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Who am I?
These are my roots.
Name & Deckname
Geburtsname: Neeraj Ixtepeji-Hamadani
Deckname: Yuma Arellano
Alter & Geburtstag
Echtes Alter: 13.02.1978, 34 Jahre alt
Offizielles Alter: 13.02.1984, 28 Jahre alt
Herkunft
Geburtsort: Oaxaca, Mexiko
Geburtsort laut Pass: Phoenix, Arizona
Bildung
Abschlusszeugnis Sekundarstufe I (Certificado de Educación Secundaria)
Beruf/Job
Konditor in der Konditorei "Plums Cake House"
Astrofotograf (verkauft seine Fotografien als Fotodrucke und stellt sie in Galerien aus)
Familie
Xquenda Jacinta Juárez Ixtepeji - 147 Jahre alt | Nasenbär-Wandlerin | Herkunft: Mexiko
Girish Hamadani - 183 Jahre alt | Leoparden-Wandler | Herkunft: Uttar Pradesh, Indien
Xquenda ist eine einheimische Mexikanerin und gehört den Zapoteken an. Girish ist indischer Herkunft, der als junger Erwachsener bei einem Kolonialisten in der Forschung half und im Jahr 1872 aus Britannien nach Belize und später nach Mexiko kam, wo er als Archäologe und Forscher in Yucatán tätig war.
Yuma hat heute mit seiner Familie nichts mehr zu tun, da er, seitdem er aus dem Rudel ausgeschlossen wurde, keinen Kontakt mehr zu ihnen aufgenommen und sein Weg ihn weit von zu Hause weggeführt hat. Die Entscheidung, sich nicht mehr bei ihnen zu melden, hat er nicht leichtfertig getroffen und bis heute findet er es schade, dass es so weit kommen musste, da ihm seine Familie immer wichtig gewesen war. Auch zu seinen zwei Brüdern und seiner älteren Schwester besteht derzeit kein Kontakt
Risk a glance?
There is more you can see.
Aussehen
Größe: 181 cm
Haarfarbe: dunkelbraun
Augenfarbe: dunkelbraun mit goldbraunen Sprenkeln
Statur: schlank
Körperliche Besonderheiten:
- trägt gerne Nagellack
- trägt oft Modebrillen ohne Sehstärke
- hat mehrere Tattoos:
# Schriftzug Buy the ticket, take the ride (rechte Körperhälfte auf Höhe der Rippen)
# Abbild der römischen Göttin der Morgenröte Aurora (linker Oberarm)
- Yuma spricht mit einem spanischen Akzent
Charakterliche Eigenschaften
positiv
# anpassungsfähig
# empathisch
# fröhlich
# fürsorglich
# gesellig
# selbstlosneutral
# aktiv
# ambivertiert
# hypersensibel
# spirituell
# spontannegativ
# aufdringlich
# exzentrisch
# frech
# konfliktscheu
# schnell gelangweilt
# verletzbar
Vorlieben
# ausgiebige Sonnenbäder
# Früchte und Süßigkeiten
# Flohmärkte
# Körperkontakt - platonisch und sexuell
# Polarlichter
# sternklare Nächte
# ViolettAbneigungen
# Gewalt - lehnt generell jegliche Form der Gewalt ab
# Konflikte, Streitereien
# Ungerechtigkeit
# Unordnung in der Küchen-WG
# Vorurteile
# Winter und Kälte
Besonderheiten:
- Der Luchs bezeichnet sich als zapotekischer Hindu und vertritt mehrere Glaubensrichtungen
- Yuma ist ziemlich kälteempfindlich. Alles unter 15 Grad ist für ihn Winter. Er liebt dementsprechend den Sommer
- In seiner menschlichen Gestalt isst er kaum Fleisch. Anders sieht es aus, wenn er als Luchs unterwegs ist und dem natürlichen Jagdtrieb nachgibt
- Er glaubt an das spirituelle Konzept des Karmas
- Wenn er nicht gerade woanders schläft, schläft er immer in seiner Tiergestalt. Deswegen besitzt er auch kein typisches Bett.
- Er hat es gerne, wenn er gekrault wird - egal in welcher Gestalt.
- Er sammelt viele Dinge: Steine und Kristalle, Federn, Muscheln und alles andere, das ihm irgendwie hübsch erscheint
- Yuma hat früher geraucht und ist jetzt auf nikotinfreie Vapes umgestiegen
- Obwohl Yuma Auto fahren kann, hat er nie einen Führerschein gemacht.
Gesinnung
chaotisch-gut
Verfechter der Gerechtigkeit und der Gleichberechtigung
LGBTQ+ Supporter
You want more?
There is a world behind the shades.
Rasse
Gestaltwandler - Pardelluchs (Lynx pardinus)
Körperlänge: 90 cm + 14 cm Schwanz
Schulterhöhe: 65 cm
Gewicht: Ø 13 kg
Merkmale:
- ausgeprägter Backenbart
- lange Hinterbeine
- ist graziler als ein Eurasischer Luchs
- lange Pinselhaare an den Ohren für bessere Hör- und Ortungsfähigkeit
- wirkt durch viele kleine Tupfen im Fell sehr dunkel
- luchs-typischer Stummelschwanz
Fähigkeiten
- Bonus menschliche Gestalt: deutlich verbesserter Gehörsinn
- Bonus menschliche Gestalt: 50% stärker (1,5 fach) als eine menschliche Person seiner Statur
- Bonus Tiergestalt: Dreimal so stark wie ein Tier derselben Art
- Keine Alterung während der Verwandlung in das Tier
- doppelt so schnelle Wundheilung als bei einem Menschen
- Telepathie-Stufe: 2 (kann sich mit vertrauten Wandlern telepathisch unterhalten)
Sonstige Fähigkeiten
# Fotografie mit Schwerpunkt Astrofotografie
# spricht spanisch (Muttersprache), englisch (fließend) und ein wenig Hindi und portugiesisch
# fortgeschrittene Kenntnisse in der Astronomie
# backen und kochen
# Kunst (insbesondere Zeichnen)
# Parkour
Zugehörigkeit
Katzenrudel
Aurenfarbe
Grundton: blau und violett mit orangefarbenen Sprenkeln
How's my life?
Life is the greatest adventure.
Was bisher geschah …
Kindheit | 1978-1991
Yuma, damals noch unter dem Namen Neeraj bekannt, stammt aus der Region Oaxaca in Mexiko, aber nicht aus der gleichnamigen Stadt. Sein Rudel, das größtenteils aus Wandlern, aber auch menschlichen Familienangehörigen und Freunden bestand, war in den Bergen der Sierra Norte de Oaxaca ansässig, wo sie abseits der großen Stadt ihre Häuser hatten und recht ursprünglich und nahe der Natur lebten. So gab es nur ein altes, klappriges Auto, das sie dennoch zuverlässig in die Stadt und wieder zurück brachte. Sie lebten als Selbstversorger vom Ackerbau und der Viehzucht und hatten nur wenige technische Errungenschaften ihr Eigen nennen können. Die Clanälteste besaß einen flackernden alten Röhrenfernseher und es gab ein Radio, das oft Probleme mit dem Empfang hatte. Die Kindheit war für Yuma einfach, aber unbeschwert. Er wurde geliebt, hatte seine festen Aufgaben und ging im Bergdorf Santiago Zacatepec in die Schule, wo er die Grundfächer Lesen und Schreiben, Mathematik und Englisch lernte. Im Dorf war er der Hühnerjunge, der sich um das Geflügel kümmerte. Später wurden ihm Aufgaben mit mehr Verantwortung zugeteilt.
Erste Verwandlung | 1991
Yumas erste Verwandlung geschah im Alter von 13 Jahren und war relativ unspektakulär. Sie geschah spontan und hatte keinen direkten Auslöser gehabt. Glücklicherweise war er zu diesem Zeitpunkt mit anderen Jugendlichen seines Rudels in den Bergen unterwegs, wo seine Wandlung vor den unwissenden Menschen verborgen blieb. Für Yuma war die erste Verwandlung ein schönes und aufregendes Erlebnis gewesen. Noch mit wackeligen Pfoten, weil er erstmal vier Beine koordinieren musste, lief er umher und tollte mit seinen Kumpels herum, die teilweise selbst schon ihre Tiergestalt besaßen.
Jede Wandlung wurde groß gefeiert und so wurde zu Ehren von Yumas Tier ein Fest veranstaltet. Bei den Zapoteken hatten Katzenwandler immer ein besonders hohes Ansehen, da einer der wichtigsten Götter, nämlich der Jaguargott, ebenfalls eine Katze verkörperte. Yuma unterzog sich unter Führung des Schamanen - er wurde auch der Hüter des Wissens genannt - dem Tonos-Ritual, in dem ein junger Wandler seinem spirituellen Tiergeist zugeführt und er fortan als erwachsene Person anerkannt wurde. Symbolisch durfte er ab diesem Zeitpunkt eine Frau wählen, die er später heiraten wollte. Noch wurde aber nicht darauf gedrängt.
Jugend und Sexualität | 1991 - 1994
In den folgenden Jahren entwickelte sich Yuma zu einem allmählich erwachsenen jungen Mann, der seine eigenen Interessen entwickelte und davon ziemlich viele hatte. Schon immer war er ein äußerst neugieriges Kerlchen gewesen, der die Welt mit all ihren Facetten verstehen wollte, vor allem die Welt des Übernatürlichen, zu der er nun gehörte. Er schloss seine Schule als guter Schüler ab und arbeitete mit seinem selbständigen Vater zusammen als Handwerker, was ihm allerdings nicht allzu viel Freude bereitete. Viel lieber trieb er sich in der Küche herum und lernte von den älteren Frauen die Zubereitung von Nahrung. Vor allem das Backen interessierte ihn.
Auch wenn die Sexualität in der heutigen Gesellschaft kaum ein Thema mehr ist, war sie es in einem mexikanischen Bergdorf, das überwiegend aus gläubigen, alttraditionellen Mitgliedern bestand, sehr wohl. Die Dorfbewohner wurden allmählich skeptisch, da Yuma nie eine Freundin für sich ausgewählt hatte. Was er nie jemandem anvertraut hatte, aus Angst vor Ablehnung, war, dass er viel lieber den anderen Jungen des Dorfes hinterherschaute. Er ahnte, dass es nicht so einfach akzeptiert werden würde und war klug genug daraus ein Geheimnis zu machen. Die Entdeckung seiner eigenen Sexualität stellte ihn vor ungeahnte Hindernisse, da der soziale Yuma natürlich gerne eine Beziehung gehabt hätte, ihm aber ein Gleichgesinnter fehlte. Dass er keine Freundin wollte wurde regelmäßig ein unangenehmes Gesprächsthema mit den viel zu neugierigen Dorfbewohnern. Er hätte doch jede haben können, woran also scheiterte es?
Im Nachbardorf lernte er einen Jungen kennen, den er ziemlich gut fand und mit dem er sich anfreundete. Aus der Freundschaft wurde Verliebtheit und in einem Moment der Unbeschwertheit tat Yuma einfach das, was er für richtig hielt und küsste ihn. Erschrocken darüber wich der andere Junge zurück und lief davon. In einem unbedachten Augenblick brachte sich der Pardelluchs in ungeahnte Schwierigkeiten, denn natürlich kam es heraus und es folgte ein Gespräch mit seinem Vater, das er eigentlich vermeiden wollte. Yuma wurde vor die Wahl gestellt: Entweder er riss sich zusammen und hörte auf mit dem Blödsinn, wählte eine Frau und konnte bleiben, oder aber er musste das Rudel verlassen.
Ausschluss aus der Familie | 1994
Als er mit einer Tasche vor der Tür seiner Eltern stand und das letzte Mal in die kalten Augen seines Vaters geschaut hatte, war er gerade 16 Jahre alt geworden. Ein letztes Mal, in dem Vater und Sohn sich gegenüberstanden und sich dennoch nicht gleichstanden. Von nun an war Yuma kein Teil des Rudels mehr. Von nun an musste er zusehen, wie er alleine zurecht kam. Ein verängstigter, trauriger Junge, der noch nicht einmal ein ganzer Mann war - und auch nie einer werden würde, wenn er seinem Vater Glauben schenken wollte. Ausgestoßen. Rudelbruch. Und alles nur, weil er gerne Nagellack trug und einen Jungen geküsst hatte. Alles nur, weil seine Haare länger waren, als die anderer Jungen. Nur, weil seine Klamotten bunt waren und er gerne mit den Frauen in der Küche stand um Kuchen zu backen, als sich in einem ölig-fleckigen Blaumann zu quetschen und an Motoren zu schrauben. In einer konservativen Familie, in der Religion ein hohes Gut war, war Yuma das Abbild einer Sünde geworden. Und wurde damit zu einem Ausgestoßenen. Er durfte nur dann wiederkommen, wenn er bereit war, eine Frau zu heiraten und das Rudel mit eigenen Nachkommen zu bereichern. Etwas, das für ihn nicht in Frage kam.
Leben auf der Straße, Oaxaca | 1994-1995
In den Fängen einer kriminellen Organisation, Mexiko-Stadt - Maylu | 1995-1997
Ohne Familie und Ausbildung blieb Yuma nichts anderes übrig, als sich allein durchzuschlagen und sein Leben danach auszurichten irgendwie zu überleben. Es zählte für ihn allein der Wille, an jedem einzelnen Morgen aufzuwachen, am Leben zu sein und sich durch den Tag zu beißen. Anfangs war er sich nicht sicher gewesen, ob das besser in der Stadt als Mensch funktionierte oder als Tier in der Einöde Mexikos, wo er sich wenigstens von wilden Kaninchen und Eidechsen ernähren konnte, wenn ihn der nagende Hunger dazu trieb. Der Gedanke an die Einsamkeit schreckte ihn jedoch ab, weswegen er lieber in seiner menschlichen Gestalt ausharrte. Eine Weile bettelte er nach Geld oder Lebensmitteln, bis er dazu überging, sein Überleben mit Diebstahl zu sichern, was ihm jedoch nie besonders behagte. Immer auf der Suche nach Anschluss und Gesellschaft, immer auf der Suche nach einem Ort, an dem er bleiben konnte, versuchte er Kontakte zu knüpfen, hatte aber nie viel Glück dabei, weil er für die meisten Augen unsichtbar geworden war. Er verließ Oaxaca und nahm sich von dem wenigen Geld, das er überhaupt besaß, einen Bus nach Mexiko-Stadt, wo er sich ein besseres Leben mit mehr Möglichkeiten erhoffte.
Natürlich konnte er in dieser Zeit kaum Entwicklung erfahren, zumindest wenn es um schulische oder berufliche Entwicklung ging. Im Grunde genommen wusste nicht einmal irgendjemand, dass er existierte. Aber in seiner persönlichen Entwicklung machte er einen Sprung. Seine Angst verwandelte sich in Verbissenheit, sein Schmerz in Selbstlosigkeit, sein Wankelmut in Selbstbewusstsein. Ihm war klar geworden, dass er lieber auf der Straße lebte, als sich selbst verleugnen zu müssen, nur weil die menschliche Gesellschaft das so von ihm verlangte, damit er irgendwo hinein passte.
Es dauerte in Mexiko-Stadt nicht lange, bis jemand auf ihn aufmerksam wurde, der in ihm eine Chance sah, da Yuma mittlerweile ziemlich gut darin war, zu stehlen. Dass der Luchswandler so in die Hände einer kriminellen Organisation fiel, ahnte er dabei erst nicht. Er ging mit dem Typen mit und war froh, dass er für diese eine Nacht Unterschlupf fand. Dieser war nichts weiter als eine alte Matratze in einer kleinen Lagerhalle, in der noch eine Handvoll andere Leute lebten. Aber immerhin bekam er etwas Warmes zu essen und konnte einigermaßen weich liegen. Ihm war zu diesem Zeitpunkt vieles recht gewesen.
In der Gruppe befand sich auch ein junges Mädchen. Etwa drei Jahre jünger als er selbst. Ein Alter, in dem sie nicht unter diesen Umständen leben sollte. Wie sich herausstellte waren ihre Eltern ermordet und Maylu, so ihr Name, durch Menschenhandel von Brasilien nach Mexiko gebracht worden. Ihre sprachliche Barriere war nicht so schlimm wie befürchtet, da sich portugiesisch und spanisch ähnlich waren und so konnten sie sich relativ gut verständigen. Yuma nahm Maylu ganz selbstverständlich unter seine Fittiche. Nicht nur, weil sie ebenfalls eine Wandlerin war, sondern weil Yuma in ihr einen Sinn fand, eine Aufgabe, nach der er so lange gesucht hatte. Sie wurde seine kleine Familie, die er so dringend brauchte und da sich niemand anderes um sie kümmern wollte, tat Yuma es eben. Sie wurden oft gemeinsam losgeschickt, um Wertgegenstände und Geld zu stehlen. Oft bettelten sie in Touristengebieten, anstatt den illegalen Weg zu gehen. Eine Weile kamen sie damit irgendwie durch, später wurde ihnen jedoch mehr abverlangt. Maylu sollte trotz ihrer Minderjährigkeit auf den Straßenstrich geschickt werden - wogegen Yuma natürlich rebellierte. So bot er an, auf den Schwulenstrich zu gehen und für sie beide zu arbeiten, damit die junge Wandlerin in Ruhe gelassen wurde. Man genehmigte es ihnen zwar und es blieb für Maylu lediglich bei den Diebstählen, trotzdem hatte Yuma Bedenken und versteckte sie während seiner Abwesenheit in einem Hinterhof nahe des Schwulenstrichs, wo sie in ihrer Katzengestalt ausharren musste, bis er zu ihr zurückkam, um sie abzuholen.
Ende 1996 schmiedete der Luchswandler den Plan, zu fliehen. Er wusste, dass es nicht einfach sein würde und er Maylu in Gefahr bringen würde. Die einzige logische Möglichkeit, die sich ihm offenbarte, war es entweder zurück nach Hause zu gehen, wo er Maylu als seine Freundin vorstellen und allen anderen etwas vormachen konnte oder aber irgendwie in die USA zu gelangen, wo er sich ein besseres Leben als in Mexiko erhoffte. Um so viel Geld wie möglich zu machen und ebenso zu behalten, entschied er, weiter auf den Schwulenstrich zu gehen. Es war besser als mit Drogen zu dealen oder anderen Leuten Angst zu machen. Mit Sex brachte man viel Geld ein und es fiel nicht so sehr auf, wenn man sich den ein oder anderen Schein für sich selbst einsteckte. Man muss das an dieser Stelle nicht weiter ausführen. Wichtig war, dass sein Plan aufging und er nach nur einem halben Jahr genug Geld besaß, um sein Vorhaben in die Tat umzusetzen.
Überführung in die USA | 1997
Leben in Tucson, Arizona - Aleshanee | 1997 - 1998
Leben in der Hopi Reservation, Nord-Arizona | 1998 - 2003
Mit dem illegalen Überführen von Mexikanern in die USA ließ sich gut Geld machen und so gab es viele Schlepper, die ihre Dienste anboten. Auf einigen Migrationsrouten, vor allem durch die Sonora-Wüste, war dies damals noch relativ problemlos möglich und die beiden Wandler nur zwei von 800.000 Flüchtlingen, die rund um das Jahr 2000 illegal in die USA gelangten. Er gab sein erspartes Geld einem Schlepper, dessen Kontakt er über mindestens drei Ecken erhalten hatte und ließ sich gemeinsam mit Maylu von Zentralmexiko bis kurz hinter die Grenze bringen, wo sie in einem bergigen, schroffen Gebiet rund um den Coronado Peak ausgesetzt wurden. Mit Sack und Pack mussten sie mehrere Tage zu Fuß über das Gebirge bis zur nächsten größeren Straße laufen, wo sie von einem netten, älteren Mann bis nach Tucson mitgenommen wurden.
Und da? Da lebten sie erst einmal wieder auf der Straße. Als illegale Einwanderer war es schwer irgendwo Fuß zu fassen. So suchten sie sich einen Rückzugsort am Rande der Stadt und harrten eine Weile aus. Zu ihrem Glück fand nur wenig später eine Hexe namens Aleshanee sie und quartierte sie einige Monate bei sich ein, um die beiden Katzenwandler wieder aufzupäppeln. Aleshanee kam eigentlich aus Oregon, war aber, da sie gezwungen war, eine neue Identität anzunehmen, einige Jahre zuvor nach Arizona gezogen, wo die warme und trockene Luft, wie sie damals behauptet hatte, ihren Knochen gut tat. Sie gehörte zum Thunderhead-Coven, das der lokale Hexenzirkel der Stadt Tucson war und der nach dem hiesigen Gebiet "Thunderhead" benannt wurde. Dort, abseits der Stadt, lebten sie eher zurückgezogen auf einer weitläufigen Ranch zwischen Saguaros und Hartlaubgewächsen. Bei Aleshanee blieben die beiden Wandler ein knappes Jahr, bis der Coven es für richtig hielt, sie lieber zu anderen Wandlern zu bringen, damit sie unter Ihresgleichen leben konnten.
Durch die Hexen erfuhr Yuma nicht nur von der Existenz von Dämonen und Vampiren, sondern erlernte hier und dort auch ein paar hilfreiche Kniffe - vor allem Heilpflanzen zu bestimmen und mit ihnen umzugehen.
Ihre neue Heimat war ein Hopi-Reservat im Norden von Arizona. Im Reservat gab es mehrere Gemeinschaften, die auf den Tafelbergen - den Mesas - lebten. Unter ihnen gab es so manchen Wandler. Darunter Kojoten, Pumas, Wapitis und Vogelwandler, aber auch zwei andere Luchse, was Yuma besonders freute. Hier konnte Yuma endlich sein Talent in der Küche beweisen, ohne dabei schräg angeschaut zu werden. Die Hopi lebten überwiegend von der Landwirtschaft und bauten Mais, Kürbisse und Sonnenblumen an, die sie zu Lebensmitteln verarbeiteten. Außerdem hatten sie eigenes Vieh, das sie regelmäßig schlachteten und fertigten Kunstgegenstände an, die an Touristen verkauft wurden und mit denen sie zusätzlich Geld verdienten, um sich Dinge zu kaufen, die der Hopi-Gemeinschaft ein modernes Leben erleichterten. Ein wenig erinnerte Yuma dieses Zusammenleben an seine Heimat und seine Familie in Mexiko. Er fühlte sich wohl und fand schnell seinen Platz in der Gemeinschaft.
Die Jahre zogen dahin. Maylu wurde zu einer Frau und Yuma entwickelte sich auf seine ganz eigene Weise. Er fühlte sich vor allem zum Schamanismus hingezogen und ließ sich vom spirituellen Leiter des Wuutsim - er hieß Kwatoko - in die Rituale der Hopi einweisen. Der Luchs hatte schon immer einen Hang zur Spiritualität und war neben dem Hinduismus, der Kosmologie und dem Polytheismus der Zapoteken nun auch Anhänger der ethnischen Religion der Hopi-Natives. Für ihn schloss das eine das andere nicht aus, da, so war sein Glaubensansatz, alles miteinander verbunden und damit eins war.
Im Jahr 2002 kam der Sohn von Kwatoko zu Besuch. Er hieß Makya und war ein stattlicher Jaguar-Wandler (der leider nicht schwul war). Die berufliche Karriere hatte ihn jedenfalls schon vor Jahren nach Washington State geführt, wo er in der Nähe von Seattle wohnte, wie er damals erzählt hatte. Weit weg von Arizona am nördlichen Ende der USA, wo die Nebel über das Land zogen und der Ozean in Stürmen manchmal brachiale Wellen gegen das Land warf. Yuma hatte nie vorgehabt, die Hopi zu verlassen. Er spürte aber, dass etwas mit Maylu war und sie unruhig und unzufrieden wurde. In einem Gespräch mit ihr gestand sie ihm, dass sie sich nach Entwicklung und nach mehr Möglichkeiten sehnte und sie das Leben bei den Hopi, so angenehm es auch war, ihr nicht allzu viele Perspektiven versprach. Was Yuma durchaus verstand, selbst wenn er dieses angenehme, bodenständige Leben mochte. Er hatte seine Perspektive. Dass Maylu sie nicht hatte, hatte er beschämenderweise nicht wahrgenommen.
Makyas Besuch kam zur richtigen Zeit und während er von Washington erzählte, sah Yuma, dass Maylu sich von seinen Erzählungen hinreißen ließ und sie anfing davon zu träumen, an einem anderen Ort einen Neustart zu wagen. Für Yuma bedeutete es, in sich zu gehen und sich zu überlegen, ob er Maylu begleitete oder sie ziehen ließ, damit sie ihr Glück finden konnte. Es war ja nicht so, dass sie darauf bestand, dass Yuma mit ihr kam und sie wollte ihm schon gar seinen eigenen Lebensweg vorschreiben. Sie wusste, dass er bei den Hopi glücklich war, nur war sie es eben nicht ganz so sehr wie er.
Doch insgeheim wusste Yuma schon, dass er sie nicht alleinlassen wollte. Sie war seine Familie und er wollte nicht noch eine Familie verlieren.
Also zogen sie letzten Endes gemeinsam um, weit weg von allem, das Yuma kannte und liebte. Die Mesas verschwanden und sie ließen die Wüste hinter sich, während sie mit verschiedenen Bussen und unendlich vielen Fahrstunden immer weiter nach Norden gelangten.
Aufnahme ins Katzenrudel, Dawnskap Bay | 2003
Neue Identität | 2003
Kennenlernen von José | 2007
Damals, als Paul noch nicht der Anführer der Katzen war, sondern Lucien Henshaw, stand Yuma mit Maylu an seiner Seite also plötzlich vor der Katzenvilla und bat für sie beide um eine Aufnahme. Auf die Frage, wer sie geschickt hatte, antwortete Yuma: Makya.
Und wo er sei: Wir wissen es nicht.
Er wollte längst zurück sein.
Dass Makya gestorben war, wusste Yuma zu dieser Zeit tatsächlich nicht. Ihn hatte wohl ein Jäger erschossen, der in dem Jaguar irgendeine Trophäe gesehen hatte. So war zumindest ihre Vermutung. Die Wahrheit jedoch war, dass ein Hunter ihn ermordet hatte, weil Makya kein Mensch gewesen war und er in dem liebenswerten Jaguar-Wandler eine nicht vorhandene Bedrohung gesehen hatte. Das hatten sie allerdings nie in Erfahrung bringen können. Oder es wurde Yuma so nie gesagt, um ihn nicht zu beunruhigen.
Im Katzenrudel herrschte eine andere Tonart und Yuma musste sich erstmal an die neuen Umstände gewöhnen. Ihm fehlte das einfache Leben auf dem Land und vor allem die Sonne der Wüste. Trotzdem passte er sich so gut und schnell wie es ihm möglich war an, auch wenn er Arizona wirklich sehr vermisste. Aber dann sah er, wie sehr Maylu das Leben in Dawnskap Bay gefiel und war damit zufrieden, dass sie sich wohlfühlte und glücklich war. Und auch er arrangierte sich nach ein paar Wochen mit seinem neuen Leben. Yuma fand eine Arbeitsstelle in einem Café, knüpfte Freundschaften und entwickelte nach einem Besuch in einem Planetarium der Stadt ein starkes Interesse an der Astronomie, das er bis heute pflegt.
Durch das Katzenrudel kam Yuma an einen Ausweisfälscher, der sich darauf spezialisiert hatte Wandlern und anderen übernatürlichen Wesen eine neue Identität zu verschaffen, da sie deutlich langsamer alterten und es unter den Sterblichen irgendwann auffiel, dass ein 30-Jähriger nicht mehr aussah wie ein solcher. Das war so eine Sache, über die Yuma nie nachgedacht hatte. Die Frage, wie er denn zukünftig heißen wollte, überforderte ihn eine ganze Weile. Für ihn kam es so vor, als müsse er seine eigene Identität beerdigen und sich neu erfinden. Etwas, woran er sich gewöhnen würde, wie man ihm aufmunternd zu erklären versuchte.
Sein Namensvorschlag verwunderte den ein oder anderen vielleicht. Für Yuma war es aber ganz klar: Er wollte einen mexikanischen Nachnamen, um sich seiner Herkunft verbunden zu fühlen, aber einen Vornamen, der weder mit seinem Vater, noch mit seiner Mutter in Verbindung gebracht werden konnte, weil er sich längst von ihnen gelöst hatte und ein selbstständiger Wandler war. Er entschied sich für den Namen Yuma, der mehrere Bedeutungen hatte, wobei ihm die Bedeutung Sohn des Flusses besonders gefiel.
Auf die Frage, ob er sicher war, dass er so heißen wollte, entgegnete er nur frech, dass er nicht wirklich wie ein John Smith oder ein Christopher Williams aussah, oder?
Im Jahr 2007 lernte er einen jungen Mann namens José kennen, der für ein Forschungssemester an die Nordwestküste gekommen war, um den Pazifischen Riesenkraken im Puget Sound zu studieren. José war ein ganz normaler Mensch, der nichts von der übernatürlichen Welt und damit auch nichts von den vielen Gestaltwandlern in der Stadt wusste. Für Yuma stellte das erstmal kein Hindernis dar, selbst wenn andere Wandler ihn vor solch einer Verbindung warnten, weil sie auf Dauer zu Problemen führen würde.
Wie es eben so kommen musste, wurden sie ein Paar. José war übrigens der erste richtige Freund von Yuma und sollte das auch eine ganze Weile lang bleiben, da er bis heute nur José hatte.
Umzug nach Santa Cruz, Kalifornien | 2008
Beziehung mit José | 2008-2012
Nachdem sie nun schon ein knappes Jahr gedatet hatten und mittlerweile eine feste Beziehung eingegangen waren, war es für Yuma keine Frage mehr, ob er nach der Forschungszeit zu José nach Kalifornien ziehen wollte und zögerte nicht lange ihm zu folgen, als das Semester endete. Dieses Mal ließ er Maylu tatsächlich zurück. Sie war längst erwachsen geworden und hatte sich nun ihr eigenes Leben aufgebaut. Ihre Verbindung würde auch trotz eines Umzugs nie enden und so schworen sie sich, jeden Tag von sich hören zu lassen und sich regelmäßig zu besuchen. Natürlich flossen Tränen des Abschieds, aber gleichzeitig war Yuma irgendwie froh, wieder in den Süden zu ziehen, wo es wärmer war.
José schloss im Jahr 2009 sein Meeresbiologie-Studium ab und arbeitete im nahegelegenen Monterey Bay Aquarium auf der anderen Seite der Bucht, während Yuma eine Arbeitsstelle in einer Konditorei fand und seine Vorliebe für das Kreieren von Desserts und Kuchen entdeckte. Der Alltag kehrte ein. Ein ruhiger, friedlicher Alltag, der Yuma das Gefühl gab angekommen zu sein. Die Wandlerproblematik war gut zu lösen, da sich seine eigenen Arbeitszeiten von José seinen unterschieden und Yuma sich so regelmäßig verwandeln konnte. Aber hier und da rutschte ihm halt doch mal etwas aus, das José stutzig machte. Er wunderte sich zum Beispiel über das erstaunliche Gehör von Yuma oder über seine Ausdauer und Stärke, die nicht ganz zu seiner Statur passen wollte. Und vielleicht wunderte er sich hier und da auch über Katzenhaare, obwohl sie gar keine Katze Zuhause hatten. Zur Aussprache war es trotzdem nie gekommen, denn wir hätte man so etwas auch ansprechen sollen, nicht wahr?
Irgendwann kam Yuma jedoch in den Sinn, dass er eines Tages die Wahrheit sagen musste. José war der Typ Mann, der schnell ergraute, obwohl er noch gar nicht so alt war. Und spätestens nach dem Erscheinen der ersten grauen Haare fragte sich Yuma ernsthaft, wie lange er noch vor der Wahrheit wegrennen konnte. Nur wollte er José nicht einweihen. Nicht, weil er ihm nicht traute oder glaubte, dass er José dadurch verlor, sondern einfach weil alles so friedlich und schön war und er seinem Freund diese, für ihn sichere Welt nicht zerstören wollte. Und egal wie er es drehte und wendete: Die Beziehung hatte ein Ablaufdatum. Yuma könnte mehrere hundert Jahre alt werden und das fand er José gegenüber nicht fair. Er verließ ihn in einem klärenden Gespräch und gab seinem Freund damit die Chance auf ein normales Leben und einen Partner, mit der er bis zum Tod zusammen sein konnte. Und beides konnte José mit Yuma einfach nicht haben.
Nur wenige Wochen später hatte er all seine Sachen gepackt und war auf dem Weg zurück nach Dawnskap Bay und zu Maylu.
Zurück in Dawnskap Bay | Februar 2012
In Dawnskap Bay kam er wieder im Katzenrudel unter, das mittlerweile unter der Führung von Paul Rodriguez stand. Obwohl Yuma so lange fort war, wurde er beinahe selbstverständlich wieder aufgenommen. Zwar kannte er viele Mitglieder nicht mehr, hatte dennoch keine Probleme damit, sich zu integrieren und bandelte, dank seiner sozialen Fähigkeiten, auch schnell mit den Mitgliedern an, die nach ihm kamen. In gewisser Weise fand er darin seine Aufgabe, neben Paul, einer der ersten Ansprechpartner für Neulinge zu sein und ihnen das Einleben so angenehm wie möglich zu gestalten. Schon im März fand er eine Festanstellung in der Konditorei Plums Cake House und hat sogar eine Kooperation mit Tessas Tea House in die Wege geleitet, damit die Luchsin ihren Gästen auch feinstes Gebäck und Kuchen anbieten kann. Nebenbei stellt er in einer Galerie einige seiner Astrofotografien aus.
Yuma möchte zertifizierter Konditor werden und spart gerade für die Lehre.
Übrigens ist er mittlerweile ganz gerne in Dawnskap Bay. Trotz des eher milden Klimas.
And at the end?
Just a few more things.
Spielername
Seven
Avatarperson
Avan Jogia
Zweitcharakter(e)
Constantin "Coal" Reynolds
Gesuch?/Erwähnte Charaktere
Paul Rodriguez
Theresa Stone
