Datum | Ereignis |
| 1990-2000 | Geburt & Kindheit
Ab hier übernehme ich, ist ja schließlich meine Geschichte! Also - alles begann in einer lauen Sommernacht, als ein schnuckeliger Typ mit Locken so schwarz, wie die Nacht und einem warmen Blick aus braunen Hundeaugen ein schmuddeliges Diner betrat und eine gewisse Donna Lee Miller anlächelte. So zumindest hat es meine Mutter, besagte Donna Lee Miller, immer beschrieben. Ich weiß ehrlich gesagt nicht, ob es der Wahrheit entspricht, aber vermutlich sind zumindest 50% richtig. Das Diner ist wirklich schmuddelig und rein rechnerisch muss es Sommer gewesen sein, als sie mich mit einem dahergelaufenen Fremden zeugte. Mum war damals auch noch echt jung und hielt sich mit dem Job als Kellnerin mehr oder weniger über Wasser. Neun Monate und einen vernichtenden Streit mit ihren Eltern, die ich nie als Großeltern kennenlernte, später - am 22. April 1990 - wurde ich also in einem Krankenhaus in Seattle in die Welt geworfen. Manchmal denke ich ja, sie hätts besser gelassen, aber nun, da bin ich halt. Der schnuckelige Fremde hat übrigens nichts mehr davon erfahren, weil er sich aus dem Staub gemacht hat, noch ehe der Bauch meiner Mum rund wurde. Vermutlich ahnt er nicht mal, dass es mich gibt. Oder er hat tausend weitere Bastarde in die Welt gesetzt, die die kommende Jahre ihr klägliches Dasein fristen durften und sich fragten, wer denn nun ihr Daddy war.
Als Kind hatte ich dazu allerhand Theorien. Mal war er ein ausländischer Spion, dann wieder Diplomat und einmal sogar ein Prinz aus der Wüste. Künstler, reicher Hollywoodstar oder Elvis höchst persönlich. Na schön, letztere Idee kam nicht von mir, sondern von Mum, die vielleicht auch einfach wegen Daddys Haarpracht in seine Arme gefallen war. Donna war immer ein riesiger Elvisfan, müsst ihr wissen und das erklärt auch, wieso ich diesen bescheuerten Namen trage. Tupelo - der Geburtsort von Elvis. Wunderbar. Nicht. Und Jane? Naja, wäre schon ok, aber ich habe mich nicht wie eine Jane gefühlt. Ich habe über die Jahre meiner Kindheit und Jugend versucht, diverse Spitznamen zu etablieren. TJ wäre doch cool gewesen. Aber nein. Wie das so ist, es blieb bei Tippy hängen.
Meine Kindheit war die ersten zehn Jahre geprägt von zahlreichen Umzügen in Seattle und um Seattle herum. Weit sind wir nie gekommen und lange geblieben sind wir auch nicht. Ich weiß gar nicht, wie viele Kerle versucht haben, den Titel "Dad” von mir zu erwerben. Spoiler: Hat keiner bekommen. Es gab schon welche, die waren ok - aber die meisten waren es nicht. Zum Glück hatte Donna neben ihren Phantasien auch mal klare Momente und wenn es doch mal zu bunt (oder laut, oder aggressiv) wurde, hat sie ihre und meine sieben Sachen gepackt und war mit mir zum nächsten vielversprechenden Gönner gehüpft.
In der Zeit habe ich auch gelernt, mich rasch an Neues anzupassen. In einem Daycare war ich nie und kam erst mit 5 in einen staatlichen Kindergarten, den ich in dem einen Jahr dann auch gleich zweimal gewechselt habe, weil wir wieder umzogen. Danach ging genauso weiter mit verschiedenen Elementary Schools, wo ich laufend “die Neue” war. Ich lernte, dass es am besten ist, wenn man sich bedeckt hält und sein eigenes Ding macht.
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| 2000 | Trailerpark Mit etwa 10 Jahren hatte das viele Umziehen dann endlich ein Ende. Mum hatte die Schnauze voll von den Männern und ihren leeren Versprechungen und hatte genug gespart, um uns einen kleinen, ranzigen Trailer zu kaufen. Die Gegend war nicht besonders schön, aber die Leute im Park nahmen uns direkt bei sich auf, waren freundlich und halfen einander, wenn nötig. Das Diner, in dem Mum vor meiner Geburt arbeitete, war auch ganz in der Nähe und ihr alter Boss nahm sie gerne wieder zurück. Es schien endlich besser für uns zu werden. Die neue Schule war ok und die Elementarys Phase ohnehin fast vorbei. Ich gab mir ehrlich gesagt nicht mal die Mühe, mich dort anzupassen. In der Middle School - im selben Gebäude, nur auf der anderen Seite - hatte ich dann schon den Ruf weg. Und soll ich euch was sagen? Mich interessierte das nicht die Bohne! Sollten die Mädchen mit ihren doofen Boybands, Schminktipps und Glitzerschleifchen doch lästern - ich spielte ohnehin lieber Ball oder verdrosch den pickligen Josh, der Jimmy wieder das Pausenbrot geklaut hatte. |
| 2003 | Erste Verwandlung Jimmy war übrigens auch eines der Kinder aus dem Trailerpark. Mit denen verstand ich mich am besten. Kein Wunder also, dass ich fast immer mit ihnen herumstromerte. Da waren die Brüder George und Davin, die die ältesten waren und immer irgendein Zeug anschleppten. Autoradios und Alkohol meistens, aber manchmal auch andere Sachen. Sie hatten eine Gang gegründet - die Dead-End-Dogs - was ich anfangs ziemlich albern fand, aber da wusste ich ja auch noch nicht, was Sache war.
Die Pubertät hatte mich hart getroffen mit allem was dazu gehört und so wusste ich nicht wirklich zu deuten,dass da auch noch etwas anderes mit mir vor sich ging. Ich glaube, so rückblickend, dass George es wusste oder zumindest geahnt hat. Wie? Ja, das frag ich mich auch! Eigentlich merkt man das einem ja nicht vorher an. Wovon ich nichts weiß ist, dass George mal meine Mum, als die ziemlich zugedröhnt war, über meinen Dad ausgefragt hat und dabei hat sie wohl irgendwas davon gefaselt, dass er genauso sonderbare Augen gehabt hatte, wie George. Und das hat George gehörig stutzig gemacht, weshalb er auch in den kommenden jahren - und erst recht nach meiner Wandlung - Nachforschungen betrieben hat. Aber dazu später dann nochmal.
Jedenfalls...die Jungs hatten in diesem Sommer in einem anderen Stadtteil ein verlassenes Haus mit Pool ausfindig gemacht und nach heftigen Regenfällen war das sonst algige Becken gut gefüllt. Wir fuhren mit einer der Rostlauben eng gequetscht mit Allemann dorthin, ab durch die Hecke auf der Rückseite und bis in den zugewucherten Garten. Die rostigen Gartenliegen bedeckten wir mit mitgebrachten Decken, stellten Kerzen in leeren Gläsern auf, ließen die Musik übers “neue” Autoradio laufen und tranken billigen Fusel. Die Jungs machten eine Arschbombe nach der anderen. Ich hingegen hielt mich lieber fern vom Wasser, weil ich nicht schwimmen kann. Außerdem fand ich Wasser eh unheimlich, wenn es in so großer Menge da war. Als Regen oder Dusche mochte ich es immer gerne. Aber nach einem Erlebnis mit einem bissigen Fisch in meiner Kindheit, hatte ich definitiv genug von Seen und Pools.
Ich hatte die Rechnung aber nicht mit George gemacht, der mich kurzerhand packte und in das brackige Wasser warf. Die Welt wirbelte um sich herum, ich wusste nicht, wo oben und wo unten war. Wasser drang in meine Kehle und ich hustete, nur um noch mehr Wasser zu schlucken. Panik erfüllte mich und wild um mich strampelnd, versuchte ich der Lage Herr zu werden. Und dann war es plötzlich ganz leicht. Nicht mehr drückend, sondern anschmiegsam fühlte sich das Nass an und es brannte nicht mehr in meinen Augen. Ich schoss Richtung Oberfläche und zog mich am Poolrand empor, schüttelte mich, dass es nur so aus meinem Fell spritzte und hielt dann irritiert inne. Die Jungs standen im Halbkreis vor mir, ragten über mir auf. George und Davin grinsten mich an, letzter gab ersterem einen 5 Dollerschein (ich sag ja, George ahnte was). Dann heulten beide auf und verwandelten sich, während die Jüngeren ebenfalls jaulend, aber als Menschen Kinder bleibend, um uns herum hüpften. Die Dead-End-Dogs waren Kojoten - bzw. die, die bereits verwandelt waren, waren welche. Einige sollten in den kommenden Jahren noch folgen. Und ich? Ich war plötzlich eine Fischkatze und musste erst einmal recherchieren,was das überhaupt war. |
| 2004-2008 | High School & Dead-End-Dogs Und so wurde ich also Mitglied der Dead-End-Dogs. Am Anfang wurde noch diskutiert, ob ich denn als Katze überhaupt Mitglied in einem Kojotenrudel sein dürfte, aber das hatte sich schnell erledigt. Ich war ja eh immer Teil davon gewesen und es war ja nicht mal gesagt, dass alle Brüder von George und Davin zu Kojoten werden würden (tatsächlich wurden die anderen 5 auch Kojoten und nur bei Nr. 6 weiß ich es noch nicht). Es war das erste mal, dass ich mich wirklich irgendwo zugehörig fühlte. Und ich habe es geliebt! Mit 15 bekam ich mein Branding - einen stilisierten Kojotenschädel auf meinem Schulterblatt. Hölle, sag ich euch. Das tat sowas von weh! Aber es war es wert. Ich muss an dieser Stelle sagen, dass ich nicht auf alles stolz bin, was wir so verzapft haben. Ich rede nun nicht davon, dass wir ab und an beim Diner und der Tanke Alkohol und Süßkram gestohlen haben. Ich weiß, dass die älteren (auch Onkel von den Brüdern) auch andere Sachen gemacht haben. Einmal hab ich Schmiere gestanden, als sie bei einem Juwelier eingestiegen sind. Und ein anderes Mal habe ich das Schloss eines Autos geknackt. Da sind wir aber fast erwischt worden. Aber insgesamt war es eine tolle Zeit. Rau, manchmal auch blutig, aber toll. Ich vermisse die ollen Köter sehr.
Durch meine Freundschaft zu den Dead-End-Dogs war meine High School Zeit aber auch viel besser als erwartet. Man ging mir lieber aus dem Weg oder suchte zumindest keinen Ärger mit mir. Ich konnte mich natürlich auch gut selbst wehren, aber es wollte sich auch niemand mit den beiden älteren Brüdern anlegen. Ich entdeckte, dass ich nicht ganz auf den Kopf gefallen war und holte in dieser Zeit immens auf, was den Lernstoff anging, den ich die ersten Jahre verpasst hatte. Nicht, dass ich eine Leseratte oder ein Streber geworden wäre! Aber ich hatte Ehrgeiz. Ich wusste an dieser Stelle nur noch nicht so genau, wohin damit. |
| 2007 | Krankheit der Mutter Und dann wurde Mum krank. Erst war es kaum sichtbar. Es war wie ein fahler Geruch, der im Trailer hing und um sie herum stärker wurde. Sie wurde blasser, müder und nahm immer mehr ab. Sie war immer öfter krank und schaffte es nicht zur Arbeit zu gehen. Wir hatten nie viel Geld und schon gar keine Krankenversicherung. So schleppte sich Donna lange damit herum, ohne zu einem Arzt zu gehen. Erst als sie im Diner zusammenbrach und ein Gast den Notarzt rief, wurde sie untersucht. Diagnose: Krebs. Ich übernahm Wochenend- und Abendschichten, während ich weiter zur Schule ging. Die anderen Trailis halfen uns, wo sie nur konnten, aber alle wussten, dass Donna es nicht schaffen würde. Sie kämpfte. Sie klammerte sich an alles, was sie irgendwie finanzieren konnte. Manches war völliger Humbug und einmal hätte ich fast einem schmierigen Typen die Krallen durchs Gesicht gezogen, hätte George mich nicht zurückgehalten. Leere Versprechungen. Falsche Hoffnungen. Während die anderen Mädchen mit glitzernden Schleifen in ihren frisierten Haaren und geschminkten Gesichtern auf den Prom gingen, saß ich bei meiner Mum in unserem ranzigen Trailer und tupfte ihr die Kotze vom Kinn. |
| 2008-2010 | Kellnerin im Diner Ich beendete Die High School dennoch irgendwie und hatte auch mittlerweile einen Plan. Ich wollte Krankenschwester werden. Vielleicht irgendwann sogar Ärztin. Ich wollte da sein für Leute, wie meine Mum und sie mit Wärme und Freundlichkeit behandeln und nicht wie eine Aussätzige, die die Rechnungen nicht zahlen kann. Meine Ziele waren vielleicht hoch gesteckt, aber ich hielt daran fest. Auch, als ich realisierte, dass sie derzeit noch utopisch waren. Die Kosten - selbst für das Community College - waren zu hoch und ich hatte nicht mal wirklich Zeit, da ich mich einerseits um Donna und andererseits um das Geld kümmern musste. Ich übernahm ihre Stelle als Kellnerin im Diner und erledigte Einkäufe für Leute aus der Umgebung. Die Einnahmen gingen größtenteils für unsere Stellplatzmiete oder die Arzneimittel meiner Mum drauf. Was übrig blieb, legte ich zur Seite. In dieser Zeit ließ ich mich auch öfter dazu hinreißen, George und Davin bei ihren “Geschäften” zu helfen. Again - bin ich nicht stolz drauf, aber ich wusste nicht, was ich sonst tun soll. In der Zeit war ich auch sporadisch mit George zusammen, was ganz gut war, weil es mir den ekligen Verwalter vom Park vom Leib hielt. |
| 2010-2012 | Nursing School Zwei Jahre hielt ich mich und Mum also irgendwie mehr oder weniger legal über Wasser und hätte fast vergessen, was meine Ziele waren. Sie waren so weit in die Ferne gerückt, so unerreichbar geworden, dass ich kaum glauben konnte, dass es sich noch mal ändern sollte.
Es war ein Sommerabend im ranzigen Diner. Nein, keine Sorge ich wurde nicht schwanger. Aber ja, ich lernte wen kennen. Er hatte keine dunklen Haare, sondern war blond und fuhr einen schicken ausländischen Wagen. Den ersten Abend bestellte er bloß Wasser und redete nicht viel. Aber am nächsten Abend war er wieder da. Und dann wieder. Irgendwann blieb er bis Schichtende und weil ich an diesem Abend auch abschloss, waren wir allein. Die nächsten Wochen kann ich euch gar nicht genau beschreiben. Vielleicht war ich verliebt? Ich habe zumindest das Gefühl, dass ich irgendwo in den Wolken lebte und größtenteils kann ich mich nicht mal erinnern, was wir alles gemacht haben. Tagsüber arbeitete ich oder kümmerte mich um Mum und die Abende und Nächte verbrachte ich mit ihm. Nicolas hieß er und er war unverschämt charmant, gebildet und weitgereist. Ja, er hatte mich um den Finger gewickelt, wie George in seiner Eifersucht behauptete. Aber das war ja kein Grund, misstrauisch zu sein. Er wäre komisch, meinte George. Pah. Nur, weil er mehr Stil hatte als George. Er rieche seltsam, meinte George. Ja, Dude? Er wäscht sich und trägt so etwas, was man Aftershave nennt. Und dieser Hint an Blutgeruch dadrunter kommt halt, weil er forensischer Pathologe ist. Ist doch logisch... Dank Nicolas schrieb ich mich 2010 dann auch in der Nursing School ein, deren Kosten er anfangs übernahm. Es war eine aufregende Zeit, in der ich definitiv zu wenig Schlaf fand. Himmel, war ich manchmal erschöpft…
Aber Nicolas blieb nicht. Eines Tages war er einfach fort, hinterließ mir bloß einen Brief, indem er bat, dass ich ihm vergebe und weiter meine Träume verfolge. Er müsse nun weiterziehen. Die Wortwahl war etwas theatralisch, muss ich sagen. Verstanden habe ich es nie, aber mein Leben hat mich gelehrt, mich nicht an Dinge zu klammern. Und immerhin hatte er mich zurück auf die richtige Spur gebracht. Umso intensiver widmete ich mich dem Lernen, schuftete mir in den freien Zeiten die Buckel krumm und kümmerte mich um Donna. Dass ich einem Vampir aufgesessen war, weiß ich bis heute nicht. |
| 2012 | Tod Donnaˋs | Abschluss Nursing School | Umzug Kurz vor meinem Abschluss der Nursing School wurde der Zustand meiner Mum immer schlimmer. Anfang des Jahres starb sie dann und hinterließ ein Loch in meinem Herzen, Stille im Trailer und einen Haufen Schulden. Ich möchte ehrlich gesagt, nicht weiter darauf eingehen. Vermutlich habe ich es noch immer nicht verarbeitet. Es war aber auch gar keine Zeit dafür. Ich konnte meine Ausbildung deswegen nicht vernachlässigen. Ich musste einfach für sie diese vef**** Prüfung bestehen und danach meine Lizenz als registrierte Krankenschwester noch obendrauf setzen. Das hatte sie mir am Sterbebett eingetrichtert und genau das würde ich tun. Und ich tat es. Und noch etwas anderes hatte Donna mir gesagt. Ich solle gehen. Weg aus Seattle, fort vom Trailerpark. “Geh an die Küste, Kind.” hat sie gewispert. Wieso ausgerechnet an die Küste? Ich verstand es nicht. Obwohl ich das Leben als Fischkatze genoss, so fürchtete ich noch immer große Wasserflächen, wenn ich Mensch war. Küste erschien mir da doch sehr absurd als Ziel. Aber erst einmal musste ich eh anderes tun. Den Abschluss machen natürlich. Aber auch alles andere Regeln. Die Beerdigung meiner Mutter fraß ein weiteres Loch in den mageren Geldbeutel und ich sah mich gezwungen den Trailer zu verkaufen. Für eine Weile zog ich bei George ein, der mittlerweile einen eigenen Trailer hatte. Ich arbeitete weiterhin als Kellnerin und versuchte die gierigen Schuldeneintreiber zu ignorieren.
Mit dem Abschluss und der Lizenz schließlich in der Tasche entschloss ich mich, dem Wunsch meiner Mum nachzukommen. Ich wollte Seattle endgültig verlassen. Die Trailis trieben ein altes Auto auf, einen 1990er Honda Civic Hatchback, der unter dem abblätternden grauen Lack schon etwas rostig ist. George steckte mir zum Abschied noch einen Zettel zu - ich sollte nach einem gewissen Coal suchen, wenn ich meinen Vater suchen wollte. Woher er die Info wieder hatte, keine Ahnung. (Vielleicht würde ich irgendwann ja von Georges Nachforschungen über meinen Vater erfahren, aber jetzt war noch nicht der Moment dafür. George hatte aber, wie oben schon beschrieben, ein wenig die Ohren gespitzt und hatte auch Mum zu ihren Lebzeiten - danach wäre arg creepy - hier und da befragt. Der Name Coal war die Information, die er ihr entlocken konnte). In der Zeitung hatte ich eine Stellenanziege entdeckt und mich kurzerhand in dem Krankenhaus eines Küstenorts als Krankenschwester beworben. Und ja…nun sitzte (und wohne) ich also hier in meinem Honda “Sharky”, blicke auf eine angsteinflößende Menge Meer und warte auf meine erste Schicht. |