Dieses Forum nutzt Cookies
Dieses Forum verwendet Cookies, um deine Login-Informationen zu speichern, wenn du registriert bist, und deinen letzten Besuch, wenn du es nicht bist. Cookies sind kleine Textdokumente, die auf deinem Computer gespeichert sind; Die von diesem Forum gesetzten Cookies düfen nur auf dieser Website verwendet werden und stellen kein Sicherheitsrisiko dar. Cookies auf diesem Forum speichern auch die spezifischen Themen, die du gelesen hast und wann du zum letzten Mal gelesen hast. Bitte bestätige, ob du diese Cookies akzeptierst oder ablehnst.

Ein Cookie wird in deinem Browser unabhängig von der Wahl gespeichert, um zu verhindern, dass dir diese Frage erneut gestellt wird. Du kannst deine Cookie-Einstellungen jederzeit über den Link in der Fußzeile ändern.
Inplay-Info » Spieljahr: 2012 » [ Zum Kalender ]
Juni 2012
Mon Tue Wed Thu Fri Sat Sun
1 2 3
4 5 6 7 8 9 10
11 12 13 14 15 16 17
18 19 20 21 22 23 24
25 26 27 28 29 30
Juli 2012
Mon Tue Wed Thu Fri Sat Sun
1
2 3 4 5 6 7 8
9 10 11 12 13 14 15
16 17 18 19 20 21 22
23 24 25 26 27 28 29
30 31
August 2012
Mon Tue Wed Thu Fri Sat Sun
1 2 3 4 5
6 7 8 9 10 11 12
13 14 15 16 17 18 19
20 21 22 23 24 25 26
27 28 29 30 31

Ryan Davis
Hotspur

InGame-Posts: 5
Registriert seit: 05.01.2026
Letzter Besuch: 18.03.2026, 15:48
Status: Offline


Avatarperson: Sebastian Lund
Wesen: Wolfswandler | grauer Timberwolf
Wohnort: Tatham
Status: Single aus Überzeugung | Bindungsphobie
Aussehen: 1,87m
Augen stahlblau
Haare hellbraun, gelockt, geordnetes Chaos
Aurenfarbe: Rot, etwas Orange und Grün
Postingfrequenz: Etwa alle 3 Wochen

Verbundene Accounts


« »
Inplaytracker (2)
Archivierte Szenen () [+]

Who am I?


These are my roots.



Name & Deckname


Ryan Davis
Spitznamen kursieren hinter vorgehaltener Hand sicher einige, aber Ryan will davon nichts hören. Besonders Verniedlichungen stoßen ihm ziemlich auf.

Alter & Geburtstag


13. Mai 1985 | 27 Jahre

Herkunft


Dawnskap Bay

Bildung


Schulabgang nach 10 Jahren/kein Schulabschluss

Beruf/Job


Barkeeper/Cocktail-Guru

Familie


Seine leiblichen Eltern kennt Ryan nicht, sie brachten ihn wenige Wochen nach der Geburt in ein Kinderheim. Später ahnte er zumindest, dass beide oder einer von ihnen zumindest ein Gestaltwandler ist, denn von ihnen hatte er schließlich seine Gene. Aber ansonsten kennt er weder Namen, noch Alter, noch sonst etwas von ihnen. Vielleicht ändert sich das noch, wenn sie doch noch Interesse an ihm hegen und ihn kontaktieren. Bis dahin existieren sie für den Davis schlichtweg nicht.

Victor Davis, Adoptivvater, *1960, Bauingenieur
Victor ist ein Vater, den sich wohl jeder wünscht. Zwar arbeitet er sehr viel, sodass man ihn manchmal ziemlich selten zu Gesicht bekommt, aber wenigstens abends ist er immer da. Man darf auch nicht vergessen, dass er das alles hauptsächlich für seine Familie tut und das ist doch auch bewundernswert und nicht unbedingt überall so. Früher hat Ryan das nie so verstanden, dass er nie so richtig Zeit für ihn hatte und bei ein paar Basketballspielen in der Auffahrt schon nach fünf Minuten wieder das Handtuch warf, um sich ein paar Projekten im heimischen Arbeitszimmer zu widmen. Dennoch war sein Vater immer da, wenn Ryan einen Rat brauchte oder sich mal wieder in etwas verrannt hatte. Victor war manchmal streng, doch das brauchte der Jungspund auch eindeutig. Auf ihn verlassen konnte sich Ryan trotzdem immer.
Mittlerweile weiß er auch, dass Victor nur so viel mit seiner Arbeit beschäftigt war, um ihn zu unterstützen, ihm das Leben zu ermöglichen, das er für ihn wollte und für seine Familie zu sorgen, damit es dieser an nichts mangelte. Dass Ryan das mit Füßen getreten hat, weil er so gesehen seinen Arsch einfach nicht hochgekriegt hatte, tut ihm heute wirklich leid. Jetzt will er seinem Vater endlich zeigen, dass er ihm wirklich dankbar dafür ist.

Yve Davis, Adoptivmutter, *1962, Krankenschwester
Yve ist die gute Seele des Hauses und ihre Kochkünste sind ein wahrer Segen. Nicht zuletzt ist sie trotz all der Ermahnungen, die bei Ryan nicht gerade eine Seltenheit waren, eine herzensgute Frau, die mit Hingabe und Fürsorge für ihre Familie da ist. Ryan liebt sie wirklich über alles und kann sich keine bessere Mutter vorstellen. Manchmal ist sie vielleicht ein wenig schrullig, besonders, wenn sie sich mit Hingabe ihrem kleinen Gartenteich widmet und ihren Goldfischchen fürsorglich wie sie ist, die Brotkrumen ins Wasser wirft. Die Fischlein tragen sogar allesamt Namen und ja, sie kann sie tatsächlich auseinanderhalten! Man merkt eben, dass alles was sie anpackt mit einer gewissen Liebe und Hingabe gefüllt wird.
Ryan hätte sich viel eher eine Scheibe davon abschneiden sollen, anstatt so ignorant und egoistisch zu sein, wie er es oftmals war. Er weiß dagegen aber wirklich zu schätzen, was sie für ihn auf sich nimmt und auch wenn sie das nie hören will, aber er ist und bleibt nun einmal ein Adoptivkind. Sie hat sich für ein fremdes Kind aufgeopfert und ihm die Liebe zuteil werden lassen, die eine Mutter eigentlich nur ihrem eigenen Kind gegenüber aufbringen kann.

Für Ryan sind die beiden die einzigen Eltern, die er je hatte und die er je haben wird und er möchte auch niemals andere haben oder etwas von seinen leiblichen Eltern wissen.

Ryan ist Einzelkind und hat keine Geschwister. Seine Adoptiveltern können keine eigenen Kinder bekommen. Ob seine leiblichen Eltern später noch einmal Kinder zeugten, weiß er natürlich auch nicht. Aber selbst wenn das der Fall sein sollte, für ihn wären sie keine Familie und er würde wohl genauso wenig mit ihnen zu tun haben wollen, wie mit seinen Erzeugern.

Risk a glance?


There is more you can see.



Aussehen


Größe: 1,87m
Haarfarbe: Hellbraun
Augenfarbe: stahlblau
Statur: sportlich-muskulös
Körperliche Besonderheiten: Ein Tattoo auf seinem rechten Oberarm, welches in Schottland gestochen wurde.
Eher zufällig war er dort in ein paar Ritterfestspiele geraten und hatte sich davon so faszinieren lassen, das er ein altes Ritterwappen als Motiv für sein erstes und bisher einziges Tattoo wählte. Die lateinische Inschrift Veni Vidi Vici hat er sich mittlerweile zu einer Art Lebensziel gemacht, was wohl auch zu fruchten scheint. Die beiden Buchstaben Y und V stehen für die Initialen seiner Eltern.
Eine Narbe am Hinterkopf und eine an der rechten Schulter von einem Fahrradunfall.

Charakterliche Eigenschaften


Stärken & Schwächen:
+ loyal
+ offen
+ (heillos) ehrlich
+ wortgewandt
+ gesellig
+ aufgeschlossen
+ hilfsbereit
+ nicht nachtragend
+ witzig und humorvoll
+ unempfindlich
+ aufmerksam

- scharfzüngig
- sarkastisch
- launisch
- stur/dickköpfig
- ungeduldig
- bindungsphobisch
- kritikunfähig
- dreist
- draufgängerisch
- stichelt gern

Vorlieben & Abneigungen:
+ (Extrem-)sport
+ klettern
+ rasenmähen
+ Rock
+ Schokolade
+ Messer(-werfen)
+ lässige Kleidung
+ Zigaretten
+ sein Mountainbike
+ Oldtimer
+ selbstgemachte Burger
+ Mayonnaise

- industrielles Junkfood
- berechtigte Kritik
- plumpe Ausreden
- Erdbeeren und Himbeeren
- Besserwisser
- Schleimer
- Lügner
- Langeweile
- Sturm

Besonderheiten:
WUSSTEST DU, DASS…

• Ryan sich gern einfach taub und blind stellt?
Wenn ihn etwas nicht interessiert tut er einfach, als wäre er eben leider abgelenkt gewesen und konnte den Ausführungen bedauerlicherweise nicht folgen. Man könnte ihn damit als relativ robust bezeichnen, wenn es darum geht, mit geschwätzigen und nervigen Menschen umzugehen.

• der junge Herr dafür ganz und gar nicht mit Kritik umgehen kann?
Am allerwenigsten mit gerechtfertigter. Wenn er weiß, dass sein Gegenüber im Recht ist und der Fehler eindeutig bei ihm zu suchen ist, dann kann Ryan schon ausfallend werden und seine Unschuld notfalls auch mit fliegenden Fäusten unterstreichen, wenn man ihn nicht einfach in Frieden lässt. Auf völlig ungerechtfertigte Kritik springt er dagegen so gar nicht an. Diese schluckt er stattdessen einfach und erwidert sie mit einem fetten Grinsen, dessen Hochmut man förmlich schmecken kann.

• Ryan durchaus engagiert ist?
Bei den Dingen, die ihm wirklich wichtig sind und die ihn interessieren setzt er sich wirklich auf den Hosenboden. Immerhin hat er seine Mechaniker-Lehre auch abgeschlossen, weil das einfach interessanter als Schule war. Mittlerweile scheint er wirklich zu wissen, was er will und diese Ziele verfolgt er tatsächlich mit großem Ehrgeiz, den man so früher wohl nicht von ihm kannte.

• er sein Mountainbike über alles liebt?
Seit nunmehr zehn Jahren ist dieses Fahrrad sein stetiger Wegbegleiter. Und man sieht ihm die Jahre nicht wirklich an, denn das sportliche Rad genießt nach wie vor die meiste Zuwendung von Ryan. Die Zeiten, in denen er es reparieren musste, waren wohl wirklich schwer für den Mountainbiker und die letzten Jahre in denen er auf Tour war, waren eigentlich nur ohne sein Rad zu ertragen, weil er (ohne Mist!) ein Foto von ihm dabei hatte. Also lasst euch eins gesagt sein: Wer dem zu nahe kommt ist schneller zu Kleinholz verarbeitet, als er bis drei zählen kann.

• Ryan peinlich genau auf seine Frisur achtet?
Man sieht es ihm eigentlich nicht immer an, aber in diesem Fall ist der junge Herr wirklich eitel. Es ist aber auch nicht gerade einfach diese manchmal wirklich wilden Locken zu bändigen. Dabei könnte man glatt denken, dass er einfach so aus dem Bett gefallen ist und nicht einmal einen Kamm in der Hand hatte, aber weit gefehlt, dieses geordnete Chaos hat eindeutig System und brauchte seine Zeit vor dem Spiegel. Also bitte nur gucken und nicht anfassen.

• der unkonventionelle Herr Anzüge hasst?
Es wundert einen vielleicht nicht unbedingt, dass Ryan, der vornehmlich in lässiger Kleidung anzutreffen ist (und wenn es nur ein Unterhemd ist, wie seine Mutter so gern zu sagen pflegt), Anzüge einfach nicht ausstehen kann. Früher hatte er sich als Junge für die Kirche ja noch schick anziehen lassen, aber dieser schnieke Anzug jeden Sonntag war absolut nicht sein Stil. Formelle Anlässe sind auch so ein Thema, das er lieber meidet. Immerhin hatte er sich oft genug krank gestellt, wenn es zu Familienfeiern ging. Es ist ja nicht so, dass Ryan keine Gesellschaft mag, aber diese ständige Fragerei, was er denn so machte, ob er die Schule mochte oder schon wusste, was er später mal werden wollte, hasste er einfach.

• er mittlerweile eine beachtliche Messersammlung besitzt?
Nein, wir sprechen hier nicht von Küchenmessern oder Utensilien zum Auftragen von Butter auf Brötchen, sondern von echtem Männerspielzeug. Egal ob kunstvoll verziert, Klappmesser, mit geschnitztem Holzgriff oder Doppelklinge, die Sammlung hat sich schon beachtlich vermehrt. Noch dazu (sehr zum Unmut seiner Eltern, in deren Kellertür die Spuren deutlich zu erkennen sind) hat Ryan eine beinahe perfektionierte Technik des Messerwerfens erlernt. Eigentlich hat er immer liebend gern Darts geschaut und sich auch das ein oder andere Mal ein bisschen was beim Spiel in der Bar dazuverdient. Doch irgendwann wurde das - wie so vieles - ein wenig langweilig und der junge Mann hatte sich ein paar spezielle Wurfmesser gekauft und damit geübt. Ob es Talent war oder einfach nur Training sei dahingestellt, aber wenn es sein muss, schießt er dir einen Apfel mit dem Messer vom Kopf. Aber da Wurfmesser allein ja nicht genug sind, hatte er irgendwann auch begonnen andere Messer - auch antike Stücke - und Schwerter zu sammeln und in einer Vitrine in seinem Zimmer aufzustellen.

• Ryan tatsächlich total gern Rasen mäht?
Das ist kein Witz, Rasenmähen ist wie meditieren. Oder so ähnlich… Ryan jedenfalls findet schon lange Gefallen daran, das schicke Grün in Form zu stutzen. Vielleicht liegt das auch an dem monotonen Brummen des Rasenmäher-Motors. Man kann jedenfalls nicht sagen, dass er dieses Handwerk nicht versteht, auch wenn er keinesfalls mit der Nagelschere nachschneidet, sieht der Rasen nach einer Behandlung à la Ryan Davis wie geleckt aus. Allerdings kann es durchaus auch vorkommen, dass Blumen oder Pflanzen, die kein Unkraut sind, in seinen Augen aber so aussehen, ebenfalls einen Kopf kürzer gemacht werden. Also wer seinen Rasen perfekt haben will: ein Anruf genügt. (Aber kennzeichnet alles, was stehen bleiben soll am besten mit Leuchtpfeilen!)

• er kein eigenes Auto besitzt?
Eigentlich hat er ja schon lange heimlich ein Auge auf Daddys alten Mercedes Benz 190 aus dem Jahre 1986 geworfen, der eigentlich die meiste Zeit in der Garage verbringt. Denn der Bauingenieur fährt Familiendiesel auf seinem täglichen Arbeitsweg. Ryan hat sich schon immer für den Baby-Benz interessiert und auch die ein oder andere kleine Veränderung oder Reparatur daran durchgeführt. Überhaupt ist er in den letzten Jahren der einzige gewesen, der den Wagen mal bewegt hat. Aber noch gehört er seinem Vater, doch wenn die Kohle dafür da ist, wird der junge Mann ihm seinen Traumwagen sicher abkaufen (wenn er denn darf).

• Ryan ansonsten überall mit dem Fahrrad hin fährt?
Ob in die nächste Stadt oder irgendwo in die Pampa, das Mountainbike ist immer dabei und wenn er dann doch mal in den Bus steigt, dann kommt das Rad trotzdem mit. Immerhin will man sich am Ziel ja auch von A nach B bewegen und da ist laufen doch die langweiligere Variante.

• er die Kunst des Parcours beherrscht?
Er lernte einen in Frankreich einen wirklich angesehenen Sportler, der von den Einheimischen regelrecht als Star gefeiert wird, in einer Bar kennen. In Ermangelung der französischen Sprache hat er sich eben mit Händen und Füßen verständigt. Das imponierte dem Franzosen vermutlich so sehr, dass er ihn direkt mit nach draußen nahm und ihm die Grundlagen des Parkour zeigte - immerhin gilt dabei die Hand-Fuß-Augen-Koordination doch als besonders wichtig und die hat der Amerikaner wohl mit seiner Gestik allein bewiesen.

Gesinnung


Lange wusste Ryan gar nicht, was er wirklich war und was das alles zu bedeuten hatte. Erst später erfuhr er, was Gestaltwandler überhaupt waren und wie sich das alles verhielt. Auch da hörte er davon, dass es ebenso Vampire, Werwölfe, Hexen usw. gibt. Allerdings hat er bisher noch nichts davon auf seinem Weg getroffen. Sicher ist er seinem Rudel treu und loyal, hat aber ansonsten eine recht neutrale Haltung gegenüber anderen Wesen, da er sie noch nicht persönlich kennt und sich lieber selbst ein Bild macht, als auf das zu hören, was andere ihm darüber erzählen.
Ansonsten ist Ryan ein hilfsbereiter Kerl, der sich zwar nicht immer unter Kontrolle hat, aber im Grunde niemandem etwas böses will.

You want more?


There is a world behind the shades.



Rasse


Timberwolf
Aussehen: grau gemustertes Oberfell, weißer Bauch, goldbraune Augen; im Winter etwas heller, im Sommer mit einem leichten beigefarbenen Ton vor allem im Gesicht
Größe: 138cm Kopf-Rumpf-Länge, 48cm Schwanzlänge, 85cm Schulterhöhe
Gewicht: 55kg

Fähigkeiten


Bonus menschliche Gestalt: deutlich verbesserter Geruchssinn
  • Bonus menschliche Gestalt: 50% stärker als eine Person seiner Statur normalerweise wäre
  • Bonus Tiergestalt: dreimal stärker als ein echtes Tier derselben Art
  • Parcours
  • Messerwerfen
  • Selbstverteidung

Zugehörigkeit


Mitglied im Wolfsrudel

Aurenfarbe


Hauptsächlich Rot gepaart mit etwas Orange und Grün

How's my life?


Life is the greatest adventure.



Was bisher geschah …


Als Ryan geboren wurde, war er kein Kind gewesen, das sich seine Eltern gewünscht hatten. Dennoch wollten die junge arbeitslose Frau und ihr Mann, der sich als Tischler verdingte, ihr Kind behalten und aufziehen. Doch weder Geld, noch Wissen reichten aus, um sie lange von diesem Vorhaben zu überzeugen. Sie wussten, was sie waren - Gestaltwandler - und sie wussten auch, was ihr Kind sein konnte. Ihre widrigen Lebensumstände und ihr eigenes Unwissen über ihre Art, trieben sie beizeiten doch dazu ihr Baby in die Obhut eines Kinderheimes zu übergeben, um dann selbst aus dem Land zu verschwinden und ihr sowieso nicht einfaches Leben irgendwo anders, vielleicht in einem Wald fortzuführen. Sie hatten ihm nicht einmal einen Namen gegeben und auch keine Nachricht hinterlassen, als das Kind eines Nachts vor einem Kinderheim von einem Bekannten abgegeben wurde.

Nur wenige Tage später, das Baby war gerade einmal zwei Monate alt, tauchte ein Ehepaar aus Dawnskap Bay auf, das sich sehnlichst ein Kind wünschte, aber selbst nicht in der Lage war, eines zu zeugen. Die junge Frau - Yve war ihr Name - konnte nicht schwanger werden und hatte einige Zeit schwer daran zu tragen gehabt. Aber ihr Mann Victor stand ihr auch in dieser schweren Zeit zur Seite und sie hatten sich zu dem Schritt entschlossen, ein Kind zu adoptieren. Sie waren völlig ohne Wunschvorstellungen ins das Heim gefahren, denn es kam ihnen nicht darauf an, wie das Kind aussah, sondern wie sie zusammenpassten. Und als die junge Frau das kleine Bündel, das neugierig mit seinen großen, blauen Augen aus dem Kinderwagen in die Welt blickte, sah, wusste sie, dass das ihr Kind sein würde. Sie adoptierten das bis dato einfach Mitch genannte Kind und gaben ihm den Namen Ryan Davis.

SCHULZEIT UND ERSTE WANDLUNG 1990 - 2002
Why'd you take it all so hard?


Ryan war kein Dummkopf, er lernte sogar schneller lesen und schreiben wie die anderen in seiner Klasse, aber ihm wurde viel zu schnell langweilig und dann heckte er irgendwelche Dummheiten aus. Viel lieber bastelte er kleine Wurfgeschosse, erkundete den Pausenhof und dergleichen, als sich wirklich für den Unterricht begeistern zu lassen. Das änderte sich auch nicht in den größeren Klassen. An Freunden mangelte es ihm keineswegs, aber die ließen sich nur von seiner Art anstecken, was wiederum Eltern und Lehrern so gar nicht gefiel. Ryan schien einfach unterfordert zu sein und ließ sich viel zu schnell von anderen Dingen ablenken. Irgendwann fing er sogar an die Schule zu schwänzen und schlechte Noten zu schreiben, was zu großer Sorge bei seinen Eltern führte. Sie taten wirklich alles für ihren einzigen Sohn und sprachen ihm gut zu. Doch das half nur für ein paar Wochen, ehe Ryan sich lieber wieder etwas anderem zuwandte, an den See ging oder den Wald erkundete. Ryan war schon immer eher rebellisch, ließ sich nicht viel sagen und hatte seinen eigenen Kopf. Er hatte schlichtweg keine Lust auf Schule, schwänzte immer mehr und seine Noten waren allesamt mehr schlecht als recht, obwohl er eigentlich nicht dumm war. Aber er hatte schon immer das Abenteuer gesucht und stundenlang stillsitzen und zuhören war einfach noch nie seins gewesen. Außerdem hatte er noch etwas anderes bemerkt und erlebt, das ihn zunehmend verunsicherte und über das er mit niemandem einfach sprechen konnte, was ihn zusätzlich von der Schule fern hielt.

Als er sich zu Hause eben wegen jenem Thema mit seinen Eltern in den Haaren hatte, dass er doch wenigstens versuchen sollte zu lernen, einen Schulabschluss zu erhalten, stritten sie sich das erste Mal so richtig. Ryan war 15 Jahre alt und hatte sich für noch nichts wirklich interessiert, auch nicht für seine eigene Zukunft. Seine Eltern bereuten, dass sie ihm stets alles ermöglicht hatten, was er sich gewünscht hatte und ihn tatsächlich verwöhnt und damit eindeutig verzogen hatten und er das ganz offensichtlich absolut nicht zu schätzen wusste. Im Streit wurden beide Parteien immer lauter und schließlich war es Ryan zu dumm und er stürmte in sein Zimmer, wo er unkontrolliert loswütete. Er warf Deko und Schulzeug von seinem Tisch, die Bettdecke vom Bett und als er die Schränke aufreißen wollte, konnte er nicht mehr zupacken und schaute stattdessen verwirrt auf Augenhöhe auf den Knauf der Schranktür. Er ging rückwärts, trat in eine Scherbe und hörte sich selbst aufjaulen.

Ryan verstand nicht, was hier passierte, nahm seine Bettdecke zwischen die Zähne und schüttelte sie wütend hin und her. Als Wolf zerriss er diese natürlich und einige Daunen flogen wie Schneeflocken auf ihn herab, die er nach einer Weile einfach im Raum sitzend beobachtete. Als es plötzlich an seiner Tür klopfte, schreckte der Wolf auf und verkroch sich unter der zerfetzten Bettdecke. Glücklicherweise wandelte er sich dort wieder zurück, bevor sein Vater eintrat und ihn mit Hausarrest wieder allein ließ. Ryan lag indessen nackt, zitternd und völlig überfordert auf dem Boden unter der Decke und konnte mit keiner Silbe erklären, was hier gerade passiert war. Hatte er sich in einen Wolf verwandelt? Wie auch immer er das gemacht hatte. Das gab es doch noch nur in schlechten Filmen. Und doch, hatte es sich irgendwie… gut angefühlt? Der Junge verstand die Welt nicht mehr, zählte aber zumindest eins und eins zusammen, dass diese seltsame Verwandlung mit seiner hemmungslosen Wut zu tun gehabt haben musste. Das musste er also zügeln, wenn ihm das nicht wieder passieren wollte. Verrückt war das dennoch allemal und Ryan schwor sich, niemals auch nur irgendjemandem davon zu erzählen, in der Hoffnung, es würde einfach nie wieder passieren.

Man dürfte sich wohl kaum wundern, dass Ryan so keinen Kopf für einen Schulabschluss hatte. Seine Eltern bettelten regelrecht, dass er sich Mühe geben sollte. Ohne würde er schließlich keine ordentliche Ausbildung bekommen können.
Ryan sah das natürlich weniger eng und interessierte sich nunmehr eher für die Mädchen, als für den Stoff. Etwas Verruchtes hatte er wohl schon immer an sich gehabt und zusammen mit seiner ersten Wandlung strahlte er nun auch besonders eine gewisse Dominanz aus, die bei den Mädchen Interesse fand und bei den Jungs Ärger und Schulhofprügeleien. Dabei hatte er oft genug sein inneres Tier nicht so unter Kontrolle wie er es wollte. Hier und da schimmerten spitzere Zähne oder bräunliche Augen hervor, die aber zum Glück niemand bemerkte.
Bei den Mädels war er als Bad Boy auf jeden Fall beliebt. So gesehen war der junge Herr nicht einmal darauf aus eine Schulballkönigin an seiner Seite zu wissen, denn so früh schon eine feste Freundin zu haben war doch irgendwie uncool… Mit fast 17 Jahren stellte er sich das jedenfalls ganz anders vor und hatte sein Erstes Mal mit einer Cheerleaderin in der Umkleide, anstatt auf eine Beziehung abzuzielen. Das war schließlich nur etwas für Weicheier und das war er keineswegs.

Der innere Wunsch sich als Wolf durch die Wälder zu bewegen war manchmal groß, sodass Ryan sich für maximal eine Stunde zurückzog und im Wald wandelte. Wenn es ihm denn wirklich kontrolliert gelang. Dass er dabei seine Klamotten jedes Mal an einem Ort lassen musste, den er wiederfand und den sonst keiner sah, nervte ihn zuerst schon, aber die Zeit als Wolf war immer etwas, das er genoss. Dennoch versuchte er es so wenig wie möglich zuzulassen, redete sich ein, dass das unnormal war und je mehr er versuchte, dieses Verlangen nach seiner Wolfsseite zu unterdrücken und als Mensch weiterzugehen, umso mehr würde er es kontrollieren können. So jedenfalls der Plan. Das führte dazu, dass Ryan sich nur sehr, sehr selten und nur in äußersten Notfällen, für kurze Zeit wandelte und sonst versuchte so normal wie möglich weiter zu machen. Auch wenn das nicht so oft gelang, wie ihm lieb war. Denn wer wusste schon, was passierte, wenn seine Eltern das herausfanden?

JUGEND 2002 - 2006
"Try now at least one hour to behave like a gentleman."


In dieser Zeit hatten seine Eltern es auch für richtig befunden, ihm zu erklären, dass er nicht ihr richtiges Kind, sondern adoptiert war. Sie hatten ihn schonend und vorsichtig darauf angesprochen und wider Erwarten war Ryan nicht einfach aufgesprungen und davongelaufen oder hatte etwas zertrümmert, sondern er blieb einfach sitzen und nickte nach einer Weile. Zu groß war die Angst, sich ungewollt wieder zu verwandeln. Doch die Verwirrung und der Schmerz darüber sorgten dafür, dass sich sein Wolf mit einem Jaulen und goldgelben Augen meldete. Vor seinen Eltern. Diese waren von diesem seltsamen Verhalten irritiert, sahen die Veränderung an ihrem Sohn jedoch nicht und schoben es zu dessen Glück auf die doch schmerzliche Erkenntnis. In diesem Moment war Ryan klar, dass seine leiblichen Eltern ihn vielleicht deswegen abgegeben hatten. Wussten sie davon? Wenn ja, dann hasste er sie nun wirklich dafür. Er verschanzte sich nach diesem ungewollten Ausbruch seines Seelentieres in seinem Zimmer, bevor er sich noch komplett vor seinen Eltern wandelte.
Es war ein herber Schlag, aber er verstand sehr wohl, dass die beiden einfach den richtigen Moment abwarten wollten und bei seinem Verhalten eine gewisse Reife einfach fehlte. Daher war er ihnen auch nicht böse, dass sie bis zu seinem 17. Geburtstag gewartet hatten und nicht schon eher etwas gesagt hatten. Sie waren seine Eltern und würden es immer für ihn bleiben und auch wenn es eine gewisse Lücke in sein Herz riss, so war es ihm egal, welche Menschen das waren, die ihn abgegeben hatten. So langsam jedoch schien er zu begreifen, dass diese beiden Personen ihm mehr gegeben hatten, als man von ihnen erwarten konnte und er war ihnen mehr als dankbar. Sie boten ihm sogar Hilfe dabei an, wenn er seine richtigen Eltern suchen wollte, aber die lehnte er direkt ab. Er wollte sie nicht kennenlernen und das Verhältnis zu seinen Adoptiveltern stärkte sich eher noch durch diese Information. Seinen Schulabschluss bekam er mit den ganzen anderen Dingen im Kopf wie erwartet nicht auf dir Reihe und schlussendlich brach er mit 17 die Schule mit Erlaubnis seiner Eltern ab, die ihn auch nicht zwingen konnten und wollten.

Nebenher hatte Ryan noch den Führerschein gemacht und sich mit Papas altem Mercedes in der Garage angefreundet. Oft hatte er nachmittags daran herumgeschraubt und das Lernen darüber ein wenig vergessen. Ryan wollte etwas tun. Er hatte nie die Vorstellung besessen, was er einmal machen wollte auch wenn er gern an alten Autos herumschraubte. Er lebte eher in den Tag hinein und machte sich keine Gedanken über das Morgen, aber er war ein fleißiger und hilfsbereiter Bursche, der sich bei den Nachbarn trotz seiner manchmal ziemlich aufmüpfigen und direkten Art beliebt machte. Er mähte ihren Rasen, erledigte Einkäufe für die, die keine Zeit hatten oder zu alt waren, um sich noch mit schweren Taschen herumzuplagen und er fand immer wieder neue Gelegenheitsjob, die er gewissenhaft ausführte und beizeiten wieder loswurde. Ryan brauchte einfach Abwechslung und die nahm er sich auch.
Ansonsten hatte er sich noch immer keine Ziele gesteckt, teilte Werbung aus. Der Rest kam von seinen Eltern, die ihrem Kind wohl niemals etwas vorenthalten würden, auch wenn ihnen dieser Lebensstil durchaus missfiel. Ryan konnte viel mehr aus sich machen als einen Springer, der hier und da mal etwas erledigte, aber nichts Festes vorzuweisen hatte, von einem geregelten Einkommen einmal ganz abgesehen.

Mit knapp 20 Jahren hatte er sich dazu durchgerungen in einer Kfz-Werkstatt in der Stadt um einen Aushilfsjob zu bemühen. Seine Eltern waren daran wohl maßgeblich beteiligt, denn der Werkstattbesitzer war ein Freund der Familie und hatte nach einigem hin und her zugestimmt, Ryan bei sich aufzunehmen und ihm ein bisschen was zu zeigen. Eigentlich schien es doch gar keine schlechte Idee zu sein. Immerhin interessierte den jungen Davis dieses Thema doch sehr. Sein Chef machte sich jedoch gern einen Spaß daraus ihn mit Peanut-Aufgaben zu schikanieren, immerhin hatte der junge Mann keinen Schulabschluss vorzuweisen. Doch Ryan hatte bald die Nase voll, sich herumschubsen zu lassen und nahm kein Blatt vor den Mund. Er hatte wohl einfach ein kleines Problem damit, Befehle zu befolgen - zumindest solche, die er als sinnlos erachtete.
Etwa ein Jahr lang ging das gut, dann krachte es gewaltig zwischen ihnen und Ryan stand plötzlich ohne Arbeit und Perspektive wieder auf der Straße. Jegliches gutes Zureden seiner Eltern half nichts, er wusste, das das so einfach nichts für ihn war. Zumindest nicht auf Dauer.

This vicious whirl I was captured in.


Das war einfach nicht das, was er sich so vorgestellt hatte, auch wenn er tagelang unter einem Auto hängen konnte, so wollte er das eben nur, wenn ihm danach war und vor allem wollte Ryan irgendwie kreativ sein, etwas ausprobieren, herumbasteln… und das konnte man ja schlecht an einem Kundenwagen. Da lobte Ryan sich doch den alten Mercedes in der Garage zu Hause, an dem konnte er sich auslassen, etwas herumprobieren und trotzdem beweisen, dass er ein Händchen dafür hatte. Immerhin liebte er diesen Wagen mehr als es sein Vater vermutlich tat. Es war noch immer der Wagen seines Dads, aber Ryan war der einzige, der ihn überhaupt fuhr.
Nun aber bestand also wieder das Problem, dass der junge Mann ohne etwas, mit er Geld verdiente dastand und man mit Rasenmähen keinen Lebensunterhalt verdienen konnte. Und das mit 21 Jahren. Doch es hatte sich ein ganz anderer Traum in ihm gebildet, den er bisher noch keinem anvertraut hatte. Ryan wollte eine Weltreise antreten. Als Bagpacker à la Work and Travel wollte er von Land zu Land ziehen und herausfinden, was er wirklich im Leben wollte - und vielleicht auch besser mit dem Wolf in sich zurecht kommen, der leider nicht einfach wieder verschwunden war und leider in den unpassendsten Momenten ausbrechen wollte. Das war für seine Verhältnisse ein großes Ziel und seine Eltern unterstützten ihn bei diesem Vorhaben nach Kräften. Natürlich sorgte sich seine Mutter um ihren Kleinen, aber sie freute sich, dass er endlich Wünsche und Ziele hatte, auch wenn man auf einer Weltreise sicher kein großes Geld machte. Aber das erhielt Ryan von seinen Eltern, nahm jedoch nur so viel, wie er auch wirklich für den Anfang brauchte. Er hatte nie viel davon gehabt, aber immerhin hatte er so gelernt, mit Erspartem umzugehen und jeden Taler noch einmal umzudrehen.

Frauen waren daneben immer ein Thema für den jungen Davis gewesen. Er war nie einer der Sorte, der sich an alles ranschmiss, was ihm vor die Füße lief. Wenn, dann kamen die Damen zu ihm, das war in der Schule mit den kleinen Spielereien schon so und das war auch jetzt nicht anders. Eine Frau war fasziniert, fühlte sich angezogen, laberte ihn an und dann passierte es, aber Ryan zog nie zu Partys aus, um eine Dame abzuschleppen oder anzubaggern. Er ließ sich lieber aussuchen. Vielleicht hatte das auch etwas mit seiner Bindungsangst zu tun, die er entwickelt hatte. Eine Frau, eine Partnerin, bedeutete Zwänge und Regeln, sie würde sich in seine Angelegenheiten einmischen, ständig fragen, wo er sich rumtrieb, einen auf Familie machen. Das wollte Ryan einfach nicht, zu geprägt von seiner eigenen Geschichte. So heil seine Familie nach außen hin wirkte, so wussten die wenigsten, dass er ein Adoptivkind war und seine richtigen Eltern nie kennengelernt hatte und absolut niemand hatte eine Ahnung, dass er sich in einen Wolf verwandeln konnte. Zu groß war die Angst davor, dass es scheitern würde. Also ließ er sich gar nicht erst darauf ein und vergnügte sich eben so, wenn es die Damenwelt denn wollte. Denn Ryan zwang keine von ihnen, zu ihm zu kommen und er steckte auch jedes Mal vorher die Rahmenbedingungen ab: ein einziges Mal, kein weiterer Kontakt, keine Beziehung, kein Drama. Da war er doch sehr einfach gestrickt.

WELTREISE 2006 - 2011
"Back in my youth, there it was different."


In Dawnskap Bay und Umgebung hatte er nun alles gesehen und mitgemacht und es zog den abenteuerlustigen Ryan also in die weite Welt hinaus. Er beherrschte zwar nur seine Muttersprache, aber er war offen und gesellig genug, um sich notfalls auch mit Händen und Füßen weiterzuhelfen. Jedenfalls hielt ihn dieses Manko absolut nicht davon ab, in fremde Länder zu reisen und neue Kulturen zu entdecken. Immerhin war er eines: vielseitig.
Er wollte Dawnskap Bay auf unbestimmte Zeit hinter sich lassen, sich selbst finden, herauskriegen, was er einmal erreichen wollte im Leben und auf wirklich eigenen Beinen stehen. Immerhin war es mehr als peinlich als Erwachsener in seinem Alter noch bei seinen Eltern zu wohnen und auf deren Kosten zu leben.

Seine Reise führte ihn zuerst nach Boston. Einen Plan hatte Ryan sich nicht zurecht gelegt, wie immer war er einfach drauflos gegangen und empfand bereits die Ostküste als etwas Aufregendes, das so anders wirkte, als seine Heimat. Ohne zu wissen, dass diese Begegnung etwas wegweisendes für ihn haben würde, war er dort ungewollt über eine junge Frau gestolpert - im wahrsten Sinne des Wortes. Während sie sich am Boden widerfanden, spürte Ryan, dass hier etwas anders war. Er roch etwas anderes und auch sie sah ihn mit großen Augen an und schien zu überlegen.

Ohne ein bestimmtes Ziel lernten sie sich kennen und Ryan erfuhr, dass es noch mehr Menschen wie ihn gab, die sich in ein wildes Tier verwandeln konnten. Gwendolyn Jackson war ein süßes Mädchen und während sie sich ein ganzes Jahr lang kennenlernten und sie ihm vieles darüber erzählte und beibrachte, was Gestaltwandler waren und taten, wurden sie zu guten Freunden. Zum ersten Mal konnte Ryan darüber sprechen, ohne Gefahr zu laufen, als völlig verrückt abgestempelt zu werden und begann zu vertehen, was ihn erwartete. Er erfuhr auch von anderen Wesen wie Vampiren und Werwölfen und auch wenn er das kaum glauben konnte, war es wohl nicht unmöglich, immerhin war er ein Gestaltwandler. Niemals war er bei Gwen auf den Gedanken gekommen, sie ins Bett zu kriegen, sie war einfach zu unschuldig und sie hatte ihm geholfen. Sie war beinahe wie eine kleine Schwester, die er vor allem beschützen würde, was ihr etwas böses wollte. Als er sie nach diesem Jahr zusammen verließ um vorerst seine Weltreise fortzusetzen, schwor er sich und ihr, ihr auf ewig dankbar zu sein und dass sie sich wiedersehen würden. Irgendetwas hatte sie an sich, das den bis dato unbekannten Beschützerinstinkt in dem Davis geweckt hatte. Für Gwen würde er wohl wahrlich alles tun. Mit dem Versprechen, dass sie sich regelmäßig schrieben, stieg Ryan in den nächsten Flieger nach Übersee.

Weiter führte es ihn nach Asien und Europa und für ein paar Wochen machte er sogar einen Abstecher nach Südafrika, wo er in einem Eingeborenendorf lebte und die dortigen Arbeiten, die zum Überleben notwendig waren kennen lernte. Es faszinierte ihn ungemein diese Kulturen und Menschen kennen zu lernen und die verschiedenen Ansichten, die sie vom Leben hatten. Der eine arbeitete, um sich etwas Luxus leisten zu können und der andere um überhaupt leben zu dürfen. Ryan probierte unterdessen alles aus. Er wohnte in Pensionen, schlief unter freiem Himmel - mittlerweile auch gern mal als Wolf, wenngleich er immer noch selten die Wandlung suchte, auch wenn ihm das immer besser gelang - und hatte eine Zeitlang einen alten Bus gefahren, der ihm als Schlafstätte diente bis der seinen Geist aufgab und nicht mehr zu retten war. Er lernte das ordnungsgemäße Trimmen von englischem Rasen und das fachmännische Verkaufen von Hot-Dogs und jagte in Norwegen mit Bekannten Elche. In Irland hatte er sogar ein Pferd bestiegen und eine Tour durch die grüne Weite unternommen. Er war tauchen in Südafrika, wurde von einer giftigen Schlange gebissen und hatte sich in Schottland tätowieren lassen. Europa hatte es ihm irgendwie angetan und in England hatte er angefangen in einer Bar zu arbeiten und hatte sich dort anderthalb Jahre lang festgesetzt. Irgendetwas war dort, was ihn faszinierte, auch wenn sich wohl kaum einer vorstellen konnte, dass Ryan sich vom Job als Barkeeper begeistern lassen würde, so paukte er regelmäßig dafür und hatte eindeutig Gefallen daran gefunden. Er lernte Rezepte, weil es ihn einfach interessierte. Er probierte sich an neuen Mischungen, testete aus und jonglierte mit Mixern, Gläsern und Flaschen, wobei doch so einiges in die Brüche ging.

Es schien, als hätte der junge Mann seine Bestimmung gefunden. Als Barkeeper konnte man kreativ mitwirken und selbst etwas tun. Er erhielt von seinem dortigen Chef eine extra Auszeichnung für seine kreativen Cocktails, die ihm - zusammen mit einem Zertifikat einer Barkeeper-Schule, in der er einige Kurse belegt hatte - sicher helfen würde überall anders einen Job als Barkeeper zu bekommen. Ryan war ihm unendlich dankbar und hatte scheinbar endlich gelernt, dass man etwas anpacken musste, wenn man sein Leben wirklich genießen wollte. Er hatte sich selbst gefunden, seine Ziele und Wünsche entdeckt und war engagiert diese nun auch in Angriff zu nehmen, als er letztendlich kurzentschlossen die Heimreise nach Dawnskap Bay antrat.
Gwen hatte er bereits am Flughafen in New York geschrieben und sie gefragt, wo sie sich denn so herumtrieb. Dass er bereits wieder in den USA war, verriet er ihr aber noch nicht. Sie hatten auch so immer wieder Kontakt über Handy und Mail gehabt, sodass das nichts ungewöhnliches war. Als sie ihm jedoch eröffnete, dass sie sich in Dawnskap Bay aufhielt, wurde das Grinsen in seinem Gesicht breiter. Diese Überraschung würde ihm doch sicher gelingen. Musste er sie nur noch finden und das Wiedersehen wäre perfekt.

Im Zug von Seattle zu seiner Heimatstadt am 03.12.2011 lernte er sogar eine weitere Wandlerin kennen. Eigentlich hatte er Claire Grimes nur den reservierten Platz weggenommen, doch aus diesem Missverständnis war eine Bekanntschaft geworden, die Ryan am Ende doch gefreut hatte. Auch sie schien etwas an sich zu haben, dem der extrovertierte Wolfswandler hilfreich sein wollte. Vielleicht lag es auch daran, dass sie ebenfalls ein Gestaltwandler war, dass er ihr schlussendlich doch seine Nummer gegeben hatte, falls sie mal Hilfe oder einen Fremdenführer brauchte.
Zu Hause angekommen, hatten seine Eltern den Tatendrang ihres Jungen kaum wiedererkannt, so zielstrebig wie er auf einmal war. Während Ryan mit sich und der Welt und auch seinen inneren Tier nun endlich im Einklang war und sich feste Ziele für die Zukunft gesteckt hatte, freuten sie sich wirklich für ihren Sohn.
Nach einer kleinen Testmischung, dem Zertifikat und der Auszeichnung aus London ließ sich der Besitzer einer mittelständigen Bar in Dawnskap Bay vorerst beeindrucken und stellte den jungen Mann postwendend ein.

Ryan hatte aus seinen Fehlern gelernt. Er schämte sich mittlerweile sogar, dass er keinen Schulabschluss vorzuweisen hatte. Er wollte etwas tun und vor allem bewirken. Vielleicht machte er irgendwann seine eigene Bar auf? Er wusste nicht, wie lange es ihn in Dawnskap Bay hielt - klar war jedenfalls, dass er nach seiner Rückkehr erst so richtig gemerkt hatte, wie ihn diese Stadt trotz allem geprägt hatte und wie er diese Heimat doch vermisst hatte. Es war eben etwas ganz anderes und doch war es ein Teil von ihm, und dass er den Posten als Barkeeper in der Bar bekommen hatte, war der Schritt in die richtige Richtung.

And at the end?


Just a few more things.



Spielername


Stephi

Avatarperson


Sebastian Lund

Zweitcharakter(e)


Ty Jacobs, Darren Ramsey