten Meter durch das Gebüsch zu dem Parkplatz.
Vieles, was ich in dem Augenblick sah, konnte mein Hirn nie erfassen, denn das, was ich da sah gab es schließlich nicht…. Nicht bis zu diesem Zeitpunkt.
Dabei kreiste nur ein Gedanke in meinem leeren Kopf, während ich zusah wie meine Freundin getötet wurde. Vampir.
Ob die beiden Fremden mich entdeckt haben oder ob sie mich übersahen, weil in der Zeit gefühlt mein Herz stehen blieb, ist ebenso wenig zu sagen.

Es folgte eine Todesanzeige, die Beerdigung und das Ganze wurde als schlimmer Verkehrsunfall verkauft, Unfallursache ungeklärt.
Für mich waren die Unfallursache und der ganze Fall alles andere als ungeklärt.
Stattdessen fing ich an im Internet und in der Bibliothek bis spät in die Nacht über Vampire zu recherchieren. Die meisten Informationen waren nicht mehr als ein wenig Aberglaube und ein wenig viel perverse Fantasie von Leuten.
In den ersten Nächten verfolgte mich das Geschehnis und gab mir Antrieb die Suche nach weiteren Antworten nicht auf zu geben, obwohl ich wusste, dass es Schwachsinn war.
Es konnte keine Vampire geben und doch war ich davon überzeugt, von dem was ich gesehen hatte. Obwohl ich anfing an meinem Verstand zu zweifeln, rückte mein Studium in den Hintergrund. Stattdessen suchte ich fieberhaft nach Informationen und erklärte mir dabei, wie verrückt ich sein musste.
Es begann die Zeit, wo ich anfing mein altes Leben hinter mir zu lassen und einen unbekannten Weg zu betreten, von dem ich nicht wusste wohin er mich bringen würde… Und ich auch nicht wusste, wie gefährlich es eigentlich war.
Mit nur einer Waffe gespickt mit Eisenhaltigen Patronen und einem Amulette begann mein neues Hunter-Rookie-Dasein. Im Nachhinein betrachtet nur wirkungsloses Zeug, aber das Internet hatte mir aber zu der Zeit einen anderen Eindruck vermittelt. Zuerst patrouillierte ich in Bars und Diskotheken, um dort Vampire auf zu spüren.
Die ersten Wochen war ich zwar nicht produktiv, aber ich hatte das Gefühl aktiv etwas zu machen.. Ein verdammt gutes Gefühl, wenn man sich selbst die Schuld gab nur wegen einem dämlichen Sofastreis seine Freundin verloren zu haben. Ich hätte damals einfach nur nachgeben müssen oder aber sie in der Bar ansprechen müssen. Nun aber musste ich mit den Konsequenzen meiner Fehler leben und ging jede Nacht auf Vampirjagd.
Etwa zwei Monate zog ich so umher und entfernte mich immer weiter von meinem alten Leben, bis mich ein Hunter bei einer meiner Barpatrouillen abfing. Wie er damals auf mich aufmerksam wurde, weiß ich bis heute nicht. Wahrscheinlich konnte er nicht mitansehen, wie ich mit verbundenen Augen ins offene Messer rannte.
Erst hielt ich ihn für einen Irren, denn der Hunter sah durch seine zotteligen Haare aus, wie man sich einen wildlebenden Verwirrten eben vorstellte. Dieser Eindruck hielt jedoch nur so lange, bis ich merkte das er genau von dem sprach, was ich selbst zum Teil miterlebt hatte und eindeutig genau wusste von was er da sprach.
Einerseits war ich erleichtert jemanden gefunden zu haben, der das Wissen mit mir teilte, aber andererseits enttäuschte es mich auch ein wenig. Aus irgendeinem Grund hatte ich erhofft, als einziger von Vampiren zu wissen und damit einen grandiosen Fund gemacht zu haben.
Das ist wahrscheinlich so wie bei Bergsteigern... Anstatt sich zu freuen, den Berganstieg überlebt zu haben, sind sie schlecht gelaunt, wenn oben schon ein kleines Kreuzchen steht..
Und dieser Bergsteiger ,alias Hunter, setzte noch eins drauf und erzählte mir, dass es noch viele Gebirgszüge, alias Wesen, gab die ich sonst nur aus irgendwelchen Filmen kannte.
Anfänglich war er von meiner Idee nicht begeistert mein Mentor zu werden, stattdessen wies er mich immer mit den Worten »Schlag dir das aus dem Hirn, Junge… Vergiss die ganze Sache, Such dir eine neue Freundin, steck ihr einen Ring an den Finger, macht niedliche Flitterwochen und produzier mit ihr ganz viele süße Kinder. Das ist eine bessere Altersvorsorge und die bessere Perspektive für Jemanden wie dich«.
Mithilfe ein paar spendierten Whiskeys ließ sich der Hunter schließlich doch dazu erbarmen, mich ein wenig auf seine Reisen mitzunehmen.

Mitte 2006
Die nächsten fünf Monate blieb ich bei ihm und wir zogen mit meinem Auto meist von einer Geisterstadt zur nächsten, die es in der Nähe von Portland gab. Den wahren Namen hatte ich von ihm nie erfahren und obwohl er meinen zwar kannte, rief er mich immer Frischling… Was ich mit der Namensgebung alter Sack quittierte.
Mit ihm zusammen hatte ich meine ersten Dates mit Dämonen und Geistern. Einer der Dämonen hinterließ sogar ein einbrennendes Erlebnis…Im wahrsten Sinne des Wortes.
»Der alte Sack« wurde unfreiwillig für diese beiden Monate zu meinem Lehrer und lehrte mir welche Elemente gegen welche Wesen halfen und welche weiteren Hilfsmittel es gab.
Nach den fünf Monaten zog der alte Sack zu einer größeren Aktion nach Eugene und ich war wieder auf mich allein gestellt.
Obwohl der Hunter versucht hatte, mich mehr auf kleinere Dämonen und Geister zu fokussieren, galt mein Interesse weiterhin den Vampiren. Wegen ihnen hatte ich diese Richtung überhaupt eingeschlagen und mit ihnen hatte ich noch eine Rechnung zu begleichen.
Durch meinen widerwilligen Mentor wusste ich nun, woran man Vampire am besten erkannte und womit man sie töten konnte.
Auf einer der Patrouille stieß ich schließlich wirklich auf einen Vampir. Im Nachhinein musste er ziemlich nachsichtig mit mir gewesen sein, obwohl ich ihm nicht wenig Kugeln verpasste, um ihn zu schwächen. Da meine ersten Experimentmunitionen nur ein wirkungsloses Eisengeschmisch enthielt konnte der Vampir entkommen, bevor ich ihn pflocken konnte.
Dieses kleine Erfolgserlebnis fütterte mein Ego nicht unerheblich und ließ mich unvorsichtiger werden, als ich ohnehin schon war.
Weniger Glück hatte ich bei einem Gestaltwandler, den ich fälschlicher Weise für einen Vampiren hielt. Die Verwechslung machte sie mir sofort klar, als ich statt der zierlichen Frau, einen ausgewachsenen Wolf vor der Nase hatte und sich ihr Kiefer in meinen Arm grub.
Diese Erfahrung trübte meine Motivation jedoch eher weniger und ich hoffte einfach, dass es der erste und letzte Ausrutscher war.
Jemand anderes bereitete nach ein paar verstrichenen Monaten meiner Vampirjagd ein Ende.

Mitte 2007 - Frühjahr 2008
Mein alter Mentor kratzte mich von der Straße und hielt mir einen längeren Vortrag von wegen wie dämlich ich denn sei und das man mich nicht allein lassen konnte.
Dabei hatte ich ziemlich große Fortschritte gemacht. Ich war viel besser im Schießen geworden, kannte mich mittlerweile recht gut mit Waffen aus und hatte mittlerweile ein hübsches kleines Arsenal angekauft. Ich drohte zwar mittlerweile von der Uni zu fliegen, da ich seit langer Zeit nicht mehr hinging, aber damit hatte ich eh schon länger innerlich abgeschlossen. Auch wenn es mir irgendwo wehtat, denn ich hatte nicht den Spaß daran verloren. Nur passte es einfach nicht mehr zu meinen Aktivitäten, ich hatte schlicht weg keine Zeit für das Studium. Ich musste Vampire jagen.
Der alte Sack hatte da leider eine andere Auffassung als ich und schien über meine Fortschritte nicht einmal halb so stolz zu sein, wie ich es war. Selbst den einen halb erlegten Vampir entlockten ihm keine freundlichen und anerkennenden Worte, sondern betitelte mich als Frischling, den man nicht einmal für ein paar Monate allein lassen konnte und das ein Grabstein für mich die perfekte Wertanlage sei. Er fragte mich, ob ich das Hunterdasein wirklich dem Chemiestudium und dem richtigen Leben vorziehen wollte.
Für mich war das hier aber das richtige Leben. Das letzte Jahr hatte mir die Augen geöffnet und nun konnte ich nicht mehr zurück, dafür steckte ich schon zu tief drin und der wahre Vampir wandelte noch immer auf der Erde.
Der Alte wusste die Antwort, bevor ich sie aussprach und verriet mir, dass er einer seiner alten Hunterkollegen für mich kontaktiert hatte. Er selbst hatte keine große Lust für einen Anfänger den Aufpasser zu spielen und fragte mich, ob ich bereit war nach Dawnskap Bay zu ziehen.

Frühjahr 2008 - 2010
…Und so lernte ich das Archive kennen.
An der University of Dawnskap Bay setzte ich mein Chemiestudium ein wenig provisorisch fort, während mein neuer Mentor und Babysitter Aaron ein Auge auf mich werfen konnte.
Er bläute mir schnell ein, wo der Unterschied zwischen einem Hunter und einem irren Vampirjäger lag.

Jedoch kam mit der Umsiedlung nach Dawnskap Bay ein kleines Problem auf. Die ersten Tage lebte ich mehr oder weniger bequem auf dem Sofa der Anderen, doch das konnte kaum ein Dauerzustand bleiben. Andererseits war mein Budget mittlerweile ziemlich aufgebraucht, denn ehrlichgesagt war das Hunter-Dasein ein recht teurer Job und hatte ein wenig am Ersparten gekratzt.
Zum Glück befand ich mich mittlerweile auf einem Institut, in dem mindestens die Hälfte ebenfalls knapp bei Kasse war oder sich aus anderen Gründen in das Abenteuer Wohngemeinschaft stürzen wollten. In den ersten beiden Jahren sprang ich zwischen ein paar WGs hin und her, denn ich schien immer das Glück zu besitzen, in die falschen einzuziehen. Deswegen ging ich von Zeit zu Zeit an der Blackboard vorbei und warf einen Blick darauf. Einmal fiel mir ein Student auf, er pinnte einen Zettel an die Wand, schob seine Hände in die Taschen und ging mit einem schmalen Lächeln auf den Lippen an mir vorbei. Er sah soweit ganz gescheit aus, denn ehrlich gesagt...Bei der Wahl eines Wohnungsgenossen war ich mittlerweile schon ein wenig wählerisch geworden, um endlich nicht nach drei Monaten wieder die Koffer packen zu müssen. Jemanden, der immer in der Bude hockte, konnte ich ebenso wenig gebrauchen, wie jemanden der die Uni als Kurort mit Gratispartys ansah.
Ich suchte nach dem neuen Zettel und fand ihn schließlich auch. Neben einer kurzen Notiz waren eine Emailadresse sowie der Name Frankie angegeben.
…So fing die Verwechslung an und meine Entscheidung würde mich noch in kleinere Probleme reiten.

2010 -2011
Noch am selben Abend schrieb ich dem Frankie eine Mail, in der stand, dass ich mich für sein Angebot interessierte. Die Antwort bekam ich nur wenige Stunden später und wir verabredeten uns, damit der Student wusste auf wen er sich einließ und ich mir ein Bild von der Wohnung machen konnte. Es handelte sich nicht um die typischen kleinen Wohnungen in der Nähe der Uni, was schon an Perfektion grenzte. Das diese ganze Sache einen Haken haben musste, war im Nachhinein fast absehbar.
Wenige Tage später klingelte ich an der Tür zu meiner eventuellen neuen Wohnung und wartete, bis der Türbuzzer aufsummen würde. Das Geräusch ließ ein wenig auf sich warten, dann meldete sich eine weibliche Stimme durch die Sprechanlage. Ob die alte Mieterin noch bei Frank wohnte oder ob es sich einfach nur um seine Freundin handelte?! Die Inhaberin der weiblichen Stimme ließ mich zumindest hinein und erwartete mich an der Wohnungstür. Frank musste mich vergessen haben, eindeutig. Doch die Begrüßung von Franks Freundin war ein kleiner Schlag in die Magengegend. Sie stellte sich als »Frankie« vor. Frank war weiblich. Nicht, dass ich etwas gegen eine weibliche Wohnungsgenossin gehabt hätte, aber eigentlich hatte ich genau das. Frank hatte für mich männlich zu sein, dann wäre wenigstens alles perfekt gewesen. Die Studentin war zwar sehr höflich und als sie mich durch die kleine Wohnung führte, war ich ehrlich gesagt sogar ein wenig begeistert...Aber hier konnte ich nicht einziehen. Was mich dazu geritten hatte, später doch genau das zu tun? Das frage ich mich manchmal bis heute noch.
Die WG klappte mit ihr besser als gedacht und wir wurden bald sogar ein recht eingespieltes Team. Die weibliche Frankie war recht unkompliziert und nach einem halben Jahr hatte man das Gefühl, schon ewig mit der anderen Person in einer Wohngemeinschaft zu leben. Jeder hatte seine Privatsphäre, man stellte dem anderen keine unnötigen Fragen und teilte sich mehr oder weniger die Aufgaben. Frankie mehr und ich meistens weniger, worüber sie sich immer wieder ein wenig beklagte und sie dazu animierte, mein Zeug in mein Zimmer zu pfeffern.
Bei einer dieser kleinen Aufräumaktionen fand sie in meinem Zimmer das sonst so gut versteckte Rosenkreuz. Einer meiner kleinen Talismane musste sie schon vorher einmal gefunden haben, denn die verschwanden immer mal wieder obwohl ich mir besonders Mühe gab, gute Versteckplätze zu finden.
Sie stellte mich zur Rede, aber ließ sich nicht mit einfachen Ausreden abspeisen. Dummerweise kannte sie mich trotz der wenigen Monate, die wie erst zusammen lebten, einfach zu gut und kaufte mir mein ausgedachtes religiöses Faible nicht ab. Wenn Frankie eins gut konnte, dann war es neben Sudokurätsel lösen das Talent, jeden dazu zubringen, mit der Wahrheit herauszurücken. Anstatt mich für verrückt abzustempeln und mich aus ihrer Wohnung zu schmeißen, schien das Thema Übernatürliche sie zu interessieren. Somit war das jüngste Mitglied des kleinen Hunterzirkels Tha Archive – das Hunterküken – geboren.

Mittlerweile sind schon über drei Jahre vergangen, seitdem die Hunter des Archive zu meiner Familie wurden. Es ist ein recht einsames und hartes Leben, denn man weiß nie wie lange diese Konstellation der Familie noch hält.
Letztens traf ich den alten Sack auf einer Beerdigung eines Kumpels wieder und jedem von uns wird dann wieder klar, dass wir irgendwann einmal in dieser Holzkiste liegen werden...
Aber eintauschen würde ich dieses Leben niemals.
.


And at the end?
Just a few more things.


Spielername
Melli

Avatarperson
Josh Hartnett

Zweitcharakter(e)
Kyle Hyde & Lorna Levanway && Prosper Voigt