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Geschichte

Legenden und Mythen


Viele Hexen, die nach ihren Ursprüngen forschen, stoßen auf die Vorstellung, dass es vor Jahrtausenden überhaupt keine Hexen gab. Der Überlieferung nach lebten damals nur gewöhnliche Sterbliche ohne magische Fähigkeiten. Die Namen der ersten Zauberkundigen sind längst verloren gegangen, denn niemand erinnert sich an jene, die den Anfang machten.
Legenden erzählen, dass einige Menschen Pakte mit Geistern eingingen – wohlwollenden wie verderbten. Während manche durch diese Bündnisse Zugang zu heilender oder schützender Magie erhielten, verfielen andere der Blutmagie, dunklen Flüchen und Ritualen, die schließlich Verderben über andere und sich selbst brachten. Über die Motive dieser Geister ist nichts bekannt, da es keine schriftlichen Zeugnisse gibt. Ob sie jemals existierten, bleibt ungewiss, denn bis heute hat keine Hexe den Schleier überwunden, der die Welt der Lebenden von der der Toten trennt.
Vor allem moderne Hexen versuchen, Magie rational zu erklären. Sie verweisen auf Evolution und Genetik: Vielleicht schlummert magisches Potenzial in jedem Menschen, wird jedoch nur selten erkannt oder genutzt. Möglicherweise fehlt es den meisten am Willen, an Energie oder am Glauben, die Realität beeinflussen zu können. Anders ließe sich kaum erklären, warum selbst Menschen ohne bekannte magische Ahnen Magie wirken können – sofern sich ihre Herkunft überhaupt weit genug zurückverfolgen lässt.

Inquisition


Die Inquisition in Europa


Während der ersten Inquisitionswelle im 13. Jahrhundert standen Hexen noch nicht im Fokus. Stattdessen verfolgte die Kirche Ketzer und Gotteslästerer mit dem Ziel, sie durch Reue wieder einzugliedern.
Erst zwischen 1431 und 1449 wurde auf dem Konzil von Basel der Hexenglaube neu definiert. Die Kirche erklärte plötzlich eine angebliche Hexensekte zur großen Bedrohung. Warum Hexen ins Zentrum rückten, ist unklar; Chronisten vermuten eine Mischung aus Aberglauben, religiösem Fanatismus und dämonischem Einfluss. Auch die Kunst griff das Thema auf und zeigte Hexen zunehmend als abschreckende Figuren.
Eine Schlüsselfigur dieser Zeit war Heinrich Kramer. Der Dominikanermönch wurde 1473 nach einer Beleidigung Kaiser Friedrichs III. inhaftiert. In der Gefangenschaft, so berichten Hexen, verfiel er einem Dämon – ein Umstand, der in menschlichen Chroniken unerwähnt bleibt. Nach seiner Entlassung verfasste Kramer den Malleus Maleficarum. Die Veröffentlichung 1486 lieferte detaillierte Anweisungen zur Hexenverfolgung und wurde nach päpstlicher Billigung zur Rechtfertigung grausamer Maßnahmen. Heute gilt das Werk als wirr, frauenfeindlich und historisch verfälscht.
Dennoch entfaltete der Hexenhammer enorme Wirkung. Kramer rühmte sich 1491, über 200 Hexen verurteilt zu haben – eine Zahl, die erschreckend nahe an der Wahrheit lag. Er ließ nicht nur gefährliche Hexen töten, sondern auch aufrechte Menschen, oft durch aufgestachelte Nachbarn. Der Dämon, den alte Quellen Terdiel nennen, verdarb so zahlreiche Seelen.
Die Inquisition traf auch andere übernatürliche Wesen. In Verbindung mit den Verlusten des Dreißigjährigen Krieges dezimierte sie die Bevölkerung Europas drastisch. Vampirhäuser, vor allem im Heiligen Römischen Reich, reagierten darauf mit der Gründung fester Strukturen und der Versklavung der Wandler – erneut angefacht durch dämonische Einflüsse.
Zwischen 1600 und 1680, auf dem Höhepunkt der Verfolgung, verließen einige wenige mutige Hexen ihre Verstecke, um das Morden zu beenden. In den folgenden Jahrzehnten unterstützten sie Kritiker der Inquisition und trugen dazu bei, dass sich Widerstand formierte.
Wie viele Opfer die Hexenverfolgung forderte, wusste damals niemand. Heute gehen Historiker von 40.000–60.000 Toten in Europa aus, rund 80 % davon Frauen. Was sie nicht wissen: Viele der Getöteten waren echte Hexen. Unermessliches Wissen ging verloren, ganze Linien wurden ausgelöscht. Daher gibt es nur noch sehr wenige Hexen, die älter als 500 Jahre sind.

Die Inquisition in den USA


Amerika blieb größtenteils von der Inquisition verschont, da es erst zu jener Zeit besiedelt wurde. Dennoch brachten fromme Siedler den Hexenglauben mit. Der bekannteste Fall ereignete sich 1692 in Salem, wo nachweislich 20 Menschen hingerichtet wurden.
Die indigenen Völker Amerikas hingegen fürchteten Hexerei nicht. In vielen ihrer Kulturen war sie ein anerkannter und geschätzter Bestandteil des Lebens. Bis heute wird sie in Reservaten praktiziert – wenn auch mit größerer Vorsicht.