02.02.2026, 14:14 - Wörter:
Juni 2012
Tessa’s Tea House - Eröffnung nach Wiederaufbau am 24. Juni 2012 mit Buffet & Tombola
Das vormals als See-Café bekannte Gebäude, welches sich auf dem kleinen Weiher im Henry Hewitt Park befindet, wurde durch das Erdbeben im letzten Jahr stark beschädigt. Aufgrund fehlender Mittel musste sich der vorherige Eigentümer durch einen Verkauf davon trennen. Mitte April fand der Eigentümerwechsel statt, woraufhin auch die Sanierungsarbeiten begannen. Die neue Besitzerin, Theresa Stone, erzählte uns, dass die ruhige und vor allem idyllische Lage ausschlaggebend für ihre Kaufentscheidung war. Inzwischen erstrahlt das Gebäude im neuen Glanz und lädt alle Teeliebhaber nicht nur zum Kauf der von Miss Stone in liebevoller Handarbeit selbst hergestellten Teemischungen, sondern auch zum Verweilen ein.
Nach Angabe der neuen Besitzerin findet am Sonntag, dem 24. Juni ab 15 Uhr die Eröffnungsfeier statt. Für Speis und Trank wird über einen Cateringservice gesorgt und es gibt ein buntes Unterhaltungsprogramm für die kleinen Gäste. Zudem erhält jeder Gast ein Los für die um 17 Uhr stattfindende Verlosung. Wer seine Chance auf einen Gewinn erhöhen möchte, kann weitere Lose erwerben. Der Erlös dieser Charityveranstaltung geht zu hundert Prozent in den von Bürgermeister Fontaine eigens gegründeten Fond, zugunsten der vom Erdbeben am meisten betroffenen Opfer. (lp)
Kleiner Reiseführer durch unsere Stadt - Meerwasser-Salinen-Museum gibt Einblick in die Geschichte Dawnskap Bays
Wer die Geschichte Dawnskap Bays besser verstehen möchte, dem sei ein Besuch des Meerwasser-Salinen-Museums im Norden der Stadt empfohlen. An der Küste gelegen, wird dort bis heute in einem der historischen Salzgärten Meersalz in kleinen Mengen gewonnen – nach traditionellen Methoden, wie sie bereits im 19. Jahrhundert Anwendung fanden.
Nach der Stadtgründung erlebte Dawnskap Bay zunächst durch Fischerei und Holzhandel einen wirtschaftlichen Aufschwung. Massive Rodungen führten jedoch zu Erdrutschen und Rohstoffmangel, sodass der Holzhandel eingestellt werden musste. Eine neue Einnahmequelle wurde dringend benötigt. Im Jahr 1877 gelang es Andrew Lean erstmals, Meerwasser systematisch in Salinen zu Salz zu verarbeiten – ein Wendepunkt, der das weitere Wachstum der Stadt ermöglichte.
Im Meerwasser-Salinen-Museum können Besucher in den Sommermonaten selbst aktiv werden. In Verdunstungs- und Kristallisationsteichen lassen sich einzelne Schritte der Salzgewinnung nachvollziehen. Tägliche Führungen erklären den Prozess anschaulich, auch spezielle Angebote für Kinder und Schulklassen gehören zum Programm. Im Museumsshop werden regionale Produkte und kleine Souvenirs angeboten. An jedem ersten Wochenende im Monat finden zudem Sonderveranstaltungen rund um das Thema Salz statt.
Ein besonderer Hinweis für Kenner: Auch in Dawnskap Bay wird Fleur de Sel gewonnen. Die empfindlichen Kristalle entstehen an besonders heißen und windigen Tagen und werden von Hand abgeschöpft. Kleine Mengen sind im Museumsshop erhältlich. (nfn)
Exklusives Interview mit David Fontaine - Der Bürgermeister im Gespräch mit der Dawnskap Bay Gazette
Zehn Monate nach seinem Amtsantritt stellte sich Bürgermeister David Fontaine erneut den Fragen der Dawnskap Bay Gazette. Im Mittelpunkt des Gesprächs standen die Folgen des Erdbebens vom 21. Juni 2011, die aktuelle soziale Lage sowie die Zukunft der Stadt.
Fontaine bezeichnete die plötzliche soziale Not vieler Bürger, insbesondere die Wohnungsfrage vor dem Winter 2011/2012, als eine der größten Herausforderungen seiner bisherigen Amtszeit. Hinzu kamen massive Finanzierungsprobleme, ausgelöst durch unvorhergesehene Schäden an Infrastruktur und Stromversorgung, vor allem im Stadtteil Ambalee. „Ohne Strom keine Heizung – das war im Winter schlicht nicht hinnehmbar“, so der Bürgermeister.
Zur erneut steigenden Zahl Obdachloser erklärte Fontaine, dass der Wiederaufbau witterungsbedingt verzögert worden sei, inzwischen jedoch wieder Fortschritte mache. Materialknappheit und steigende Preise erschwerten die Situation zusätzlich. Für besonders gefährdete Gruppen – Familien und alleinstehende Frauen – stünden weiterhin Notunterkünfte zur Verfügung. Gespräche über zusätzliche Unterbringungsmöglichkeiten, etwa im Trailer Park am Hiawatha Pond, liefen bereits.
Mit Blick auf den gesellschaftlichen Zusammenhalt appellierte Fontaine an die Bürger der Stadt, Solidarität zu zeigen. „Es gibt mehr Menschen, die helfen, als solche, die wegsehen“, betonte er. Politik allein könne diesen Zusammenhalt nicht sichern – es sei eine Aufgabe der gesamten Stadtgesellschaft.
Auch zur Sicherheitslage äußerte sich der Bürgermeister. Die Aufstockung von Polizei und Feuerwehr sowie die Einrichtung einer Special Task Force seien notwendige Schritte gewesen. Weitere Stellen seien derzeit nicht geplant. Stattdessen setze man auf gezielte Maßnahmen, insbesondere im Hafenbereich. Dort sollen Videoüberwachung, private Sicherheitsdienste und verbesserte Kontrollen Schmuggel, Drogenhandel und Gewalt eindämmen.
Zum Abschluss verwies Fontaine auf soziale Projekte für Kinder und Jugendliche, darunter geplante Vereinsgutscheine für einkommensschwache Familien sowie den Ausbau der städtischen Bibliothek als niedrigschwelligen Bildungsort. „Verzweifeln Sie nicht“, sagte der Bürgermeister. „Ich werde weiter für diese Stadt kämpfen.“ (nfn & iy)
Gedenkfeier zum 21. Juni - Erinnern. Gedenken. Mahnen. Helfen.
Am 21. Juni 2012 jährt sich die Katastrophe, die Dawnskap Bay bis heute prägt. Um 21.45 Uhr erschütterte zunächst eine Explosion die Feierlichkeiten der Fête de la Musique im Henry Hewitt Park, nur Minuten später folgte das verheerende Erdbeben. Tausende Menschen verloren ihr Leben, viele weitere ihr Zuhause und ihre Existenzgrundlage.
Auch ein Jahr später sind die Folgen allgegenwärtig: Familien trauern, Gebäude sind unbewohnbar, Armut und Obdachlosigkeit – insbesondere unter Kindern – bleiben ein zentrales Problem der Stadt.
Aus diesem Anlass lädt die Stadtverwaltung gemeinsam mit Bürgermeister Fontaine am 21. Juni 2012 zu einer Gedenkfeier in die Johann Lean Arena ein. Beginn ist um 21.45 Uhr. Neben dem stillen Gedenken an die Toten und Verletzten soll die Veranstaltung auch auf die Menschen aufmerksam machen, die infolge der Katastrophe in Armut leben.
Bereits ab 8.00 Uhr morgens können an einem Sammelcontainer vor der Arena Sach- und Geldspenden abgegeben werden. Die Sammelstelle bleibt bis zum 24. Juni geöffnet.
Die Stadt bittet ihre Bürger ausdrücklich:
Hinschauen. Mitfühlen. Helfen.
Hinweis: Die Fête de la Musique findet im Jahr 2012 nicht statt. (iy)
