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Dawnskap Bay Gazette
Unsere Lokalzeitung
#4

März 2012



Noch immer keine Spur vom Löwen - Dreister Diebstahl aus dem Zoo von Dawnskap Bay bleibt rätselhaft

Auch Wochen nach dem spektakulären Einbruch in den Zoo von Dawnskap Bay fehlt vom beliebtesten Bewohner der Anlage weiterhin jede Spur. In der Nacht vom 30. auf den 31. Dezember war unbekannten Tätern gelungen, einen ausgewachsenen Löwen aus seinem Gehege zu entwenden. Trotz intensiver Ermittlungen konnte bislang kein Lebenszeichen des Tieres festgestellt werden.

Wie die Polizei inzwischen bestätigte, muss der Überfall sorgfältig vorbereitet worden sein. Sämtliche Überwachungskameras sowie die Alarmanlagen des Zoos waren zum Tatzeitpunkt außer Betrieb gesetzt worden. Nach Einschätzung der Ermittler deutet dies entweder auf die Mithilfe eines Insiders oder auf einen gezielten externen Eingriff in das Sicherheitssystem hin. Das gesamte Zoopersonal wurde überprüft, konkrete Verdächtige konnten bislang jedoch nicht benannt werden.

Weitere Recherchen der Gazette ergaben, dass nicht nur das Löwengehege manipuliert wurde. Auch mehrere andere Käfige waren aufgebrochen worden. Nach Angaben aus internen Kreisen handelte es sich dabei um einige als ungefährlich eingestufte Reptilien sowie um Antilopen und Zebras, die offenbar aus ihren Gehegen entkamen. Ob es sich um einen missglückten Großdiebstahl oder um eine gezielte Auswahl der Tiere handelte, ist Gegenstand laufender Ermittlungen. Die Polizei schließt nicht aus, dass ein kriminelles Netzwerk hinter der Tat steckt, das Tiere illegal weiterverkaufen wollte.

Rätselhaft bleibt das Schicksal des Löwen. Nördlich der Stadt wurde ein verlassener Lastwagen gefunden, dessen Reifenspuren mit jenen übereinstimmen, die nahe des Zoos gesichert worden waren. Im Inneren entdeckten Ermittler Pfotenabdrücke sowie Fellreste des Tieres. Ob der Löwe fliehen konnte oder Opfer illegalen Tierhandels wurde, bleibt bislang offen. (nep)



Krawalle in Carnasee - Gewalt eskaliert nach Protesten gegen steigende Kriminalität

Der Stadtteil Carnasee ist in den vergangenen Wochen zunehmend zum Brennpunkt geworden. Zahlreiche Übergangsunterkünfte und Containersiedlungen wurden dort errichtet, nachdem viele Bewohner Ambalees durch das Erdbeben im Juni 2011 ihr Zuhause verloren hatten. Mit dem starken Bevölkerungszuwachs ist auch die Kriminalitätsrate deutlich gestiegen. Besonders Diebstähle, Einbrüche und Raubüberfälle nahmen nach Angaben der Polizei stark zu.

Am 27. Februar entlud sich der Unmut der in Carnasee ansässigen Mittelschicht in einer nicht genehmigten Versammlung. Auslöser war ein besonders brutales Verbrechen: Der 38-jährige Luke Rourke wurde an einer roten Ampel erschossen, nachdem er sich geweigert hatte, sein Fahrzeug zu verlassen. Auch seine Ehefrau Alice Rourke (32) wurde von den Tätern getötet. Das Fahrzeug, in dem sich die beiden Kinder des Paares auf der Rückbank befanden, wurde anschließend in Brand gesetzt – mutmaßlich, um Spuren zu vernichten. Zwei unbeteiligte junge Männer konnten die Kinder rechtzeitig aus dem Wagen retten. Die Polizei traf nach zwölf Minuten am Tatort ein.

Bereits zwei Tage zuvor war der Ladenbesitzer Maurice Sokolov (52) bei einem Raubüberfall tödlich verletzt worden; auch hier lag die Reaktionszeit der Polizei bei über zehn Minuten. Diese Vorfälle trugen maßgeblich zur Eskalation der Proteste bei.

Die Demonstration weitete sich rasch zu schweren Ausschreitungen aus. Angehörige der protestierenden Mittelschicht griffen Bewohner einer Containersiedlung an, die überwiegend von ehemaligen Ambalee-Bewohnern bewohnt war. Es kam zu Brandstiftungen, Körperverletzungen und erheblichen Sachschäden. Die Polizei rückte mit mehreren Einsatzfahrzeugen und zwei Wasserwerfern an. Insgesamt wurden zahlreiche Personen festgenommen.

Nach offiziellen Angaben wurden 89 Randalierer verletzt, auf Seiten der Polizei zwölf Beamte. Die Feuerwehr war mit sechs Fahrzeugen im Einsatz und konnte den Brand unter Kontrolle bringen, die Containersiedlung jedoch nicht retten. Rund 250 Menschen sind nun erneut obdachlos und fanden vorübergehend Zuflucht in einer Kirche im Stadtteil Bidwells. Beobachter sehen darin jedoch nur eine kurzfristige Lösung, da Bidwells als ärmster und zugleich kriminalitätsbelastetster Bezirk von Dawnskap Bay gilt. (iy)



Vermisste im „Millenium House“ - Erneut Ermittlungen in umstrittener Villa

Das „Millenium House“ in Ambalee ist erneut in den Fokus der Behörden gerückt. Bereits im Februar hatten Ermittlungen in der Villa für Aufsehen gesorgt, nachdem mehrere Leichen entdeckt worden waren und ein Tatverdächtiger, James Haszik, sich durch einen Sprung aus dem dritten Stock das Leben genommen hatte. Die Untersuchungen dauern seither an.

Nun meldete ein Bewohner der Villa sieben Mitbewohner als vermisst. Der Hinweisgeber erklärte anonym, er sei sicher, dass die Betroffenen nicht freiwillig ausgezogen seien. Zwar deutet nach Angaben der Polizei einiges darauf hin, dass die Zimmer geräumt wurden, dennoch nehmen die Ermittler die Hinweise angesichts der jüngsten Gewalttaten ernst.

Ein Polizeisprecher betonte, dass nicht ausgeschlossen werde, dass Haszik lediglich Teil eines größeren Täterkreises gewesen sein könnte. Entsprechende Ermittlungen laufen.

Der Eigentümer der Villa, Oscar Potter, hat sich seit Beginn der Ermittlungen aus dem öffentlichen Leben zurückgezogen. Er darf die Stadt derzeit nicht verlassen und steht den Behörden für weitere Vernehmungen zur Verfügung. (iy)
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