Vampire benötigen regelmäßig Blut, um ihr untotes Leben zu führen. Ihr ganzes Wesen ist auf diese Eigenschaft ausgerichtet, und ein Entzug von Blut hat ernste Konsequenzen.
Um Fähigkeiten einsetzen zu können, muss der Vampir gesättigt genug sein, andernfalls kann er seine Kräfte nicht benutzen. Wird seine regelmäßige Blutzufuhr unterbrochen und fällt seine durch das Blut in ihm konzentrierte Lebensenergie stark ab, wird er reizbar und fahrig. Sein Durst tritt stark in den Vordergrund und es fällt ihm schwer, sich auf etwas anderes zu konzentrieren. Bereits kleinste Provokationen reichen aus, um ihn aggressiv werden zu lassen. Hält der Durst für mindestens eine Woche an, verliert der Vampir seine Selbstbeherrschung und wird jede Gelegenheit, zu trinken, wahrnehmen und erst aufhören, wenn er satt (und sein Opfer in der Regel tot) ist.
Auch zeigen sich nach spätestens sieben Tagen ohne Blutnachschub oder bei zu extensivem Gebrauch seiner Fähigkeiten Anzeichen seines wahren Zustandes. Zunächst wird der Vampir zunehmend blasser, seine Haut kälter, seine Augen wirken eingefallen und umgeben von dunklen Ringen. Je durstiger er wird, desto ausgezehrter und hagerer sieht er aus und ein faulig-süßlicher Geruch nach Tod breitet sich um ihn herum aus. Kann er in diesem Zustand seinen Blutdurst immer noch nicht stillen, fällt er in eine Starre und wird zu einer Art Mumie mit sehr spitzen Zähnen. In diesem Zustand nimmt er nichts mehr von seiner Umgebung war. Allerdings reicht ein einziger Tropfen Blut aus, um sie wieder (sehr hungrig und vom Blutdurst getrieben) zu erwecken.
Vampire können so Jahrzehnte oder sogar Jahrhunderte überdauern, was dazu führen kann, dass sie nach ihrem Aufwachen ein neues Stadium ihres Vampirseins erreicht haben, ohne die zugehörigen Fähigkeiten benutzen zu können, ehe sie sie erlernt und trainiert haben.
Unverträglichkeit von anderer Nahrung außer Blut
Vampire vertragen keine Nahrung abseits von Blut. Getränke verursachen leichte Übelkeit und müssen spätestens nach einigen Stunden erbrochen werden. Feste Nahrung verursacht starken Brechreiz und muss nach kurzer Zeit erbrochen werden.
Holzpflock durchs Herz
In manchen Sagen steckt ein Körnchen Wahrheit. Vampire können durch einen Pflock durch ihr Herz außer Gefecht gesetzt werden, sofern dieser Pflock aus Esche, Eiche oder Weißdorn besteht. Der Vampir bleibt dabei bei Bewusstsein, kann sich aber nicht bewegen. Hierdurch kann es zu den Effekten des Blutentzuges kommen.
Andere Holzarten haben keinen lähmenden Effekt und verursachen nur normale Wunden.
Natürliches Sonnenlicht
Vampire vertragen kein Sonnenlicht, es kann sie sogar töten. Ihre Haut wird sehr schnell rot und wirft Blasen, schließlich scheinen sie zu verbrennen und zerfallen letztendlich zu Staub, sollten sie sich nicht rechtzeitig in die schützende Dunkelheit zurückziehen.
Je nach Stadium hat das Sonnenlicht folgende Auswirkungen:
- Stadium I:
- Für Liberi ist es kein Problem, wenn ein einzelner Sonnenstrahl in einem ansonsten Dunklen Raum auftritt. Solange sie sich in den abgedunkelten Bereichen aufhalten, verursacht das gestreute Licht ihnen keinen Schaden. Auch können sie bei starker Bewölkung oder in der Dämmerung sich noch kurzzeitig (bis zu 10 Minuten) im Freien aufhalten. Danach erst setzen die Auswirkungen des Restlichts ein und sie fangen an, langsam Verbrennungsanzeichen zu zeigen. Nach spätestens 20 Minuten aber ist auch diffuses Licht im Freien für sie tödlich.
- Stadium II:
- In diesem Stadium sinkt die Toleranz für Licht, so dass nur noch maximal 5 Minuten bei schwachem und diffusem Licht für den Vampir aushaltbar sind. Nach 10 Minuten verbrennt er, wenn er sich nicht in schützende Dunkelheit retten kann.
- Stadium III:
- Schon ein einzelner Lichtstrahl kann bei einem Ahnen schmerzhafte Verbrennungen verursachen. Nach maximal 5 Minuten selbst bei schwachem Licht verbrennt der Vampir und zerfällt zu Staub.
- Stadium IV
- Nicht nur Sonnenlicht, sondern auch künstliches UV-Licht kann einen Methusalem verbrennen. Bereits nach 2 Minuten Lichteinwirkung ereilt einen Vampir in diesem Stadium so der Tod.
Strahlenabweisende Beschichtungen und dicke Stoffe verzögern das Unausweichliche nur jeweils um einige Minuten, können diese Schwäche allerdings nicht aufheben. Darüber hinaus sind UV-präparierte Fensterscheiben extrem kostspielig und schwer zu bekommen und können nur Liberi und Iuvenal schützen, Ahnen und Methusalems sind zu lichtempfindlich. Auch gibt es keine magischen Gegenstände, die diese Schwäche ausgleichen können.
Endgültiger Tod
Auch wenn Vampire untot und zeitlos sind, können sie sterben. Allerdings ist das nicht einfach zu erreichen. Es gibt folgende Möglichkeiten: Man muss seinen Kopf abtrennen, man muss sein Herz verbrennen, oder man muss ihn natürlichem Sonnenlicht aussetzen, bis diese ihn verbrennt.
Werwolfgift
Zwar können Vampire nicht in Werwölfe verwandelt werden, hat das Gift der Werwölfe auf sie eine Starke Wirkung. Während Vampire gegen alle anderen Gifte, Drogen und Krankheiten im Allgemeinen immun sind, verursachen Blut und Speichel von Werwölfen bei ihnen schwere Halluzinationen, Desorientiertheit und den Verlust des Zeitgefühls. Ein Vampir, der von einem Werwolf verletzt wurde, ist zwar immer noch in der Lage, seine Fähigkeiten einzusetzen, allerdings kann er zwischen Halluzination und Wirklichkeit nicht unterscheiden und handelt daher wie im Drogenrausch. Abhängig von der Menge des Werwolfgiftes kann dieser Zustand mehrere Stunden anhalten.
