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Lorna Levanway
Blutdrossel

InGame-Posts: 1
Registriert seit: 02.01.2026
Letzter Besuch: 15.02.2026, 11:56
Status: Offline


Avatarperson: Imogen Poots
Wesen: Vampirlady
Wohnort: Carnassee
Status: Verliebt, verlobt, verheiratet??! Willst du mich verarschen?

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« Lorna runzelte die Stirn. "bla" wurde als Nachricht auf ihrem Display angezeigt. "Bäääh" tippte sie als Antwort. »
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Lorna Delilah Levanway
Who am I?
These are my roots.


Name & Spitzname
Lorna Delilah Levanway
Sie trägt tatsächlich noch ihren Geburts- und Taufnamen. Als Teenager hatte es Tage gegeben, da hatte sie ihren Erstnamen verflucht und sich stattdessen mit Delilah ansprechen lassen. Die Phase ging jedoch schnell vorbei und mittlerweile kennt man sie nur noch unter Lorna.

Jeder hat sie – die Spitznamen. Vielleicht für einen selbst unbekannt und hinter dem Rücken getuschelt. Aber davon einmal abgesehen, dass bestimmt schon jemand Zicke hinter ihr her gezischt hatte, sind die Spitznamen Lorny, Lor gängiger. Lori oder Nana stammen aus den Kindertagen, gegen diese Spitznamen hat sie aber bereits eine tiefe Abneigung entwickelt und lässt es die Person auch schnell wissen, wenn sie so angesprochen werden sollte.

Alter & Geburtstag
Geboren am 03.06.1971 in Dawnskap Bay, der Alterungsprozess wurde jedoch im Jahr 1996 gestoppt. Der runde Geburtstag von 40 Jahren steht an...Und sieht noch immer aus wie eine 25 Jährige. Top.

Herkunft
Waschechte Amerikanerin, in ihrem Leben hat sie es - bis auf ein paar Reisen einmal abgesehen- nicht weit geschafft. Aufgewachsen in Dawnskap Bay, gewandelt in Dawnskap Bay und leben...Richtig, Dawnskap Bay.
Wie es sich für einen Bewohner von Neuengland gehört, ist die Abstammung weitaus interessanter und Vielfältiger.
Während die Elterngeneration selbst einen amerikanischen Pass besitzt, verzeichnet der Opa väterlicherseits italienische Abstammungen und aus der mütterlichen Linie fließt belgisches, als auch schwedisches Blut mit ein.

Bildung
Als fleißiges Kind durchlief sie die Primary School, besuchte im Anschluss die Junior High School, schließlich die Senior High School und brach dann nach zwei Jahren Collegebesuch letztendlich das College ab.
Von einem Abschluss kann man also nicht sprechen, nur von einem guten High School Diplom.

Beruf/Job
Auf die Nacht angewiesen zu sein, beschränkt das Jobangebot ungemein, die fehlende Ausbildung oder der fehlende Master spielen dabei keine unerheblichen Gründe.
Zum Glück sind beide Komponenten irrelevant, wenn man in einem Einmannbetrieb arbeitet und man selbst sein eigener Chef ist.

Seit etwa 6 Jahren besitzt Lorna ihren eigenen kleinen Onlineshop und bietet ihre Künste als Goldschmiedin an.

Familienstand
Single, Fangzähne machen einsam.

Familie

Minerva Elisabeth Levanway, geb. Swaiton | * 25.03.1933
Zu ihrer  Mutter hatte Lorna immer ein recht gutes Verhältnis. Trotz ihres Alters ist Mrs Levanway noch immer eine adrette Dame. Lorna tat sich schwer, den Kontakt mit ihrer Mutter abzubrechen. Seit dem Tod ihres Vaters lebt ihre Mutter jedoch beim zweitältesten Sohn, sodass für eine gute Versorgung gesorgt ist.

Germain Levanway | *17.09.1926, gest. 06.12.2008
Der Vater arbeitete hart für das finanzielle Wohl der Familie, was dazu führte, dass Lorna ihn bis zum 8. Lebensjahr wenig zu Gesicht bekam. Die Bindung war eher locker. Mr. Levanway war ein Mann vom alten Schlag, der an den alten Geschlechterrollen festhielt und daher wenig mit der Kindererziehung zu tun hatte.

Paul Germain Levanway | *22.03.1955
Aufgrund des großen Altersunterschieds hatte Lorna mit ihm nicht viel zu tun. Der Kontakt brach bereits ab, bevor sie gewandelt wurde.

Davis  Jan Levanway *24.08.1960
Mit Davis hatte Lorna immer guten Kontakt. Er war das Band der Familie, das alle beisammen hielt. Quasi die gute Seele. Mittlerweile ist er dreifacher Vater und noch immer ein guter Freund – und Bruder. Der Kontakt besteht derweil nur per Mail, Lorna hatte bereits einige Male mit dem Gedanken gespielt ihm die Wahrheit zu erzählen, damit es dabei nicht bleiben muss.

Elijah Samuel Levanway | *08.06.1967
Elijah  war  immer ein kleines Sorgenkind, durch seine freiheitsliebende Art. Lorna hatte ihn oft dafür bewundert, wenn er einfach einige Tage  unangekündigt von zu Hause wegblieb und spontan eine Städtereise als Backpacker antrat.
Der Kontakt war dadurch schon immer recht locker und sporadisch gewesen. Dies hat sich noch immer nicht geändert,  sie empfindet für ihn eine tiefen Verbundenheit.
Elijah ist Vater eines Kindes. Er witzelt gern darüber, dass er sich aufgrund seiner beiden geschiedenen Ehefrauen keine weiteren leisten kann.

Caspian Avraham Leachman| *17.11.1660 gest. 2001
Caspian war mein Erschaffer, mit zwei großen Problemen. Er war dem Haus der Schatten gegenüber sehr Loyal. Und er liebte das Blut viel zu sehr.
Die Loyalität und die Angst davor, zum Irati zu mutieren, trieben ihn schließlich im Sommer 2001 dazu, Selbstmord zu begehen.



Risk a glance?
There is more you can see.


Aussehen
Größe: 1,63 m
Haarfarbe:  blond
Augenfarbe: grau-blau

Statur: schlanke Figur

Kleidungsstil:
Manchmal ein wenig außergewöhnlich. Wer trägt schon eine Mütze in einer lauen Sommernacht?! Einen bunten, gestrickten Pulli, Kombiniert mit kurzen Hotpants im Winter?!

Charakterliche Eigenschaften
» Man glaubt immer, in der Dunkelheit lauert das Böse und wartet nur darauf, herausspringen zu können. Aber niemand denkt an die kleinen Wesen, die sich fürchten und sich in der Dunkelheit verstecken, um nicht gesehen zu werden. «

Persönlichkeit:
» zuverlässig
» freimütig
» tough
» impulsiv
» erbarmungslos
» wachsam

Stärken & Schwächen:
(+)  extrovertiert
(+)  dynamisch
(+)  Gute Zuhörerin
(+)  Handwerklich begabt
(+)  Musikalisch
(+)  geschickt

(-)  aufbrausend
(-)  ungeduldig
(-)  zynisch
(-)  kaltherzig
(-)  Hang zum Egoismus
(-)  dickköpfig

Vorlieben & Abneigungen:
(+) Schmuck
(+) Fernsehtage
(+) Klavierspiel
(+) Dächer
(+) Vorstädte
(+) Anderen beim Kampfsport zusehen
(+) Bewegung
(+) Midnight Shopping

(-)  Stillstand
(-) Langeweile
(-) Tag
(-) regnerische Nächte
(-) Blumensträuße
(-) kleine Hunde

Besonderheiten:

Quickfacts:
» Lorna trägt ausschließlich selbst geschmiedeten Schmuck
» Oft eigensinniger Kleidungsstil
» Lebt trotz ihres Wesens in einer  Männer-WG
» Mag zwar Topfblumen, kann aber Blumensträuße nicht leiden

Gesinnung
…Zur Moral dieser Geschicht‘ … Die Gesinnung der Vampirin ist als gut einzuschätzen, soweit man es denn von einer Person behaupten kann, die von Blut anderer lebt und damit in der Biologie als Schmarotzer gelten würde.
Anderen Wesen gegenüber ist ihre Einstellung grundsätzlich neutral.
Allein älteren Vampiren, den Ahn und Methusalem, gegenüber besitzt sie eine negative Einstellung. Die älteren Exemplare ihrer eigenen Rasse sind ihr einerseits wegen Ihrer Stärke und Überlegenheit unangenehm, außerdem sind ihr die hohen Tiere zu abgehoben.
Mit Hexen kennt Lorna sich sehr gut aus. Immerhin ist ihr einer Mitbewohner Max Middlehofer der Sohn einer Hexe. An ihn wurde das Gen zwar nicht weitergegeben, aber er muss sich oft mit der Welt herum schlagen.
Wandler traf sie schon oft genug an und scheut auch keinen harmlosen Konflikt, wenn sie mal wieder durch deren Gebiete spaziert. Persönlich hat sie nichts gegen diese Wesen, solange ihr keiner ein geschichtliches Referat über die Wandlerunterdrückung und - Versklavung vorhält und sie für Mitschuldig erklärt.
Dämonen sind unangenehme Zeitgenossen, die verzweifelt an ihrem bösen-Buben-Image feilen. Werwölfe sind wie Schizophrene; sie sind weder Freund noch ein richtiger Feind.

You want more?
There is a world behind the shades.


Rasse
Helle Haut, spitze Eckzähne, untotes Herz. Nach Selbstanamnese spricht alles für Vampir.

Fähigkeiten
Die üblichen Fähigkeiten eines Liberi.
Lorna kann sich von jeglichem Blut ernähren, dafür ist die Gedankenmanipulation noch nicht ausgereift. Wie es für einen Vampir ihres Alters üblich ist, kann sie nur kurze und klare Befehle in die Gedanken anderer pflanzen. Bei bloßem Augenkontakt ist die Fehlerquote noch recht hoch, dafür klappt die Gedankenmanipulation per Hautkontakt außerordentlich gut.
Doppelte Kraft und doppeltschnelle Reaktion sind keine Außergewöhnlichkeit, ebenso wenig wie Versteckenspielen in jeglichen Schatten.
Lorna hat jedoch das Talent, junge Vampire aufzuspüren.  Als besondere Fähigkeit kann man es kaum einstufen, eher als gute Intuition.

Zugehörigkeit
Ihr Erschaffer war Mitglied von dem Haus der Schatten. Diese Organisation nahm sich auch ihr an. Trotz ihres jungen Alters gehört Lorna nicht zum Gefolge, sondern übt das Amt eines Hüters aus. Es war nicht ihre erste Wahl, als sie zum ersten Mal von der Organisation hörte, nahm sie sich vor einer der Wächter zu werden. Fehlende Kampferfahrung und die wenige Waffenkenntnis, sowie ihr geringes Alter waren jedoch nicht gerade zuträglich, also bot man ihr an, als Informantin zu arbeiten.

Aurenfarbe
Gelb und Violett prägen zum größten Teil die Aura. Feine Schliere von Grün durchzieht jedoch ebenfalls die Aura.

How's my life?
Life is the greatest adventure.


Was bisher geschah …
Die Zeitspanne des kalten Krieges entspannte sich bereits, als das einzige Mädchen der Familie Levanway in eine gutbürgerliche Familie hineingeboren wurde.
Die kleine Lorna wuchs fleißig heran, lernte schon früh das Laufen, aber dafür umso später das Sprechen. Lernte sich gegen ihre älteren Brüder durchzusetzen und setzte sich kurz vor der Einschulung mit den tückischen Buchstaben und Zahlen auseinander.
Sie war ein typisches, amerikanisches Mädchen aus dem besseren Stadtviertel in Carnasee.

Es war  die Zeit, in denen die Sorgen so klein waren, wie man selbst.  Man sorgte sich darum, wie man trotz kindlichem Leichtsinn der Strafe der Eltern entging, man fragte sich, wie man seine Brüder am besten ärgerte, ohne selbst zum Opfer zu werden...
Auch diese Zeit verstrich, Lorna wurde größer und damit wuchsen auch die Sorgen.  Die Sorge davor erwischt zu werden, doch länger draußen gewesen zu sein als von dem alten Elternhaus erlaubt,  Sorge darüber, dass die beste Freundin etwas mit dem größten Idioten anfing und Sorge darüber, wie man seinem besten Freund  erklärte, dass man nicht mehr als Freundschaft wollte.
Ob man wollte oder nicht, man wurde aus der Welt eines Kindes entlassen und jegliche Probleme kamen mit der Pubertät. Diese Erfahrung wurde auch Lorna zu Teil.  Es war wie mit der Kaninchenhöhle bei Alice im Wunderland.  Hatte man den Kopf einmal in die Erwachsenenwelt  gesteckt, fiel man vollständig hinein und fand sich vor vielen Türen wieder. Türen, hinter denen  genau jene Probleme lauerten.

Ihr ältester Bruder Paul war plötzlich ausgezogen und der Kontakt zu ihm war recht spärlich. Elijah, ihr drittältester Bruder, hatte ebenfalls das Reisefieber gepackt und war mit nichts außer ein bisschen Kleidung, Geld, Proviant und einer kleinen Menge Haschisch losgezogen, um San Francisco zu besuchen.  Unter diesen Umständen litt die übrige Familie, vor allem Lornas Mutter. 
Elijah erreichte die kalifornische Stadt im ersten Anlauf natürlich nicht, aber es blieb nicht seine letzte Reise.  Hin und wieder brachte er Lorna Kleinigkeiten mit, manchmal schlich sie sich aber auch nur nachts in sein Zimmer, um die Geschichten zu hören, die er zu erzählen hatte.
Die Zeit brachte neue Freunde und ließ alte vergessen. Brachte die Liebe mit sich und den ersten Freund, den ersten Kuss, den ersten größten Schmerz bei der Trennung.  Man wurde cooler, da man die Junior High verließ und zu den größeren zählte. Die Schulröcke wurden kürzer getragen, der rote Lippenstift der Mutter verschwand ständig aus unerfindlichen Gründen.  Das Leben eines dickköpfigen  Teenagers hatte begonnen. 
Lorna hatte nie verstanden, wie manche ihrer Freundinnen ihren 21. Geburtstag herbei wünschten. Die Zeit in der Senior High School war mit Abstand die beste Zeit gewesen.  Man war nicht mehr das Kind, man fühlte sich erwachsen und unendlich frei.  Der Genuss von Alkohol war zwar ausdrücklich verboten, aber es gab einem einen gewissen Kick, wenn man ihn doch trank. Man konnte sich wie 21 fühlen, ohne die Konsequenzen einer Erwachsenen zu haben. Man fühlte sich erwachsen, war es aber nicht. Keine Verantwortung, nur grenzenlose Freiheit.
Eine Freiheit, die nach drei Jahren schließlich ebenfalls endete.  Man wurde ein weiteres Mal  vor eine nächste Tür gestoßen und von der Gesellschaft gezwungen, diese zu öffnen.

Die schulische Leistung war vollkommen erbracht und mit einem sehr guten High School Diplom belohnt worden, die Zeit des Colleges stand bevor.  Ein Schritt für die Zukunft,  an dem die ganze Berufswahl schließlich hängen bleiben würde. Einen Schritt, vor dem Lorna sich sträubte, aber zugleich ohnehin wenig Mitspracherecht besaß.  Bei vier Kindern war die Finanzierung eines Studiums bei der University of Washington utopisch,  einzig und allein ein College kam in Frage. Für ihren Vater stand außer Frage, dass seine Tochter wenigstens auf das College mit dem besten Ruf ging. Dass es sich hierbei um ein College of Arts handelte, war zweitrangig.  Lorna war zwar keine Hollywoodschönheit, aber auch nicht die personifizierte Hässlichkeit.  Das College befand sich in unmittelbarer Nähe der University of Dawnskap Bay, die Hoffnung, dass sie dort einen Jungen aus gutem Hause kennen lernte, standen in den Augen des Vaters nicht schlecht.  Die Universität im Stadtteil Carnasee wurde drei Monate nach  dem regulären Studienbeginn eröffnet und dem Plan stand nichts mehr im Wege.
Tatsächlich lernte Lorna von dort den ein oder anderen jungen Mann kennen, pflegte auch eine kurze Beziehung mit dem Junior Cortman, einem zu der Zeit erfolgreichen Kaufmann.  Letztendlich würde der Plan, die Tochter gut zu verheiraten, in die Brüche gehen.
Lorna fühlte sich vom Collegeleben und der zwanghaften Beziehung zu  Rafael Cortman nicht erfüllt. Sie sehnte sich nach mehr, wollte mehr aus ihrem Leben machen.  Sie war bis zu ihrem 20. Lebensjahr die liebe Tochter gewesen. Sie hatte zwar  vor ihrer Volljährigkeit Alkohol genossen, war aber nie betrunken nach Hause gekommen. Sie hatte sich eine derbe Wortwahl angeeignet, wusste aber immer sich zu benehmen, wenn es wichtig war. Die Noten hatten immer gestimmt, auch außerschulisch war sie engagiert gewesen und war brav jeden Mittwoch zum Klavierunterricht erschienen. Bis jetzt hatte sie artig jede Tür im Kaninchenbau geöffnet, vor der man sie stieß... Und das sollte das Leben sein?!
Geradlinig durch das Bildungssystem schleusen, sofort im Beruf eingespannt werden und das wenig Freizeit damit verbringen, einen ungeliebten Mann aufgrund seiner Geldbörse zu ertragen.
Wenn das Leben sein sollte, dann klang es in ihren Ohren nicht besonders Lebenswert.

»Warum lebst du dann so, wenn es dich stört?« Hatte Elijah mich gefragt, als er  eines Tages wieder einmal zu Hause war, und an seiner Zigarette gezogen. Seitdem er letzten Sommer in Vancouver  gewesen war, hatte er mit dem Rauchen begonnen. Ich mochte es nicht, aber konnte es meinem großen Bruder zugleich schlecht verbieten.
Stattdessen dachte ich über seine Worte nach, die Stirn in Falten gelegt, ein leises, ungläubiges Lachen drang aus meiner Kehle. »Warum leb ich dann so..Na warum wohl,  weil das normal ist. Alles andere wäre verrückt und dumm.  Ohne Job kann man auf der Straße leben...wie die Junkies.« Er hatte  ebenfalls gelacht und ein weiteres Mal an seiner Zigarette gezogen, der blaue Dunst verlor sich in der Dunkelheit der Nacht. Hier saßen wir oft, auf dem Dach des Hauses und beobachteten die schläfrige Stadt. »Du hast mich gerade als dumm bezeichnet, das ist dir schon bewusst oder?«  Sein Lachen verebbte,  während er die Zigarette am Boden ausgedrückt hatte  und  sich zu mir vorgebeugte. »Die Denkweise von dir ist dumm. Du willst das alles machen, weil es die anderen tun. Und was bringt es dir? Du bist den anderen egal und verarscht dich gleichzeitig selber.  Das ist nicht dein Leben, änder es einfach. Schenk dir selbst ein paar Jahre, bevor du wieder das Schäfchen der Gesellschaft bist und dem Strom folgst.«


Vermutlich waren das die Worte, die Lornas Leben umkrempelten.  Das Schäfchen verließ die Gesellschaft, wandte sich vom Strom ab und war bereit sich selbst ein paar Jahre zu gönnen, um die Freiheit zu spüren, die man sich mit dem 21. Lebensjahr versprach.
Ihre Eltern waren nicht erfreut darüber, dass sie dem College nach 2/3 der Studienzeit den Laufpass gab und waren entsetzt, als sie dem Kaufmannssohn Cortman das Ende der Beziehung verkündete.
Lorna war bereit die Welt zu sehen,  wollte nach Europa und zu all den Städten, die ihr zweitältester Bruder bereits besucht hatte.
Der Flug nach Europa würde jedoch zuerst ein Traum bleiben, es reichte allenfalls für eine kleine Städtetour mit Elijah und einem geliehenen Dodge Colt, quer an der Westküste entlang.
Ihr Bruder Elijah gab ihr das Gefühl jeglicher Unbeschwertheit wieder, die  sie als sechzehn Jährige verspürt hatte.  Zugleich merkte sie jedoch, dass sie keines Falls so rastlos wie ihr Bruder war, weshalb sie nach nur wenigen Wochen zurück nach Dawnskap Bay kehrte. 
Trotzdem begleitete sie ab dem Zeitpunkt ihren Bruder ab und zu bei kleinen Touren und jobbte hin und wieder in Supermärkten oder Bars, um sich ihren großen Traum erfüllen zu können.  Eine Rundreise durch Europa, in ihren jungen Jahren.
Einen Traum, den sie niemals erreichen würde.

Elijah hatte sie damals vor einem nicht gewarnt, als sie damals auf in der Nacht über die Dächer der Stadt hinweg geschaut hatten.  Es wird schwierig, wieder einen festen Fuß zu fassen.  Man tat sich schwer,  den Rhythmus des  normalen Lebens wieder zu finden, einem gefestigten Alltag nach zu gehen. Und es war schwierig ein College zu finden, dass einen wieder aufnehmen wollte. Obwohl seit jener Nacht bereits drei Jahre verstrichen waren, fühlte sie sich noch immer nicht bereit, das Leben eines Erwachsenen zu führen. Die Gelegenheitsjobs waren mit keinem wahrhaftigen Beruf zu vergleichen, aber sie wollte im Alter auch nicht die Frau an der Kasse sein, die nach Dienstschluss das Haus eines Fremden putzen musste, um sich überhaupt Kleidung leisten zu können. 
Nur eines wollte sie vorher noch schaffen, die Europatour.

Es gab Tage, die blieben einen sofort im Gedächtnis. Bis zum kleinsten Detail. Man erinnerte sich, welchen ersten Gedanken man gefasst hatte, sobald man aufgestanden war und man erinnerte sich an das Wetter, an das Mittagessen und an das Telefongespräch, dass man mit seiner Freundin geführt hat. Man erinnert sich an alles, verbindet es mit dem Geschehnis dieses Tages.
Und es gab diese Tage, an denen man sich an keines der Details erinnerte. An den man nicht wusste, welches Shirt man getragen hat, worüber man sich aufgeregt hatte.
Auf Lorna traf an jenem Tag Letzeres hinzu.

Der Herbstwind flüsterte in den Gassen, während ich mit schnellen Schritten in Richtung der Bushaltestelle stapfte, den Blick zur Umhängetasche gesenkt. Ich stopfte das erbeutete Trinkgeld des heutigen Abends in das Portmonee und zog den Reißverschluss der Ledertasche wieder zu. Die Abendschicht in der Tapas Bar bewährte sich immer, obwohl es ein normaler Tag inmitten der Woche war.
Um meine schlanken Finger hatten sich die Kopfhörer geschlungen, als ich in die Tasche gegriffen hatte. Behände zog ich meinen Mini-Disc-Walkman hervor und stöpselte die Kopfhörer an. Musik schaffte es immer, jegliche Dunkelheit und ihre darin lauernden Ungeheuer zu vertreiben. Es war wie der große Bruder, der einen sicher nach Hause brachte.
… Und zugleich war es das, was mir womöglich den Tod als Sterbliche brachte.
Die Musik ließ mich die Umwelt vergessen, meine Füße liefen den altbekannten Weg entlang, trugen mich in Richtung der Bushaltestellte. Sie machte mich mutiger, mit festen Schritten ging ich an einer Person vorbei, die ich nicht einmal wirklich war genommen hatte. Er war dunkel gekleidet und saß auf den Treppen des Hinterhofs, über den ich mich bewegte. Weder spürte ich, dass er mir wenig später folgte, noch konnte ich ihn hören.
Er war einfach da, als ich die dunkle Straße, wenige Meter erreicht hatte.
Mein Herz krampfte sich zusammen, als er mich plötzlich ansprach. Mit einer solchen Nähe einer anderen Person hatte ich plötzlich nicht gerechnet.
Ich hatte seine Worte nicht verstanden, zog die Stöpsel aus meinen Ohren und blickte zu den Augen des Mannes auf. Die Gasse war spärlich beleuchtet, aber die Augen waren so dunkel, dass ich sie kaum erkennen konnte. Das Pfefferspray ruhte sicher in meiner Handtasche, mit nur wenigen Griffen hätte ich es sofort bereit gehabt, aber dazu hatte ich keine Zeit.
Ein weiterer Stich durchfuhr meinen Körper, ein Lufthauch und dann registrierte ich die Wand in meinem Rücken. Spürte, dass er meine Hand gepackt hatte und mich gegen die Wand drückte. Die Angst kroch in mir empor, starrte wieder zu dem Mann, während ich versuchte, diese absurde Schnelligkeit der Abfolge der Geschehnisse zu verarbeiten. Er wirkte nicht entschlossen von dem, was er vor hatte. Der Blick gab mir die Hoffnung, dass er einfach seinen Griff löste und mit hastigen Schritten verschwand. Als würde er feststellen, dass hier ein Versehen vorlag. Aber dann änderte sich der Gesichtsausdruck, wurde entschlossener und seinem Gesicht kam meinem näher.
»Keine Sorge, du wirst dich nicht erinnern..«


Das tat Lorna tatsächlich nicht. All ihre Erinnerungen und ihr Wissen an jenen Tag weiß sie lediglich aus den Erzählungen von Caspian, den Mann von der Straße und ihr Erschaffer.
Als sie aufwachte, befand sie sich in einem Haus, dass sie nicht kannte. Sie befand sich in vollkommen fremder Umgebung und sie fühlte sich in einer Art verändert, die sie nicht zu sagen vermochte.
Der Mann fühlte sich in seiner Rolle (welch immer er spielte) nicht sonderlich wohl und zugleich war er über das Erwachen der Blonden erleichtert. Er hatte Lorna nicht wandeln wollen, aber ihm war keine andere Option geblieben. Der Durst war in der Gasse der Gier gewichen und er hatte sich mehr genommen, als der menschliche Körper aushalten konnte. Die Verwandlung des Mädchens in Seinesgleichen war nicht die Erste gewesen, ansonsten hätte er den kurzen Augenblick vermutlich nicht erkannt, in der er ihr noch einmal das Leben schenken konnte.
Die Erklärungen diesbezüglich gegenüber Lorna waren mehr als unangenehm gewesen.

»Du bist ein verrückter Perverser« Mit sicheren Schritten stapfte ich auf die Tür zu, hinter der ich das Treppenhaus oder aber gleich die Freiheit vermutete.
»Vampir..Natürlich.« Ein hohles Lachen drang aus meiner Kehle, während ich ihn trotzig anfunkelte. Caspian, wie sich der Penner  vorgestellt hatte, stand natürlich schon wieder vor mir und versperrte den Weg. »Wo willst du hin? «
»Nach draußen.« Ich schlüpfte unter seinen Armen hinweg und ergriff die Türklinke. »Das geht nicht, ich hab dir doch erklärt, dass Tageslicht..« Die zugeworfene Tür schnitt die Worte des Mannes ab und ich sprang behände die Treppenstufen hinunter.
Trostspendendes Tageslicht fiel durch das Milchglasfenster der Haustür. In der kleinen Wohnung des Mannes hatte es kein Tageslicht gegeben, er hatte alle Fensterläden geschlossen gehalten.
Kein Wunder, dass das warme Sonnenlicht meine Augen blendete. Ich stapfte bis zur Kreuzung, ehe ich mich gezwungen fühlte, umzukehren. Wut stieg in mir auf, während meine Haut brannte, als stände sie in Flammen.


Er nahm sie mit in das Dawnskape Bay, welches sie bis jetzt noch nie gesehen hatte, zeigte ihr den Blickwinkel aus der Sicht der Vampire. Er nahm sie mit in das Haus der Schatten, für das er jede Nacht durch die Straßen zog, bereit gegen den Kampf von denjenigen, die auf der roten Liste gelandet waren.
Den Großteil  ihrer Zeit verbrachte Lorna im Haus der Schatten, lernte ein Teil zu werden und begleitete Caspian mit zum Training, die meistens am Tag durchgeführt wurden.
Das Haus war zwar eine Zufluchtsstätte und sie fühlte sich dort auch sehr wohl, wusste aber auch zugleich, dass sie nicht ewig dort leben konnte. Es handelte sich nun einmal um eine Zufluchtsstätte, ein Treffpunkt, aber es war kein Asylantenheim für junge Vampire, die sich dort fest einnisten wollten.
In das Elternhaus konnte sie kaum zurück, wie ihr schmerzlich bewusst wurde. Eine eigene Wohnung wollte sie jedoch auch nicht beziehen. Bis jetzt war immer jemand um sie herum da gewesen, selbst auf ihren kleineren Reisen hatte ihr Bruder Elijah sie stets begleitet.
Eine Zeitlang lebte sie weiterhin bei Caspian, der davon wenig begeistert war. Etwa ein halbes Jahr ging es gut, dann zog sie es vor, mit einer Freundin eine Wohngemeinschaft zu eröffnen. Brooks war ebenfalls ein Mitglied vom Haus der Schatten und war ebenso aktiv tätig, wie es ihr Erschaffer war. Anders als Caspian kämpfte sie nicht Nacht für Nacht mit Waffen, sondern übte eine Arbeit aus, die ebenso wichtig war. Ihre Waffen waren die Informationen, die sie von überall her sammelte. Sie stand mit anderen Häusern in Kontakt, suchte ihn mit anderen Wesen und spielte sie schließlich den Wächtern  zu. Sie arbeitete als Hüterin.

Sechs weitere Jahre vergingen, ohne nennenswerten Charakter. Die  Reisen mit Elijah fanden ein rasches Ende, die spärlichen Besuche im Elternhaus konnten nur noch bei einbrechender Dunkelheit stattfinden. Im Winter stellte das kein Problem dar, aber sobald die Tage wieder länger wurden, bevorzugte Lorna ab da das Telefongespräch.
Sechs Jahre des Zurechtfindens und des Weiterlebens, nur sechs Jahre, die ein neues Jahrtausend brachten und schließlich einen Einschnitt in ihrem Leben.
Lorna war bereits damals, als sie bei ihm gelebt hatte, aufgefallen, dass Caspian oft auf die Jagd ging. Nicht nur, was die Jagd auf Irati anging, sondern auch auf Jagd nach frischem Blut. Zuerst hatte Lorna es auf das fortgeschrittene Alter geschoben, doch  spätestens am jenen sonnigen Sommermorgen hatte sie es nicht mehr leugnen können, dass es keine Anzeichen gegeben hatte.
Ihre Haut hatte sich wieder angefühlt, als  stände sie in Feuer, ihr Inneres hatte sich zusammen gezogen, um die Schmerzen auszuhalten.  Sie hatte derartiges noch nie gespürt gehabt, merkte aber schnell, dass es nicht ihre Schmerzen waren. 
Als das Gefühl nachließ, blieb nur noch Leere zurück. Ein Gefühl, dass sie desorientiert wirken ließ.
Caspian hatte sich der Sonne ausgesetzt, aus Angst zu dem zu werden, was er selbst gejagt hatte.
Er hatte sich schon seit dem letzten Jahr immer weiter zurückgezogen gehabt, Lorna hatte ihn kaum noch zu Gesicht bekommen. Trotzdem war es ein kleiner Schock, als sie es von den anderen Mitgliedern Caspians gewählten Freitod benachrichtigt wurde.
Vielleicht war Caspians Tod einer der Gründe, weshalb sie ein halbes Jahr selbst dazu entschied, ein aktives Mitglied zu werden und sich der Aufgabe widmete, ebenfalls als Informationsbeschafferin zu arbeiten und sich mit jungen Vampiren auseinander zu setzen, die von ihren Erschaffern ahnungslos ausgesetzt wurden.

   


And at the end?
Just a few more things.


Spielername
Melli

Avatarperson
Imogen Poots