Rachel Evans
Rasja
InGame-Posts: 139
Registriert seit: 03.01.2026
Letzter Besuch: Vor 13 Minuten
Status:
Online (Liest das Thema The Trout - Fly Shop @ 03:11)
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| Avatarperson: |
Emma Roberts |
| Wesen: |
Gestaltwandlerin - Ozelot | Telepathie - Stufe 1 |
| Wohnort: |
Ambalee |
| Status: |
verliebt in Michael McGregor |
| Aussehen: |
Größe: 157 cm |
Augenfarbe: braun |
Haarfarbe: blond |
Statur: sportlich, schmal, kleine feste Brüste |
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« Doch der Wandler war schon aufgestanden, sich verbeugend wie ein Gentleman aus einer anderen Zeit, und trat zur Wand, um sich mit der Musikanlage zu beschäftigen. Rachel wandte sich ihm zu, verschränkte die Arme, die Mundwinkel tanzten. Was zur Hölle tat er da? "Du hast keinen Schimmer, wie das Ding funktioniert, oder?", flüsterte sie leise vor sich hin und beobachtete mit wachsender Belustigung, wie er sich durch Menüs und Optionen wurschtelte, als versuche er ein Raumschiff zu starten. »
» [Mensch] When Fear wears the Face of Love
Eine Mutter, deren Liebe nicht verschwand, sondern sich in Angst verwandelte.
» [Wandler] A Stranger by Name, a Father by Blood
Ein Vater, der nicht bleiben durfte
Who am I?
These are my roots.
Name & Deckname
Name: Rachel Evans
Decknamen:
- Rachel Boyd
- Winnifred Mildred Roskowski - "Den Namen hat Michael mir als 'perfekten Decknamen' verkauft und sogar eine ID-Card besorgt, auf der dieser drauf steht."
Spitznamen:
- Frettchen – “So hat mich meine Mutter genannt, bis ich etwa Zehn war.“
- Rascal – “Aber so dürfen mich nur meine engsten Freunde nennen!“
- Rasja - "So nennt Michael mich gelegentlich."
Alter & Geburtstag
offiziell: 17 Jahre // 26.01.1995
Rachel Boyd: 22 Jahre // 08.06.1990 // Erie, PA
Winnifred Mildred Roskowski: 22 Jahre // 15.10.1989 // Portland, ME
Herkunft
Geboren und aufgewachsen in New York, Brooklyn (Fort Greene).
Bildung
2001 – 2011 Besuch der Highschool (Abgang nach 10 Jahren ohne Abschluss)
Beruf/Job
"Da ich aufgrund meines nicht ganz freiwilligen Umzugs nach Dawnskap Bay noch keinen Schulabschluss habe, will ich dort die Highschool fortsetzen.“
"Ich hoffe darauf demnächst im Angelfachgeschäft von Constantin Reynolds arbeiten zu können."
Familienstand
verliebt in Michael McGregor
Familie
Mutter: Vivian Evans | geb. Craven | geboren 17.05.1956 | Mensch, wissend bezüglich Wandlern
Vivian hatte es nicht leicht mit den Männern. Sie war 20 Jahre (1976) jung, als sie ihren ersten Mann Robert heiratete, dem sie zwei Söhne schenkte. Doch nur zehn Jahre später verließ er sie für eine Zwanzigjährige. Drei Jahre (1989) danach lernte Vivian ihren zweiten Mann, Lance, kennen. Sie verliebten sich Hals über Kopf und ließen daher nicht viel Zeit verstreichen, sondern heirateten bereits sechs Monate später. Wie in ihrer ersten Ehe blieb auch die zweite die ersten Jahre kinderlos. Weder Vivian noch Lance hatten etwas dagegen, denn durch die beiden Jungs aus ihrer ersten Ehe gab es bereits Kinder im Haus. Außerdem trug Lance ein Geheimnis mit sich, welches er seiner Frau im September 1994 offenlegte, weil er der Ansicht war, dass ihre Liebe und Vertrauen zueinander groß genug waren. Allerdings konnte er nicht wissen, dass Vivian in ihrer Kindheit eine traumatische Erfahrung mit einem Wandler gemacht hatte, denn sie sprach nicht darüber. Doch nachdem Lance ihr erzählt hatte, dass er ein Wandler war, bekam sie es mit der Angst zu tun und verjagte ihren Mann. Sie ertrug es nicht mehr ihn in ihrer Nähe oder gar in der Nähe ihrer Söhne zu haben. Um aber ihren Kindern keine Angst zu machen, erzählte sie ihnen, dass Lance sie verlassen habe. Über Wandler erzählte sie ihnen kein Wort.
Zwei Wochen später erfuhr sie von ihrem Frauenarzt, dass sie schwanger wäre. Die Schwangerschaft war bereits so weit vorangeschritten, dass an einen Abbruch nicht mehr zu denken war. Zumal Vivian dieser Gedanke ohnehin nicht gekommen wäre, auch wenn sie immer im Hinterkopf hatte, dass dieses Kind die Gene ihres Vaters in sich tragen könnte. Dennoch liebte sie dieses Kind – eine Tochter, wie sie bei einem der nachfolgenden Arzttermine erfuhr – ebenso, wie sie ihre Söhne liebte.
Nach Rachels Geburt, überschüttete Vivian sie geradezu mit ihrer Liebe. Ihre Söhne waren inzwischen in einem Alter, in dem sie es nicht mehr so gernhatten, wenn ihre Mutter sie liebkoste. Vor allem in der Öffentlichkeit. Nichtsdestotrotz liebte sie all ihre Kinder gleichermaßen. Dennoch blieb sie wachsam, denn Rachel könnte eine Wandlerin sein. Mit ein Grund, warum keine ihrer Beziehungen länger als zwei Jahre hielt. Sie wollte kein Risiko eingehen. Hinzu kamen die Enttäuschungen, die sie durch ihre Ehemänner hatte erfahren müssen. Sie wollte keineswegs, dass ihr das nochmal passierte. Deshalb genoss sie ihre Liebschaften, solang sie Gefallen daran fand, und beendete sie, wenn sie diesen verloren hatte. Sie begann aber überhaupt erst wieder mit Männern auszugehen, nachdem Rachel anfing zur Schule zu gehen. Sie unterstützte ihre Tochter in allem, was diese sich vornahm. Als sie danach fragte, ob sie zum Kickboxen gehen könnte, besorgte Vivian sich extra einen Zweitjob, um Rachel diesen Traum zu erfüllen. Dadurch verlor sie ihre Tochter jedoch leider ein wenig aus den Augen. Ihre Söhne waren beide bereits für ihr jeweiliges Studium in Boston, für die sie sich Stipendien erarbeitet hatten. Vivian war mächtig stolz auf sie, hatte dadurch aber keinen mehr, der auch mal auf Rachel achten konnte. Demzufolge bekam sie erst durch Rachels Zusammenbruch mit, dass sie unter Bulimie litt. Sie half ihr, so gut es ihr möglich war, dieses ungesunde Essverhalten wieder in den Griff zu bekommen.
Die nächsten Jahre verstrichen ereignislos. Dachte Vivian jedenfalls. Bis sie einen Anruf vom Vater einer Freundin von Rachel bekam. Sie machte sich gleich auf den Weg ihre inzwischen fünfzehnjährige Tochter abzuholen, die es sich erlaubt hatte mit ihren Freunden einen über den Durst zu trinken. Zum ersten Mal kam es zu einer sehr gefühlsgeladenen Auseinandersetzung zwischen ihnen, wodurch sich der 14. Oktober 2010 für immer in ihr Gedächtnis einbrannte und gewiss auch in das ihrer Tochter, denn an diesem Tag hatte das Schicksal zugeschlagen. War Vivian bis dahin äußerst hoffnungsvoll, dass ihre Tochter die Wandlergene ihres Vaters nicht in sich trug, zerplatzte diese Hoffnung im Bruchteil einer Sekunde. Rachel hatte sich zum ersten Mal gewandelt.
Vater: Lance Evans | geboren 1945 | Katzenwandler | Verbleib unbekannt
“Als ich noch klein war, hat meine Mutter mir nicht viel über meinen Vater erzählt. Selbst wenn ich sie fragte und sie eindringlich darum bat, sagte sie immer nur, dass es nichts zu erzählen gebe, denn er habe sie verlassen. Das machte mich schon ein wenig traurig, denn ich hätte gerne mehr über ihn erfahren. Tja und dann kam es am 14.10.2010 zu meiner ersten Wandlung und nur drei Tage danach, erfuhr ich von meiner Mutter nicht nur wer er war, sondern auch was er war. Ich weiß bis heute nicht, ob ich diese Informationen für gut befinden oder lieber wieder aus meinem Kopf löschen soll, denn den Ausdruck meiner Mutter, das ängstliche Funkeln in ihren Augen, das ich darin erkennen konnte, während sie mir alles erzählte, werde ich einfach nicht mehr los.“
Großeltern mütterlicherseits:
Damian Craven | geboren 1886 | gestorben 1970 | Vater von Vivian & Ethan | Mensch, wissend bezüglich Wandlern
Prudence Craven | geb. Sullivan | geboren 1911 | gestorben 1975 | Mutter von Vivian | Mensch, wissend bezüglich Wandlern
Es war im Sommer 1963. Am 17. Juli, um genau zu sein. Damian wollte mit seiner Frau den Abend gemütlich ausklingen lassen, als jemand unerwartet an die Tür hämmerte. Laut! Viel zu laut, bedachte man, dass die siebenjährige Vivian in ihrem Bett lag und schlief. Daher öffnete Damian, so schnell es in seinem hohen Alter möglich war, die Tür und ein Mann kam hereingestolpert. Volltrunken, wie er war, kam es zwischen ihm und Damian zu einem Wortgefecht, welches das kleine Mädchen weckte. Neugierig, wie sie war, schlich sie sich an die Brüstung der Treppe und linste zwischen den Stäben hindurch ins Wohnzimmer, in dem sie ihre Eltern sowie den fremden Mann sehen konnte. Ihr Vater stritt sich noch immer mit ihm und der große Mann sagte mehrmals Dinge, die Vivian nicht richtig verstand. Nicht nur, weil er lallte, sondern auch, weil ihr Vater kein Wort über einen erwachsenen Sohn verloren hatte. Doch dieser Mann behauptete Damians Sohn zu sein. Der Streit geriet außer Kontrolle, obwohl Prudence mehrmals einzulenken versuchte. Letztendlich saß Vivian starr vor Schreck auf der Treppe, denn mit einem Mal war der große Mann verschwunden und dafür war an dessen Stelle eine Raubkatze erschienen. Das Tier war im Grunde schön anzusehen, doch was dann geschehen sollte, löste Vivians Starre und ließ sie aufschreien. Die Raubkatze hatte ihre Mutter angefallen. Doch aufgrund ihres Schreis wandte der große Kater sich zu ihr herum, weshalb das Mädchen panische Angst bekam.
So schnell sie ihre kleinen Füße trugen rannte sie in ihr Zimmer und versteckte sich unter ihrem Bett. Wieviel Zeit vergangen sein mochte, ob es nur Minuten waren oder vielleicht Stunden, würde die heutige Vivian nicht mehr sagen können, aber als sie hörte, wie jemand ihr Zimmer betrat, rutschte sie unter ihrem Bett so weit nach hinten und damit so nah an die Wand heran, wie es ihr möglich war. Sie zitterte am ganzen Leib. Geistesgegenwärtig hielt sie sich den Mund zu. Dennoch war ein leises Wimmern von ihr zu hören. Es ließ auch nicht nach, als Damian ihren Namen aussprach. Ganz ruhig, weil er ahnte, wie groß die Angst seiner Tochter war. Es vergingen einige Minuten, ehe Vivian sich unter ihrem Bett hervorwagte und ihrem Vater weinend in die Arme fiel. Damian gelang es nur mit großer Mühe sein Kind zu beruhigen. Erst als Prudence dazu kam und Vivian sehen konnte, dass es ihrer Mutter gut ging (sie hatte nur ein paar kleinere Kratzer am Arm abbekommen), kam sie langsam wieder zur Ruhe. Aber das galt nur für diesen Moment. Wochenlang plagten sie Albträume wegen diesem Ereignis, wodurch Damian sich dazu veranlasst fühlte, seine Tochter über Wandler aufzuklären. Allerdings machte er es damit nicht gerade besser, vertrat er doch nach wie vor die gleiche Meinung über diese Wesen, wie viele Jahre zuvor und da Vivian noch sehr jung war, war es nicht schwer sie dahingehend zu beeinflussen, was sie über diese Wesen zu denken hatte.
Sieben Jahre später war Damian schwer erkrankt und es war nur noch eine Frage der Zeit, bis er das Zeitliche segnen würde. Vielleicht war er auf seine alten Tage doch noch sentimental geworden oder er wollte seinen Frieden mit Gott schließen. Jedenfalls war es so, dass er sich „eine ihn erdrückende Last“, wie er es Vivian gegenüber bezeichnete, von der Seele reden wollte. Demzufolge erzählte er ihr nochmals von Ethan. Er berichtete ihr von seiner kurzen Beziehung mit einer Brasilianerin, aus der tatsächlich sein Sohn hervorgegangen war. Sie erfuhr, wie er plötzlich für besagten Sohn sorgen und dessen erste Wandlung miterleben musste. Abermals betonte er, dass diese Menschen oder Wesen nichts anderes, als Monster wären. Unberechenbar, wenn man es nicht schaffte sie unter Kontrolle zu halten. Mehrmals nacheinander forderte er seine Tochter daher auf, dass sie das immer im Hinterkopf behalten sollte, weil es sonst vielleicht mal böse für sie enden könnte. Vivian nahm sich die Worte ihres Vaters sehr zu Herzen und versprach ihm, diese niemals zu vergessen.
“Meine Großeltern sind gestorben, bevor ich geboren wurde. Meine Mutter hat mich jedoch immer wieder wissen lassen, wie sehr sie ihre Eltern für ihren Zusammenhalt bewunderte, obwohl ihr Altersunterschied nicht gering war.“
Brüder:
Damian Baker | geboren 1980 | Assistenzarzt | lebt in Boston | Mensch, unwissend
Theodor Baker | geboren 1982 | Anwalt | lebt in Boston | Mensch, unwissend
"Tja, was soll ich über meine Brüder erzählen? Dass uns etliche Jahre trennen, ist unschwer zu erkennen. Damian ging für sein Studium nach Boston, da war ich erst 3 Jahre. Theodor folgte ihm sechs Jahre später. Er ging erst hier auf die New York University, um seinen Bachelor-Abschluss zu machen. Danach wechselte er auf die Boston College Law School. Er wollte Damian wieder nah sein.
Meine Mutter erzählt mir immer, wie hart sie dafür gearbeitet haben, ihre Stipendien zu erhalten, damit sie überhaupt studieren gehen können. Sollte wohl eine Anspielung darauf sein, dass ich mich nicht stundenlang mit irgendeinem Lehrstoff herumgeplagt habe. Jedenfalls kann ich eigentlich nichts Großartiges über meine Brüder erzählen. Wenn wir uns sehen, dann ist unser Verhältnis zueinander eher distanziert. Von meiner ersten Wandlung haben sie nichts mitbekommen und unsere Mutter hat es ihnen nicht erzählt.“
Onkel mütterlicherseits:
Ethan Craven | geboren 1911 | Gestaltwandler – Nebelparder
“Bis zum 4. Mai 2012 hatte ich keine Ahnung davon, dass meine Mutter einen Halbbruder hat, denn sie hatte ihn bis zu diesem Tag kein einziges Mal erwähnt. Doch nun, da sie der Ansicht ist, dass ich bei ihm besser aufgehoben wäre als bei ihr, hat sie mir von ihm erzählt. Nicht besonders viel, da sie ihn selbst nicht kennt, aber sie erläuterte mir, dass er auch so ein Wandlerwesen wäre und dass sie mich deswegen schnellstmöglich zu ihm bringen wolle. Ich sehe das ganz und gar nicht so, dass ich bei ihm besser aufgehoben wäre. Ich meine, ich kenne ihn doch gar nicht und nachdem meiner Mutter auch noch herausgerutscht ist, dass er ihre Mutter verletzt hat, will ich ihn auch gar nicht kennenlernen. Nachher verletzt er mich auch noch. Aber sie behauptet steif und fest, dass sie es aus Liebe für mich tun würde. Nur kann ich nicht nachvollziehen, was für eine Art von Liebe, das sein soll. Ich möchte bei ihr bleiben, doch sie lässt mich nicht mehr an sich ran. Ich kann sehen, wie ihre Angst vor mir von Tag zu Tag wächst und das schmerzt sehr.“
Risk a glance?
There is more you can see.
Aussehen
Größe: 157 cm
Haarfarbe: blond
Augenfarbe: braun
Statur: sportlich, schmal, kleine feste Brüste
Gewicht:- 11.05.2012 = 52 kg (der Grenze zum Untergewicht nahe)
- 12.06.2012 = 54 kg (auf dem Weg zum Normalgewicht)
Körperliche Besonderheiten: Bauchnabelpiercing
Charakterliche Eigenschaften
"Ich kann euch nicht sagen, was meine Mutter über mich erzählen würde, wenn ihr sie nach mir fragen würdet. Ich kann nur sagen, dass ich mich für eine gewöhnliche Teenagerin halte. Ich teste meine Grenzen gerne aus und ich stehe auch ebenso gerne im Mittelpunkt. Aber hey! Mal ehrlich? Wer tut das nicht gerne? Ich will schlichtweg nur Spaß haben und bin dahingehend eben offen für alles. Dass ich eine Lügnerin wäre, kann man mir definitiv nicht nachsagen. Ich bin unverblümt ehrlich und direkt. Dass das nicht jedem gefällt ist mir klar, aber damit müssen diejenigen dann klar kommen. Ich mag diese Heuchelei nicht, die einem irgendetwas vorgaukeln soll.
Ich stecke noch voll in der Entwicklung. Würde ich etwas anderes behaupten, wäre das gelogen und wie ihr bereits wisst, lüge ich nicht. Meine Launen schwanken oftmals hin und her. In einem Moment kann ich gut gelaunt sein, im anderen bin ich plötzlich motzig oder zickig oder was gerade über mich kommt. Manchmal kann ich auch ziemlich dickköpfig sein. Ich mache das nicht mit Absicht. Das passiert einfach, wenn ich das Gefühl habe, dass man mich nicht richtig versteht. Für gewöhnlich stecke ich aber voller Energie, bin gerne aktiv, gehe gerne Joggen oder Schwimmen und powere mich regelmäßig beim Kickboxen aus. Alles in allem finde ich, dass ich ein guter Mensch bin. Nicht sehr ordentlich, aber ohne mein Chaos bin ich einfach nicht ich selbst. Und wer mich zur Freundin hat, kann sich absolut auf mich verlassen.
Zu guter Letzt muss ich wohl noch erwähnen, dass ich dazu neige über die Stränge zu schlagen. Ich veranstalte gerne meine ganz eigenen privaten Partys und da fließt auch mal mehr in mich, als es dürfte. Jetzt fragt ihr euch sicher, wie ich da ran komme, da ich noch keine 21 bin. Nun, unsere sogenannten Eltern können ihre Augen auch nicht überall haben und wenn es bei ihnen gar nichts zu holen gibt, gibt es immer noch den Fünf-Finger-Rabatt oder man fragt jemanden im richtigen Alter, ob er einem etwas besorgen würde. Es ist erstaunlich, wie gut das klappt. Vor allem, wenn man in New York lebt. Wobei ich wohl an dieser Stelle „gelebt habe“ sagen muss, denn diese Zeit soll nun ja vorbei sein.“
Stärken & Schwächen:
Stärken:
- selbstbewusst
- ehrlich, direkt, offen
- unabhängig
- energiegeladen
- scharfsinnig
- aufgeschlossen, wenn ihr Dickkopf ihr dabei nicht im Weg ist
- treu & loyal den Menschen gegenüber, die ihr wichtig sind
Schwächen:
- dickköpfig, trotzig
- planlos (hat kein Ziel vor Augen, lässt alles auf sich zukommen)
- steht gerne im Mittelpunkt
- zickig
- launenhaft
- chaotisch
- ausschweifend
Vorlieben & Abneigungen:
Vorlieben:
- Ehrlichkeit
- Kickboxen, Joggen & Schwimmen
- Sommer
- Musik
- Partys
- ausschlafen
Abneigungen:
- Heuchelei
- Übergewicht
- Kälte & Winter
- früh aufstehen müssen
- enge, aber vor allem abgeschlossene Räume
- Dunkelheit
Besonderheiten:
“Eine tolle Besonderheit ist es eher nicht, wenn sich in einem der Gedanke manifestiert, dass man nicht dem Idealbild einer „Frau“ entspricht, sondern zu dick ist. Objektives und rationales Denken? Fehlanzeige! Ich war zu jung, um zu verstehen, was ich meinem Körper antat, als ich anfing immer mehr Sport zu treiben, kaum noch etwas zu essen und mich am Ende sogar zu übergeben, um nach Möglichkeit das Gewicht zu erreichen, von dem ich dachte, dass es das richtige, eben das ideale wäre, um als schön angesehen zu werden. Es hat eine Zeit lang gedauert, aber natürlich kam mein krankhaftes Essverhalten irgendwann ans Licht. Ich wurde zur Therapie geschickt, musste lernen wieder richtig zu essen und ein bestimmtes Gewicht zu erreichen, um nicht mehr untergewichtig zu sein. Das hat erneut einige Zeit gedauert.
Ihr wollt wissen, ob sich meine Einstellung seit der Therapie verändert hat?
Nun, ich habe auch danach noch immer viel Sport getrieben und meine Mahlzeiten fielen eher klein aus, aber ich habe das Essen in mir behalten, um mein Gewicht an der mir bei der Therapie vorgegebenen Grenze zu halten.“.
Gesinnung
Meine moralische Einstellung?
“Wie gesagt, ich halte mich für keinen schlechten Menschen. Ich halte zu meinen Freunden und ansonsten vertraue ich mir selbst.
Weiß nichts von anderen Rassen. Bin selbst von meiner eignen Unart überrascht, die dazu führt, dass meine Mutter mich zu meinem mir unbekannten Onkel bringen will, weil sie der Meinung ist, dass ich bei ihm besser aufgehoben wäre.
Mittlerweile lebe ich seit dem 11. Mai 2012 in Dawnskap Bay, habe hier neue Bekanntschaften geschlossen und eine Liebe gefunden, mit der ich nicht gerechnet habe. Aber ohne Michael fühle ich mich nicht mehr vollständig. Von ihm habe ich erfahren, dass es neben Menschen und Wandlern noch mehr Wesen gibt, deren Existenz mir bis dahin unmöglich erschien. Nun versuche ich dieses Wissen zu verinnerlichen, um mich nicht selbst in Gefahr zu bringen, wenngleich ich gestehen muss, dass ich es dennoch nicht ausschließen kann.“
You want more?
There is a world behind the shades.
Rasse
Gestaltwandler - Ozelot
Rachels Ozelot hat eine Kopf-Rumpf-Länge von 89 cm und eine Schulterhöhe von ca. 40 cm. Auf den Schwanz entfallen zusätzliche 38 cm. Ihr Gewicht liegt bei etwa 8,5 kg. Die Grundfärbung der Oberseite des weichen und kurzen Fells ist eine Mischung aus Ocker und Orange. Die Unterseite ist deutlich heller, fast weißlich. Das Fell ist zudem mit schwarzen, ring- bis rosettenartigen Flecken bedeckt, die streifenförmig angeordnet sind. Dabei unterscheidet sich die Anordnung der Flecken der linken und rechten Körperhälfte. Das Innere der Flecken ist etwas dunkler als die Grundfarbe des Fells. An Hals und Schultern gehen die Flecken in Streifen, an den Beinen und am Bauch in Tupfen über. Der Schwanz ist ebenfalls mit Flecken und an der Unterseite mit unterbrochenen Streifen bedeckt. Entlang des Gesichts erstrecken sich zwei schwarze Längsstreifen. Um die Augen und die Schnauze ist das Fell sehr hell. Auf den Rückseiten der Ohren befindet sich jeweils ein einzelner weißer Fleck. Der Kopf ist relativ klein mit markanten Gesichtszügen, wie großen, runden Ohren und ausdrucksstarken Augen, die eine gelblich-grüne Färbung haben. Die Nase ist breit und rosa gefärbt. Die Ozelot-Bartborsten sind weniger ausgeprägt, als bei anderen Wildkatzenarten. Die Vorderpfoten sind deutlich größer als die Hinterpfoten.
Rachels Ozelot hat eine kräftige Gliedmaßenmuskulatur, welche ihr ein gutes Klettern ermöglicht. Zudem ist ihr Seelentier eine hervorragende Schwimmerin.
Fähigkeiten
- Bonus menschliche Gestalt: deutlich verbesserter Geruchssinn
- Bonus menschliche Gestalt: 50 % stärker (also 1,5-fach), als es eine Person ihrer Statur normalerweise wäre
- Bonus Tiergestalt: dreimal stärker als ein echtes Tier derselben Art
- Telepathie - Stufe 1:
Rachel weiß noch nicht, dass sie als Wandlerin die Möglichkeit hat mit ihresgleichen zu kommunizieren.
Andere Fähigkeiten:
Kickboxen (Ausbildungsgrad 2. Kyu / blauer Gürtel)
“Aufgrund meiner Magersucht musste ich ein Jahr pausieren und konnte daher die Prüfung zum 1. Kyu (brauner Gürtel) noch nicht ablegen.“
Zugehörigkeit
“Gehöre zum Katzenrudel.“
Aurenfarbe
Rachels Aurenfarbe besteht zum größten Teil aus Orange (+vergnüglich, +gesellig, +aktiv, -aufdringlich, -direkt). Dazu mischt sich etwas Blau (+treu, +klug, +ehrlich) und ein klein wenig Grün (+lebendig, -giftig).
How's my life?
Life is the greatest adventure.
Was bisher geschah …
”Boah Leute, echt jetzt? Was soll ich euch denn über mein bisheriges Leben erzählen? So besonders oder aufregend oder wie auch immer ihr es euch vorstellt, war es bis jetzt auch wieder nicht. Aber gut, ja, ein paar Dinge gibt es wohl doch, die ich euch erzählen kann.“
2005 bis 2008
"Die ersten zehn Jahre meines Lebens überspringe ich einfach mal gepflegt, denn in denen ist nun wirklich nichts Aufregendes passiert. Ich würde sagen, ich hatte eine normale Kindheit und ein herzliches Verhältnis zu meiner Mutter. Mit meinen Brüdern hingegen hatte ich nicht viel zu tun. Unser Altersunterschied war zu groß, als dass sie sich für mich interessierten. Muss daran liegen, dass ich als Nachzüglerin in die Familie kam. Meine Mutter war bereits 39, als sie mich zur Welt brachte. Aber das Spätgebären liegt offenbar in der Familie, denn meine Großmutter war sogar noch ein paar Jahre älter, als sie meine Mutter gebar. Und mein Großvater erst. Ich möchte da lieber gar nicht weiter drüber nachdenken, denn allein die Vorstellung …. nee, da muss ich mich schütteln. Ich mein, er war steinalt, als er und meine Großmutter offenbar nichts besseres zu tun hatten, als noch ein Kind zu zeugen. Ich glaube, damals war denen nicht bewusst, was für ein Risiko sie mit dieser Zeugung und Schwangerschaft eingegangen sind. Aber was soll’s? Es ist zum Glück alles gut gegangen. So wie bei meiner Geburt und damit kommen wir zurück zu mir.
Dass meine Mutter beinahe regelmäßig einen anderen Mann als ihren Freund bezeichnete, war für mich nichts Neues mehr. Ich glaube, sie wäre erfreut darüber gewesen, wenn ich jeden einzelnen von ihnen „Daddy“ genannt hätte, was ich jedoch nicht getan habe. Nicht, weil ich ein Problem mit einem von ihnen hatte, sondern weil ich wusste, dass keiner von ihnen mein richtiger Vater war. Auch wenn ich ihn nicht kannte und meine Mutter mir im Grunde nichts von ihm erzählte, fühlte es sich für mich nicht richtig an, einen anderen Mann als „Dad“ zu bezeichnen. Stattdessen bat ich meine Mutter darum zum Kickboxen gehen zu dürfen, woraufhin sie sich extra einen Zweitjob suchte, um mir dieses Hobby, welches mir wirklich sehr am Herzen liegt, zu ermöglichen. Allerdings hatte sie dadurch nicht mehr so viel Zeit für mich, wodurch ich mehr oder weniger auf mich allein gestellt war. Nicht, dass ich vernachlässigt wurde, versteht das nicht falsch. Alles Notwendige habe ich bekommen und bis ich etwa zwölfeinhalb war, lief alles erst einmal im gewohnten Rhythmus weiter. Doch dann fing mein Körper plötzlich an sich zu verändern. Mein Becken wurde etwas breiter und meine Statur wirkte für mich mit einem Mal rundlicher. Das war ein Anblick, den ich nicht ertragen konnte und so kam es, dass ich mit dem Joggen und Kickboxen anfing. Auch mein Essverhalten änderte sich, weil ich unbedingt aussehen wollte wie die superschlanken Models, die mir aus den Zeitschriften oder von Werbeplakaten etc. entgegenlächelten. Ich war fest davon überzeugt, dass ich nur dann wirklich gesehen werde, wenn ich ebenso schlank wäre. Etwa ein Jahr lang fiel keinem auf, was ich da trieb, bis ich beim Kickboxtraining zusammengebrochen bin. Die Ärzte im Krankenhaus fanden selbstverständlich raus, was mit mir los war. Ich wurde zur Therapie geschickt und durfte vorerst nicht weiter am Kickboxtraining teilnehmen. Mein Trainer meinte, dass das erst wieder möglich wäre, wenn ich die Auflagen der Therapie erfülle. Das war mein Ansporn die Therapie auch durchzuziehen, denn Kickboxen geht für mich über alles!“
2008 bis 2010
inkl. 14.10.2010 – Erste Wandlung
“Ein Jahr lang habe ich mit mir gekämpft, um das vorgegebene Gewicht zu erreichen und auch zu halten. Kleine Gewichtsschwankungen waren okay, aber große durften nicht sein. Manchmal fiel es mir echt schwer nicht wieder ins alte Muster zurückzufallen. Aber glücklicherweise hatte ich meine Freunde, die in dieser Zeit zu mir hielten und mir den Rücken stärkten. Ich konnte das Kickboxtraining wieder aufnehmen, worüber ich mich sehr freute. Aber so sehr es mir gefiel wieder meinem Sport nachgehen zu können, so sehr gefiel es mir ebenfalls neue Dinge auszuprobieren.
Ihr kennt das sicher, wenn man jung ist, dann will man so manches herausfinden. Nicht, dass ich jetzt steinalt wäre. Ich bin immer noch jung und möchte vieles kennenlernen. Aber ich war noch einige Jahre jünger, als ich zum ersten Mal Alkohol probiert habe. Da war ich Vierzehn. Wir tranken jedoch nur - wie wir fanden - harmlose Sachen, die wir unter uns Freunden teilten. Beispielsweise Wein, den eine Freundin heimlich aus dem Weinkeller ihrer Eltern genommen, oder Bier, welches ein Freund aus der Garage seines Vaters mitgebracht hatte. Wir lernten schnell, wie wir es schafften uns auch im Supermarkt am Wein und Bier zu bedienen, ohne dabei erwischt zu werden. Natürlich tranken wir immer nur heimlich und jeder brachte mal etwas mit, weil es logischerweise nicht auffallen sollte. Auf diese Weise veranstalteten wir unsere ganz eigenen privaten Partys. Eine ganze Weile ging es gut. Tja, bis wir dann doch erwischt wurden. Zum Glück waren es „nur“ die Eltern eines Freundes, aber es reichte für jeden von uns, um den Anschiss unseres Lebens zu bekommen. Bei mir lief es mehr auf einen handfesten Streit mit meiner Mutter hinaus, bei dem es darum ging, dass ich meinen Respekt für sie verloren hätte. Ihr Worte, nicht meine. Ich hab‘ ihr dafür an den Kopf geworfen, dass sie gar keine Zeit mehr für mich hätte und sich zudem nicht mehr für mich interessieren würde. So gesehen bauschte sich unsere Auseinandersetzung unnötig auf und durch meine verringerte Hemmschwelle aufgrund des Alkohols, den ich an dem Abend zu mir genommen hatte, geschah etwas mit mir, mit dem ich nicht gerechnet hatte. Keiner hatte mir je erzählt, dass mir das passieren könnte. Wäre ich darauf vorbereitet gewesen, hätte ich vielleicht anders reagiert. So aber war ich völlig durcheinander und verängstigt und bekam noch mehr Angst, als ich in das schreckverzerrte Gesicht meiner Mutter sah. Augenblicklich machte ich mich so klein es mir möglich war und wollte mich am liebsten unter dem Sofa verkriechen, doch meine Mutter hielt mich davon ab und dirigierte mich anstelle dessen in den Keller.“
Vivian:
Im ersten Moment verharrte Vivian in Schockstarre. Es erschütterte sie ungemein, dass sich doch noch herausstellte, dass ihre Tochter eines dieser Wesen war. Merkwürdigerweise hatte sie es irgendwie immer geahnt. Sie konnte sich nicht erklären, warum sich dieses Gefühl in ihr breit gemacht hatte, doch es hatte dafür gesorgt, dass sie für den Fall der Fälle über die letzten drei Jahre hinweg Vorbereitungen getroffen hatte und solang ihre Tochter zusammengekauert am Boden hockte, sah sie ihre Chance darin, Rachel dorthin zu führen, wo sie fortan unterkommen würde. Es tat ihr im Herzen weh ihre geliebte Tochter in den Keller zu bringen, doch sie hatte keine andere Wahl. Die Erinnerung, was passieren konnte, wenn solch ein Tierwesen außer Kontrolle geriet, war unweigerlich vor ihrem geistigen Auge erschienen und rief die damalige Angst in ihr wieder hervor, die sie geradezu überrannte. Den einzigen Lichtblick, den sie in diesem schweren Augenblick noch hatte, war, dass sie die Räumlichkeiten für Rachel wirklich schön herrichten lassen hatte. Immer dann, wenn das Mädchen in der Schule oder mit ihren Freunden unterwegs war. Sie kannte genug Männer, die bereit waren ihr für eine kleine Gefälligkeit zu helfen, denn nicht für alles hatte sie das nötige Kleingeld.
Rachels neue Bleibe unterteilte sich in zwei Räume. Ein mittelgroßer Raum, der mit allem Notwendigen eingerichtet war inkl. eines eigenen Kühlschranks und ein kleines Bad mit Dusche. Sie wollte, dass es ihrer Tochter, trotz der unglücklichen Umstände gut ging, wenngleich sie ahnte, was Rachel womöglich über ihre Situation dachte.
2010 bis 2012
"Natürlich habe ich meiner Mutter vertraut und dachte mir daher nichts Schlimmes dabei, als sie mit mir in den Keller ging. Woher sollte ich auch wissen, dass dieser fortan meine Bleibe darstellen sollte? Ja, ihr habt ganz richtig gehört, ich kam aus dem Keller kaum noch raus. Meine Mom muss gewusst haben, was mit mir passieren würde, oder zumindest geahnt. Andererseits lässt es sich für mich nicht erklären, warum sie mir ein Zimmer samt eigenem Bad im Keller eingerichtet hatte. Sie bestätigte mir sogar meine Vermutung, als wir da unten ankamen. Sie sagte so etwas wie, dass es ihr leidtäte, weil ich doch noch so ein … ich glaube sie nutzte das Wort ‚Monster‘ … geworden wäre. Ich verstand nicht, was sie mir damit sagen wollte. Ich verstand in dem Moment einfach gar nichts, denn ich war völlig durcheinander. Aufgrund meiner eigenen Furcht vor dem Unbekannten, das offensichtlich in mir steckte, ging ich auf meine Mutter zu, doch sie wich vor mir zurück und beim Blick in ihre Augen konnte ich Angst erkennen. Angst vor mir! Das erschütterte mich gleich noch mehr, weshalb ich mich in eine Ecke des Zimmers zurückzog, in welcher ich mich zusammenkauerte.
Einen Augenblick lang blieb meine Mom noch bei mir. Sie stand jedoch sehr nah an der Tür, dafür bereit die Flucht zu ergreifen. Zumindest denke ich, dass das der Grund für den von ihr gewählten Stehplatz war. Deshalb wagte ich mich auch nicht mehr, mich auch nur noch einen Millimeter zu rühren, während meine Mutter mehrmals wiederholte, wie leid es ihr tat und dass sie sich so sehr gewünscht habe, ich wäre ein normaler Mensch geblieben. Ich bin mir nicht mehr absolut sicher, was ich deswegen gemacht habe. Ich glaube, ich habe gefaucht oder gejault oder auch beides, weil ich zu dem Zeitpunkt ihre jammernde Stimme und ihre wiederholende Bekundung nicht ertrug. Eigentlich hatte ich ihr damit nur sagen wollen, dass ich sie an meiner Seite brauchte, als diejenige, die mir erklärte, was mit mir geschehen war, aber meine Laute müssen sie verschreckt haben, denn sie flüchtete geradezu aus dem Raum, ließ mich dadurch allein zurück und sperrte mich zudem auch noch ein. In der Sekunde brach für mich meine bis dahin heile Welt zusammen. Ich hatte mich in ein Wesen, ein Tier, augenscheinlich eine Raubkatze verwandelt, aber um welche Art es sich dabei handelte, erfuhr ich erst später. In dem Augenblick war ich zu keinem klaren Gedanken mehr fähig. Stattdessen rastete ich aus. Wie eine kleine pelzige Furie sprang ich in dem Raum umher, bis ich erschöpft aufgab, weil ich sowieso nichts ausrichten konnte. Erneut rollte ich mich in der Ecke zusammen und war irgendwann eingeschlafen.“
Vivian:
Sie wollte keine Angst haben, aber Vivian kam schlichtweg nicht dagegen an. Ganz gleich, wie oft sie sich ins Gedächtnis rief, dass die Raubkatze, die da zusammengekauert in der Ecke ihres Zimmers saß, ihre Tochter war. Eigentlich hatte es in ihrer Absicht gelegen Rachel alles zu erklären. Zumindest so weit sie es hätte erklären können, doch dieses Fauch-Jaulen (Vivian wusste nicht, wie sie es sonst bezeichnen sollte), das aus dem Maul ihrer Tochter gekommen war, hatte ihre Angst noch geschürt, weshalb sie es nicht länger in ihrer Nähe ausgehalten hatte. Sie war einfach gegangen und hatte die Tür versperrt. Tränen rannen ihr dabei über die Wangen, denn sie wusste, was sie ihrer Tochter, die sie nach wie vor liebte, damit antat. Andererseits wusste sie aber auch, dass das Raubtier unberechenbar war und daher nicht frei herumlaufen konnte. Wer konnte ihr schon versichern, dass ihrer Tochter dann nichts passieren würde?
"Irgendwann in der Nacht muss ich aufgewacht sein, weil ich gefroren habe. Kein Wunder, lag ich doch nackt am Boden. Dann traf mich die Erinnerung wie ein Schlag. Etwas war mit mir passiert. Ich hatte mich verändert. Vor den Augen meiner Mutter, die mich deshalb in diesen Kellerraum gebracht hatte. Ich stand auf und sah mich um. Auf einer Kommode brannte eine Lampe, wodurch es mir leichter fiel alles zu erkennen. Ob sie schon gebrannt hatte, als ich mit meiner Mom das Zimmer betrat, kann ich nicht mehr sagen. Aber das ist auch unwichtig. So gesehen bot mir der Raum alles, was mir auch mein Zimmer im Obergeschoss geboten hatte, bis auf ein Telefon. Ich konnte weder mein Smartphone noch ein Festnetztelefon in diesem Zimmer finden. Ich war abgeschnitten von der Außenwelt. Das regte mich so sehr auf, dass ich mich erneut wandelte und wieder als Katzenwesen durch den Raum irrte. Diesmal sprang ich jedoch aufs Bett, um wenigstens nicht wieder auf dem kalten Boden zu liegen. Abermals erschöpft schlief ich wieder ein.
Am nächsten Morgen kam meine Mutter zu mir. Ich saß noch auf dem Bett, eingehüllt in die Decke, als ich hörte, wie die Tür aufgesperrt wurde. Ich rührte mich kein Stück, als meine Mom schließlich in der Tür stand. Ich fragte sie nur, ob ich wieder in mein richtiges Zimmer gehen dürfte, doch sie verneinte es. Sie meinte, dass es zu meiner eigenen Sicherheit nicht gehen würde und versuchte mir dann zu erklären, was ich wäre. Aber ich verstand es nicht. Vielleicht wollte ich es zu dem Zeitpunkt auch einfach nicht verstehen. Ich sah lediglich die Ungerechtigkeit, die mir von ihr angetan wurde. Schließlich hatte ich nichts verbrochen und dass dieses Tier in mir steckte, dafür konnte ich doch nichts. Wie ich zwei Tage später von meiner Mom erfahren habe, kommen die Gene dazu augenscheinlich von meinem Vater, den ich nicht einmal kenne. Ich verstehe bis heute nicht, warum sie mir nicht viel früher schon erzählt hatte, dass ich so ein Wesen sein könnte. Vielleicht hätten wir gemeinsam eine Lösung finden können. Alles wäre besser gewesen als mein „Kellergefängnis“. Ja, genau so sehe ich das. Es ist nicht so, dass ich sie nicht immer und immer wieder gefragt habe, sogar regelrecht angefleht habe, dass wir gemeinsam versuchen sollten, das Problem zu lösen, doch sie wiederholte immerzu, dass sie das alles nur aus Liebe für mich und zu meiner Sicherheit machen würde und ich müsste nur Geduld haben, sie würde einen Weg finden, mir zu helfen. Hätte ich auch nur eine leise Ahnung davon gehabt, wie sie sich diese Hilfe vorstellte, wäre mein ohnehin schon angeknackstes Vertrauen vermutlich schon viel früher gänzlich zerbrochen. Doch durch ihre Hinhaltetaktik konnte sie das letzte Quäntchen noch eine Weile aufrecht halten.
Auf meine Frage hin, wie sie meine Abwesenheit meinem Direktor erklärt habe, meinte sie, dass er und auch alle anderen davon ausgehen würden, dass ich mich in einer psychiatrischen Einrichtung befände. Fragt mich nicht, wie sie das angestellt hat. Ich weiß nur, dass es funktioniert haben muss, sonst wäre bestimmt mal irgendeiner vorbeigekommen, doch es kam nie jemand. So verging Tag um Tag, Woche um Woche, Monat um Monat und ich fing immer mehr an daran zu glauben, dass ich nie wieder aus diesem Keller herauskommen würde.
Inzwischen sind wir im Mai 2012 angekommen. Das Datum erfuhr ich stets von meiner Mom, obwohl es mich schon lange nicht mehr interessierte. Auch ihren Beteuerungen glaubte ich schon lange nicht mehr. Ich konnte es nicht, denn wenn man erfuhr, dass man seit über einem Jahr sein Leben in einem Kellerraum fristen musste, überwiegend allein, weil einem alles genommen wurde, was einem lieb und teuer war, dann zerbricht etwas in einem. Ich kann es nicht genau benennen, doch ich fühle immer öfter diese Leere in mir, die ich nicht mehr zu füllen vermag. Tja und dann kam meine Mom am 4. Mai zu mir und erzählte mir, dass sie endlich eine Lösung für mich gefunden habe. Ich glaubte meinen Ohren nicht zu trauen und sah sie daher mit großen Augen an. Für den Moment ließ ich mich von ihrer Freude darüber geradezu anstecken, bis sie mir eben jene Lösung darlegte. Sie erläuterte mir, dass sie mir zuliebe wieder mit David zusammengekommen wäre, der als Privatdetektiv arbeitete. Diesen hatte sie augenscheinlich darum gebeten sowohl nach meinem Vater als auch meinem Onkel zu suchen, was sich als sehr schwierig erwiesen habe. Aber David hätte nicht aufgegeben, sondern immer weitergesucht und irgendwelche Freunde mobilisiert oder so … ich muss zugeben, ich habe irgendwann aufgehört richtig zuzuhören, weil es einfach so viel Geschwafel war, ehe sie endlich auf den Punkt kam. Und der sieht vor, dass sie mich nun zu meinem mir unbekannten Onkel bringen will, weil sie der Ansicht ist, dass ich bei ihm besser aufgehoben wäre als bei ihr, da er auch so ein Wandlerwesen ist, wie ich eines bin. Ihr könnt mir glauben, ich war fassungslos. Ich wusste bis dahin doch nicht einmal, dass ich einen Onkel namens Ethan habe und jetzt bestand ihre Absicht darin, mich zu ihm zu bringen. Das konnte nicht ihr Ernst sein! Aber als ich mich rückversicherte, bestätigte sie mir alles, indem sie beinahe alles wiederholte. Wie ihr euch wahrscheinlich vorstellen könnt, war ich außer mir und zum aberhundersten Mal wandelte ich mich in mein Seelentier. So viele Male war dies inzwischen geschehen, aber meine Mutter hatte sich nicht daran gewöhnen können. Stattdessen wich sie erschrocken vor mir zurück und ließ mich erneut mit meiner Wut allein.
Zum ersten Mal ließ meine Mom mich drei Tage warten, ehe sie wieder zu mir kam. Als ich sie fragte, wo sie so lange war, meinte sie, sie musste Vorbereitungen treffen. Ich verstand erst nicht, was sie mir damit sagen wollte, bis sie mir erklärte, dass wir an die Westküste fahren würden, weil dort mein Onkel lebte. Wieder einmal versuchte sie mir zu erläutern, dass ich es bei ihm bestimmt besser haben würde, weil ich da unter meinesgleichen wäre und dann vielleicht lernen könnte das Tier in mir unter Kontrolle zu halten. Ich konnte ihr ansehen, dass sie sich bei dieser Aussage selbst nicht sicher war, weshalb wir in einen Streit gerieten. Ich wollte doch lediglich bei ihr bleiben und wäre sogar bereit dazu gewesen in diesem Kellerzimmer zu bleiben, wenn sie sich damit sicherer gefühlt hätte. Aber sie meinte, dass das keine annehmbare Lösung wäre und es ihr im Herzen weh tun würde, wenn sie mich noch länger dort unten lassen würde. Doch ich wollte nicht. Ich wollte nicht fort! Nicht an einen Ort, der mir ebenso fremd sein würde, wie der Mann, der mein Onkel sein soll. Nun, was soll ich sagen, ich verlor einmal mehr die Kontrolle über meine Emotionen. Allerdings war diesmal etwas anders, denn meine Mutter machte nicht sogleich mehrere Schritte zurück. Vielmehr schien sie erwartet zu haben, dass das wieder passieren würde und noch bevor ich realisieren konnte, was sie wirklich vorhatte, war es schon zu spät, denn da hatte sie das Betäubungsmittel bereits in meinen Nacken injiziert. Ich sackte zusammen und bekam nur noch völlig benebelt mit, wie sie mich hochnahm und zum Auto trug. Aber gegen meine Erwartung, einfach normal im Auto sitzen zu können, sperrte sie mich in eine Box. Ich glaube, sie ist normalerweise für Hunde gedacht. Das war ihre Art mich unter Kontrolle zu halten, denn da die Fahrt von der Ostküste zur Westküste nicht in wenigen Stunden zu fahren ist, wollte sie sicher gehen, dass ich ihr während dieser Zeit nichts tun würde. Dass es überhaupt nicht in meiner Absicht lag, ihr irgendetwas zu tun, konnte sie offenkundig nicht erkennen. Dafür ist mir klar geworden, dass sie ihre Angst vor mir wahrscheinlich niemals verlieren wird und das schmerzt ungemein. Vermutlich ist es daher gut, dass wir scheinbar bald am Ziel sind. Das kann ich am immer erleichtert wirkendem Ausdruck meiner Mutter erkennen, selbst wenn ich sie lediglich durch die Augen meines Seelentiers sehen kann.“
Vivian:
Mit jedem weiteren Monat, der vergangen war, hatte Vivian sich schlechter gefühlt. Sie wollte unbedingt, dass ihre Tochter wieder aus dem Keller herauskonnte, aber sie ertrug den Gedanken nicht, Rachel wieder näher an sich heranzulassen, obgleich ihre Liebe für sie ungebrochen war. Nur deshalb hatte sie mit David wieder angebandelt, wohl wissend, dass sie vorsichtig sein musste. Sie konnte schlecht sofort mit der Tür ins Haus fallen, wenngleich er dennoch die Vermutung aufgestellt hatte, dass sie nur wieder mit ihm zusammengekommen war, weil sie seine Dienste brauchte. Sie hatte es weder bestätigt noch abgestritten. Was er davon hielt, wusste sie nicht, aber da er ihr half, nahm sie an, dass es für ihn in Ordnung war. Allerdings verging sehr viel Zeit bei der Suche, sowohl nach ihrem Exmann als auch nach Ethan. Es war wie die Suche der Nadel im Heuhaufen, sagte David einmal zu ihr. Doch sie wollte die Hoffnung nicht aufgeben und recherchierte ebenfalls, soweit es ihr möglich war. Sie wusste, dass das völlig verrückt erscheinen musste, doch auch das war ihr egal. Es ging immerhin um das Wohl ihrer Tochter und dafür war sie bereit auch den steinigsten Weg zu nehmen.
Dass Rachel ihre Beweggründe nicht verstehen konnte oder wollte, wunderte Vivian nicht. Wie sollte ihre pubertierende Tochter auch erkennen, dass sie das aus Liebe für sie tat, wo sie sie doch einfach in den Keller gesperrt hatte. Dabei war es ihr wahrlich schwergefallen und mit jedem Mal, wenn sie bei Rachel unten war, fiel es ihr noch ein Stück schwerer, sie wieder allein zu lassen. Aber da war auch immer noch ihre Angst, die sie trotz einer Therapie, derer sie sich unterzog, nicht schaffte loszuwerden.
Irgendwann entdeckte Vivian bei ihren Recherchen einen alten Fernsehbericht, in dem es um einen Autounfall ging, bei dem der betrunkene Fahrer einen Jungen totgefahren hatte. Ihm wurde der Prozess gemacht, über den in nachfolgenden Sendungen berichtet wurde. Dabei wurden auch Aufnahmen des Fahrers gezeigt. Es wurde zwar versucht ihn vor den Kameras zu verbergen, doch in einer Sequenz war er für Vivian deutlich zu erkennen gewesen, wodurch sich schlagartig wieder die Szene von vor vielen Jahren vor ihrem inneren Auge auftat. Der Fahrer war Ethan. Da war sie sich absolut sicher. Durch diese zufällige Entdeckung konnte sie David einen hilfreichen Tipp geben, woraufhin er Ethan tatsächlich ausfindig machen und ihr mitteilen konnte, wo dieser heute lebte.
Natürlich fiel Vivian die Entscheidung nicht leicht, ob sie Rachel wirklich zu ihrem Bruder bringen sollte. Sie kannte Ethan schließlich nicht. Wusste nur, was sie erlebt und durch ihre Recherchen entdeckt hatte und das waren wahrlich keine positiven Dinge. Aber nach langem Überlegen und mehrmaligen darüber schlafen, war sie zu der Entscheidung gekommen, dass sie keine andere Wahl hatte. Lance ließ sich schlichtweg nicht finden, wodurch Ethan wie von selbst der einzige Wandler war, auf den Vivian zurückgreifen konnte. Ihre Tochter sollte endlich wieder ein Zuhause bekommen, in dem sie sich wohlfühlen würde. Jedenfalls hoffte Vivian, dass es genau so kommen würde als sie sich mit ihrer Tochter auf den Weg zur Westküste machte.
And at the end?
Just a few more things.
Spielername
Luna
Avatarperson
Emma Roberts
Zweitcharakter(e)
Theresa Stone
Erwähnter Charakter
Ethan Craven (ehemalig, bespielter Charakter)
Stand: 31.01.2026