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Inplay-Info » Spieljahr: 2012 » [ Zum Kalender ]
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Junior Member
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« Jurij hatte diesen Gast schon genug diskriminiert, da musste er ihm jetzt nicht auch noch den standardmäßigen Keks vorenthalten. »
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Who am I?
These are my roots.
Name & Spitzname
Jurij Ilijn
Früher: Jurij Markow
Alter & Geburtstag
Alter: 27 Jahre
Geburtstag: 01.10.1984
Herkunft
Herkunft: Nowosibirsk
Greencard: /
Aufenthaltsgenehmigung: /
Gefälschte Papiere: Noch nicht vorhanden (wird im Laufe des Ingamegeschehens erspielt)
Reiste als Katze im Frachtraum eines Passagierfliegers über den großen Teich
Bildung
Mittlere Allgemeinbildung (среднее общее образование)
Man erhält ein Zeugnis in Russland, nachdem man die einheitliche staatliche Prüfung erfolgreich abgelegt hat
Mittlere Berufsausbildung
Zum Programmierer
Beruf/Job
In Russland: Mitarbeiter einer Firma für Cybersicherheit
In Dawnskap Bay: (Noch) nichts
Familienstand
Single
Familie
Anastasia Markow: *24.05.1890-*07.09.2008 Jurijs Mutter, Rohrkatzenwandlerin
Grigorij Markow: *21.01.1960-*07 .09. 2008 Jurijs Vater, Mensch, wissend
Jurij pflegte ein grundsätzlich gutes Verhältnis zu seinen Eltern, sein Vater, eher der Kumpeltyp, machte wenig Vorschriften und überließ das Erziehen lieber seiner Frau. Anastasia war stets bemüht, Jurij zu späterem beruflichen Erfolg zu verhelfen, übte dabei aber wenig Druck und Strenge aus.
Galina Volkow: *09.06.1830-*18.03.1999 Jurijs Großmutter, europäische Wildkatzenwandlerin
Obwohl sie unter einem Dach lebten, hatte sich Jurij nie viel aus seiner Großmutter gemacht. Sie war meistens recht streng und mürrisch und hatte immer einen schnippischen Spruch über Jurijs Vater auf den Lippen gehabt.
Weitere Verwandtschaft mütterlicherseits in Norilsk weit im Norden Russlands, aufgrund der Entfernung kam es selten zu Familientreffen.
Jurijs Großeltern väterlicherseits reisten in den achtziger Jahren als deutschstämmige Rückkehrer nach Deutschland aus, Grigorij Markow - damals mitten in der Ausbildung wollte nachkommen, lernte dann aber Galina kennen und entschied sich zu bleiben. Zu diesem Zweig der Familie besteht nur sporadischer Kontakt.
Risk a glance?
There is more you can see.
Aussehen
Größe:1,84m
Haarfarbe: Hellbraun
Augenfarbe: Blau
Statur: Schlank, drahtig
Körperliche Besonderheiten: unzählige Tattoos an Armen und Rumpf. Von Blüten bis Totenköpfen, einer Schwalbe am Hals und einem winzigen Kreuz unterm Auge ist alles dabei.
Zwei kleine Tunnel in beiden Ohrläppchen und ein Nasenpiercing in Form eines Ringes.
Charakterliche Eigenschaften
Stärken&Schwächen
Stärken:
+ Pflichtbewusst
+ Loyal
+ Rücksichtsvoll
+ Bescheiden
+ Geduldig
+ Höflich
+ Akzeptiert Autoritäten
+ Technisch versiert
+ Anpassungsfähig
Schwächen
- Verschlossen
- Fehlendes Durchsetzungsvermögen
- Trennungsängste
- Einsam
- Das Gefühl nicht zu genügen
- Panikattacken
In Tiergestalt:
~ Frei von Angst
~ Opportunistisch
~ Manipulativ
~ Clever
~ Charmant
Vorlieben & Abneigungen:
Vorlieben:
+ Junkfood
+ Nikotin
+ Seine frühere Arbeit
+ Familie
+ Rituale
+ Sich in seiner Tiergestalt zu befinden (gibt ihm Sicherheit)
Abneigungen
- Aufdringliche Personen
- Undefinierbare Geräusche
- Das Gefühl verfolgt/ beobachtet zu werden
- Unbekannte Situationen
- Fremde, die sich in seinen Augen merkwürdig verhalten
- Sich in seiner Tiergestalt zu befinden (war er über Jahre hinweg und will eigentlich wieder als Mensch leben)
Besonderheiten:
~ Zwang (in Menschenform): Türen und Fenster müssen abge/ verschlossen sein, wenn er sich länger darin aufhält (z.B. zum Schlafen)
~ Spricht nicht 100% akzentfrei, ist nicht komplett vokabelsicher
~ Nussallergie
~ Laktoseintollerant
Stärken:
+ Pflichtbewusst
+ Loyal
+ Rücksichtsvoll
+ Bescheiden
+ Geduldig
+ Höflich
+ Akzeptiert Autoritäten
+ Technisch versiert
+ Anpassungsfähig
Schwächen
- Verschlossen
- Fehlendes Durchsetzungsvermögen
- Trennungsängste
- Einsam
- Das Gefühl nicht zu genügen
- Panikattacken
In Tiergestalt:
~ Frei von Angst
~ Opportunistisch
~ Manipulativ
~ Clever
~ Charmant
Vorlieben & Abneigungen:
Vorlieben:
+ Junkfood
+ Nikotin
+ Seine frühere Arbeit
+ Familie
+ Rituale
+ Sich in seiner Tiergestalt zu befinden (gibt ihm Sicherheit)
Abneigungen
- Aufdringliche Personen
- Undefinierbare Geräusche
- Das Gefühl verfolgt/ beobachtet zu werden
- Unbekannte Situationen
- Fremde, die sich in seinen Augen merkwürdig verhalten
- Sich in seiner Tiergestalt zu befinden (war er über Jahre hinweg und will eigentlich wieder als Mensch leben)
Besonderheiten:
~ Zwang (in Menschenform): Türen und Fenster müssen abge/ verschlossen sein, wenn er sich länger darin aufhält (z.B. zum Schlafen)
~ Spricht nicht 100% akzentfrei, ist nicht komplett vokabelsicher
~ Nussallergie
~ Laktoseintollerant
Gesinnung
Gut
You want more?
There is a world behind the shades.
Rasse
Gestaltwandler
Seelentier: Europäische Wildkatze
~ Sieht der gemeinen Hauskatze zum Verwechseln ähnlich.
~ Beige getigertes Fell, blasser als bei den meisten Hauskatzen
~ Etwa 5Kg schwer
~ Heller Kehlfleck
~ Schwarze Spitze am Schweif
~ Schwarzer Streifen auf dem Rücken
~ Etwa 90cm lang (Von Nase bis Schwanzspitze)
Fähigkeiten
Bonus menschliche Gestalt: deutlich verbesserter Geruchssinn
Bonus menschliche Gestalt: 50% stärker (also 1,5-fach), als es eine Person seiner Statur normalerweise wäre
Bonus Tiergestalt: dreimal stärker als ein echtes Tier derselben Art
Telepathie Stufe 2
Andere Fähigkeiten:
Hacker: Jurij kann sich spielend leicht Zugriff zu den meisten Standardnetzwerken verschaffen. Bei gut gesicherten Systemen braucht er etwas, doch auch das ist meist kein Problem.
Fremdsprachen: Jurijs Muttersprache ist russisch, er beherrscht sie besser als englisch.
Zugehörigkeit
Bisher keine
Aurenfarbe
Blau, Schwarz,
How's my life?
Life is the greatest adventure.
Was bisher geschah …
Childhood 1984-1998
“Meine Kindheit verlief ziemlich normal. Fast schon langweilig harmonisch wuchs ich zusammen mit meinen Eltern und meiner Großmutter in einem beschaulichen Einfamilienhaus am Rande Nowosibirsks auf. Mein Vater führte erfolgreich ein kleines Tattoostudio im Zentrum der Stadt. Schon früh begeisterte ich mich für die bunten Bilder auf Papas Haut, weswegen ich in jungen Jahren viel Zeit bei ihm im Studio verbrachte. Sehr zum Leidwesen meiner Mutter, die sich für mich immer eine akademische Laufbahn gewünscht hatte, in der ich mir um finanzielle Dinge keine Sorgen machen müsste.
Allerdings habe ich diese Laufbahn nie eingeschlagen und wenn mich meine Mutter heute sehen könnte, wäre sie sicher schwer enttäuscht von mir ...
Als ich an meinem 8ten Geburtstag meinen ersten Computer geschenkt bekam, nahm das Unheil seinen Lauf. Wie die meisten Jungen meines Alters faszinierten mich natürlich Computerspiele - ich kann mich noch an ein 2D Dschungelbuch-Spiel erinnern, bei dem man vier oder fünf Installationsdisketten(!!!) einlegen musste - sodass ich meine Computerzeit immer bis auf die letzte Sekunde ausgereizt hatte.
Mit zehn liebte ich die alte Kiste noch immer so sehr, dass ich fast täglich vorm Bildschirm saß.
Neben meiner immer noch großen Leidenschaft für Computerspiele jeglicher Art, begann ich mich mehr und mehr für ihre Entwicklung zu interessieren.
Ich trat einer Computer AG meiner Schule bei, in der ich mit gleichaltrigen, wie auch älteren Schülern unter Anleitung eines Lehrers viele Dinge, nicht nur übers Programmieren, sondern auch Hard-und Softwarekomponenten lernte. Alles in einem altersgerechten Rahmen natürlich.
Doch ich war kein Nerd, glaub ich. Ich war beliebt in der Schule und habe mich regelmäßig mit meinen Freunden getroffen.
Teenagertypisch begann ich mich im Alter von 14 Jahren für Mädchen und fürs Daten zu interessieren, der PC wurde zur Nebensache, ebenso wie lästige Pflichten zu Hause oder in der Schule, die AG eingeschlossen. Ich hing viel mit meinen Freunden ab, ging auf Partys und genoss jeden einzelnen Tag. Bald haftete mir ein Badboy- Image an, nicht nur wegen meiner Freiheitsliebe, sondern auch wegen der vielen Tattoos, die ich bereits in jungen Jahren hatte. Mein Vater war immer cool damit und hatte mir jedes von ihnen selbst gestochen. Meine Mutter war gegen jeden einzelnen tintengefüllten Nadelstich, doch sie konnte mir nur schwer etwas abschlagen. Also habe ich ihre Gutmütigkeit mehr als nur einmal ausgenutzt, heute tut mir das leid.
Shapeshifting and hacking skills 1998-2008
Irgendwann allerdings musste ich aufgrund einer länger andauernden ‘Krankheit’ über Monate hinweg zu Hause bleiben.
Ein Gestaltwandler zu sein hat viel Gutes - wenn man größtenteils mit Menschen aufwächst, voll pubertär -,und damit wenig kompromissbereit und sicherlich alles, aber nicht vernünftig ist, konnte es aber schon nerven. Ziemlich sehr sogar.
Dennoch war ich froh - auch damals schon, wenngleich die vielen genervten Blicke und zynischen Kommentare vielleicht etwas anderes vermuten ließen hatten - dass das alles kontrolliert abgelaufen war und ich nicht plötzlich das Klassenzimmer zum Zoo gemacht hatte. Wir hatten meine Verwandlung forciert, auch wenn wir nicht sicher waren, ob ich wirklich Wandler, oder Mensch sein würde, wurde ich sicherheitshalber erstmal ‘aus dem Verkehr’ gezogen. Aber keine Ahnung, ob die vielen Konzentrationsübungen wirklich der Grund dafür gewesen waren, dass ich mich eines Tages in unserem Wohnzimmer das erste Mal in die kleine Wildkatze verwandelt habe, die mich für den Rest meines Lebens begleiten würde.
Jedenfalls konnte ich dann erstmal nicht mehr unter Menschen, bis ich mich und meine Fähigkeiten soweit im Griff hatte, dass wir nicht aufflogen.
Ich begann wieder mehr am PC zu hängen, die Schule war mir immer noch lästig und meine Mutter, die tagsüber in der Metro arbeitete und nach ihrem Feierabend damit zu tun hatte meine kranke Oma zu pflegen, bat mich zwar immer wieder darum zu lernen und mich mehr mit der Schule auseinanderzusetzen, stieß dabei aber im Allgemeinen auf taube Ohren. Mein Vater? Ich glaube, dem war meine Einstellung ganz recht, ich denke, er hatte Hoffnung, dass ich sein Studio irgendwann übernehmen würde.
Anstatt mich also um Pflichten und Aufgaben zu kümmern, meine Fähigkeiten und Grenzen als Wandler zu lernen und mich um den schulischen Lernstoff zu kümmern, hing ich wieder größtenteils am PC.
Zuerst versuchte ich mich an ein paar aktuellen Computerspielen, aber die Kiste war so in die Jahre gekommen, dass das kaum noch möglich war. Also begann ich mich wieder mehr mit der IT-Geschichte auseinanderzusetzen, brachte mir das Programmieren selbst bei und entwickelte anhand meiner Interessen ein kleines textbasiertes Adventure Game, mit Mitte 16.
Da ging ich natürlich längst wieder zur Schule, auch wenn ich das mit der Kontrolle noch immer nicht perfekt drauf hatte.
Dies war jedoch einer der Gründe, warum ich mich nicht mehr ganz so ausgelassen umher trieb und versuchte, Situationen, die mich aufregten, zu vermeiden. Ich kümmerte mich wieder ein wenig mehr um meine Schule, ich glaube in erster Linie aus moralischen Gründen und nicht weil mir Grammatikregeln und Funktionsgleichungen gefehlt hatten. Aber als sich meine Großmutter 19999 auf ihrem Sterbebett von mir gewünscht hatte, dass ich etwas aus mir und meinem Leben machen solle, wollte ich es zumindest versuchen …
Allerdings tat ich trotzdem nur das Nötigste und beschäftigte mich ansonsten weiterhin mit dem Programmieren -und seit einiger Zeit insbesondere mit dem Hacken.
Mit 17 qualifizierte ich mich schließlich für mein erstes CTF* - Event. Mein Team belegte dabei den dritten Platz. In den folgenden Jahren nahm ich immer wieder daran teil, bis es irgendwann keine Frage mehr war ob, sondern nur wie schnell wir -oder ich den Sieg holten.
Ich hatte mehr Glück als Verstand, als eine Firma für Cybersicherheit bei einem dieser Events auf mich aufmerksam wurde und mir eine Stelle anbot.
Ich beendete also 2004 meine schulische Ausbildung zum Programmierer, die ich nach Abschluss der zehnten Klasse begonnen hatte (anders als die meisten Jungen meines Alters wurde ich aufgrund meiner Allergie und Unverträglichkeit vom Wehrdienst befreit und hatte direkt mit einer Ausbildung beginnen können) und nahm das Jobangebot an.
Journey into a new life 2008-2012
2008 war es dann soweit - ich zog in meine erste eigene Wohnung.
Eine kleine Einweihungsparty mit meiner alten Clique durfte natürlich nicht fehlen. Wir feierten bis spät in die Nacht hinein, bis in den frühen Morgenstunden die lauten Bässe schläfriger Gelassenheit gewichen waren. Eher durch Zufall kamen wir auf meinen Job zu sprechen. Ich würde heute gern dem Alkohol die Schuld an dem geben, was als nächstes geschehen war, doch die Wahrheit ist, dass ich früher einfach nur unglaublich dumm gewesen bin. Ein arroganter, selbstverliebter Trottel, der von sich selbst viel zu sehr überzeugt gewesen war.
Nur so hatte es passieren können, dass ich in dieser Samstagnacht auf die Idee gekommen war, einen der reichsten und einflussreichsten Männer Nowosibirsks zu hacken, nur um Ansehen und Bewunderung meiner Freunde zu ernten.
Ich hätte mir allerdings nie träumen lassen, auf was ich da in seinen privaten Daten stoßen würde …
Vor meinen Freunden tat ich so, als wäre ich nicht in der Lage, in das fremde System zu gelangen, halbherziger Spott und Hohn waren die Folge.
Vielleicht war es mein innerer Instinkt, doch irgendwas hatte mich davon abgehalten, ihnen zu zeigen, dass Alexej Petrow, wohlhabender Öl- und Gasoligarch Kinderpornografie auf seinem Computer gespeichert hatte.
Nach einer Mütze Schlaf und zentnerweise Schmerztabletten hackte ich mich wieder in sein System. Ich hatte den Entschluss gefasst, zur Anzeige zu bringen, was ich Stunden zuvor gesehen hatte. Auch wenn es bedeuten würde, dass ich mich selbst belastete, wenn ich zugab, mich in einen fremden Computer gehackt zu haben. Es würde sicher mildernde Umstände geben, denn schließlich tat ich ja das Richtige.
Nie hätte ich mir träumen lassen, was als nächstes geschehen würde …
Nachdem ich das Polizeigebäude am späten Nachmittag wieder verlassen hatte, machte ich mich auf den Weg zu meinen Eltern. Ich aß fast jeden Sonntag bei ihnen zu Abend, so auch an diesem Tag.
Ich befand mich gerade auf dem Balkon und rauchte den letzten Rest meiner Zigarette, als es an der Wohnungstür klopfte.
Zuerst bemerkte ich nichts von dem Tumult, der sich drinnen abspielte.
Als ich erkannte, dass etwas nicht stimmte, war es schon zu spät.
Ich konnte gerade noch sehen, wie mein Vater und meine Mutter von drei breit gebauten Männern erschossen wurden - ein Anblick, den ich vermutlich mein ganzes Leben nicht mehr vergessen werde - ehe sie begannen, durch die Wohnung zu laufen. Als einer von ihnen auf den Balkon zuhielt, dessen Fensterfront zu Teilen von einem Vorhang verdeckt wurde, verwandelte ich mich und sprang von der Brüstung, der im Erdgeschoss gelegenen Wohnung. Ich rannte so schnell und so weit ich konnte und versteckte mich schließlich im Keller eines baufälligen, alten Gebäudes.
Drei Tage lang blieb ich dort.
Viele Wochen vergingen, in denen ich mich kein einziges Mal aus meiner Tiergestalt gewagt habe. Ich lebte in ständiger Angst vor den Männern, die meine Eltern ermordet hatten.
Als Mitte Oktober** der erste Schnee über die Stadt hereinbrach, erfuhr ich durch Zufall über eine auf einer Parkbank vergessenen Zeitung, dass nach mir, Jurij Markow, gefahndet wurde, weil ich unter Verdacht stand, meine Eltern am 07.09. 2008 ermordet zu haben.
Die Nachricht schockte mich. Ich war in ein tiefes Loch gefallen und höchstwahrscheinlich wäre ich da nicht mehr rausgekommen, hätte es da nicht dieses ältere Ehepaar gegeben, das sich meiner angenommen hatte. Oleg und Irina waren derart warmherzig, großzügig und verständnisvoll einer vermeintlich streunenden Katze gegenüber gewesen, dass ich gar keine andere Chance gehabt hatte, als mich ihnen anzunähern. Ich wurde ihr Haustier und empfand das erste Mal seit sehr langer Zeit Geborgenheit und ein bisschen Frieden.
Im Juni 2009 entschieden sie, nach Amerika auszuwandern. Ihre Kinder und Enkel lebten schon dort und sie wollten öfter bei ihnen sein,-mich nahmen sie mit.
Ich vermisse meine Heimat zwar, aber ich denke dennoch, dass dieser Umzug auch für mich das Richtige war. In Russland könnte ich nie wieder ohne Angst ein menschliches Leben führen. Selbst unter falschem Namen bestünde immer die Möglichkeit, dass mich jemand erkannte und meldete.
Die guten Vorsätze, die ich noch vor unserer Abreise für das fremde Land getroffen hatte, verschwammen allerdings mit der Zeit. Ich hatte mir vorgenommen, mir ein neues Leben aufzubauen. Wieder auf eigenen Beinen zu stehen, unter einer Regierung, die mich nicht verfolgte und - vor allem anderen - die nicht an Russland auslieferte.
Allerdings fand ich immer neue Gründe, warum ich das Haus meiner beiden Retter nicht endlich verließ und wieder begann, Verantwortung für mich und mein Leben zu übernehmen. Am Anfang hinderte mich noch die Gewissheit, illegal nach Amerika gereist zu sein an einem eigenständigen Leben. Irgendwann reichte aber schon eine simple Erkältung, die sich Oleg eingefangen hatte, die beiden nicht zu verlassen. Ich hatte mich zu sehr an meine Rolle als unbekümmertes Haustier gewöhnt, dass sich keine Sorgen um die Zukunft machte, oder um Vergangenes …
Schlussendlich kam es aber, wie es kommen musste. Die beiden waren schon vor unserer Abreise aus Russland weit über die 70 gewesen. Im Juli 2010 verstarb Oleg nach einem Herzinfarkt und 2 Jahre später wurde Irina von den Sanitätern in einem Krankenwagen abtransportiert, nachdem sie in der Küche zusammengebrochen war. Ich hatte den Notknopf gedrückt, den die beiden sich kurz nach ihrem Umzug von ihrem Sohn hatten aufschwatzen lassen. Vielleicht hatte er Irina wirklich das Leben gerettet …
Was dann aus mir wurde? Einer der Nachbarn, ein netter Kerl, der immer ein paar freundliche Worte und manchmal etwas zu Essen für mich übrig gehabt hatte, erklärte sich bereit, mich zu betreuen, bis Irina wieder zurück war.
Was beinahe wie ein Happy End klingt, ist für mich aber erst der Anfang, denn dieser Vorfall hat mir leider schmerzlich gezeigt, dass ich mich nicht ewig auf andere verlassen kann. Irina wird irgendwann sterben, spätestens in ein paar Jahren.
Mir wurde klar, dass ich die letzten 4 Jahre auf der Stelle getreten war. Ich hatte mich vor meinen Gefühlen versteckt und davor mit mir selbst zurechtzukommen. Und mir war klar geworden, dass ich das nicht mehr wollte.
Für den Anfang zog ich in Davids Haus, in dem er zusammen mit seinem Freund Ty lebte - nachdem ihre Versuche, mich in ein Gartenhaus zu quartieren, fehlgeschlagen waren …
Es ist jetzt Anfang Mai, seit etwa zwei Wochen wohne ich nun schon bei David und Ty und habe begonnen, erste Schritte in Richtung Eigenständigkeit zu gehen. Auch wenn es alles andere als leicht für mich ist und ich immer wieder an Grenzen gerate, von deren Existenz ich nicht wusste.”
*CTF - Capture the Flag: Capture the Flag Events sind Wettbewerbe, bei denen Teams gegeneinander antreten, um digitale Flaggen zu finden. Die Wettbewerbe finden in der Regel online statt und dauern mehrere Stunden oder sogar Tage
**In Nowosibirsk beginnt es normalerweise im Oktober zu schneien. Im November ist der Schneefall dann meistens regelmäßiger und bleibt bis zum Frühjahr liegen, wobei die stärksten Schneefälle typischerweise in den Wintermonaten Dezember bis Februar auftreten.
And at the end?
Just a few more things.
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Ash Stymest
Zweitcharakter(e)
Louie Pierce, Chansol Baek
Gesuch?/Erwähnte Charaktere
David Tyree
Ty Jacobs

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