02.02.2026, 13:55 - Wörter:
Februar 2012
Blutiger Priestermord in Ambalee - Wohltätige Spendenaktion endet tödlich
Ein erschütterndes Verbrechen hat die katholische Gemeinde in Ambalee tief getroffen. Am Morgen des 5. Februar 2012 wurde der 48-jährige Priester Laurence Rush tot in der Kirche an der Poth Street aufgefunden. Gemeindemitglieder entdeckten den Leichnam, als sie das Gotteshaus für den Sonntagsgottesdienst betraten.
Nach Angaben der Polizei wurde Rush bereits am Abend des 4. Februar getötet. Bis in die Abendstunden war die Kirche für eine Spendenaktion geöffnet gewesen: Gesammelte Sach- und Geldspenden sollten am folgenden Tag in die Notunterkünfte der Stadt gebracht werden.
Ein Raubdelikt schließt die Polizei derzeit aus. Der Priester wies schwere Verletzungen auf, die durch stumpfe Gewalteinwirkung verursacht wurden. Ermittlungen zufolge wurde Rush noch lebend an das rund 2,5 Meter hohe Kreuz im Kirchenschiff gefesselt, wo er schließlich verblutete. Die Mordkommission hat die Ermittlungen aufgenommen. (iy)
Aufstände und Demonstrationen - Wachsende Verzweiflung über Wohnsituation nach dem Beben
Die angespannte Lage unter den vom Erdbeben betroffenen Bürgerinnen und Bürgern spitzt sich weiter zu. In den vergangenen Wochen kam es vermehrt zu nicht genehmigten Demonstrationen, die immer häufiger in Auseinandersetzungen mit der Polizei mündeten. Nach Angaben der Einsatzkräfte werden bei solchen Protesten regelmäßig mehrere Dutzend Teilnehmer festgenommen.
Während ein Großteil der Demonstrierenden beim Eintreffen der Polizei flieht, greift schätzungsweise etwa ein Drittel die Einsatzkräfte aktiv an. Hintergrund der zunehmenden Aggression sind die schleppend voranschreitenden Aufräum- und Wiederaufbauarbeiten sowie die weiterhin prekäre Wohnsituation vieler Betroffener der Katastrophe vom 21. Juni 2011.
Besonders schmerzhaft empfinden viele die wachsende soziale Kluft: Während ein Teil der Bevölkerung die Feiertage in den eigenen vier Wänden verbringen konnte, waren andere auf Suppenküchen von Stadt und Kirchen angewiesen. Viele Betroffene zeigen sich nicht länger bereit, unter den derzeitigen Bedingungen in überfüllten Notunterkünften auszuharren.
Die Polizei rät dringend dazu, Menschenansammlungen zu verlassen, sobald sich nicht genehmigte Demonstrationen bilden. Mit Blick auf bevorstehende Veranstaltungen kündigten die Behörden eine verstärkte Polizeipräsenz an. (iy)
Stadt gründet Special Task Force "June" zu den Vorfällen vom 21. Juni 2011 - Polizei soll offene Fälle systematisch aufarbeiten
Sieben Monate nach dem schweren Erdbeben vom 21. Juni 2011 sind zahlreiche Fragen weiterhin ungeklärt. Noch immer liegen der Polizei ungeprüfte Hinweise, Aussagen und Vermisstenanzeigen vor, die bislang nicht abschließend bearbeitet werden konnten. Gleichzeitig ist die allgemeine Kriminalität in Dawnskap Bay spürbar angestiegen, was die personellen Kapazitäten der Polizei zusätzlich belastet.
Ein Polizeisprecher bestätigte, dass bei laufenden Aufräumarbeiten weiterhin Leichen gefunden werden. In vielen Fällen gestaltet sich die Identifizierung schwierig, da nicht immer entsprechende Vermisstenmeldungen vorliegen.
Der Stadtrat hat nun reagiert und die Einrichtung einer Special Task Force angeordnet. Die eigens zusammengestellte Einheit aus erfahrenen Ermittlern wird unbefristet vom regulären Dienst abgezogen, um sämtliche noch offenen Akten rund um den 21. Juni 2011 zu sichten, aufzuarbeiten und abzuschließen.
Begleitend dazu beschloss die Stadt die Schaffung von 50 zusätzlichen Stellen bei der Polizei sowie 25 neuen Stellen bei der Feuerwehr, um der angespannten Sicherheitslage zu begegnen. (iy)
Satanismus im „Millenium House“? - Tatverdächtiger entzieht sich Anklage durch Suizid
Nach den vier Tötungsdelikten im sogenannten „Millenium House“ geraten die Ereignisse rund um das Anwesen in Ambalee zunehmend in den Fokus der Öffentlichkeit. Der Eigentümer der Villa, Lottogewinner und Wohltäter Oscar Potter, ist in der Stadt inzwischen eine bekannte Persönlichkeit – doch die Mordfälle werfen einen dunklen Schatten auf sein Engagement.
Die Polizei gab vor zwei Wochen bekannt, dass alle vier Opfer zwischen 20 und 42 Jahren durch äußere Gewalteinwirkung ums Leben kamen. Die Leichen wiesen mehrere oberflächliche Schnittverletzungen sowie jeweils einen gezielten Stich ins Herz auf. Die Ermittlungen gestalten sich schwierig: In der Villa lebten zeitweise 267 Menschen, allesamt Opfer des Erdbebens, die dort in einer großen Wohngemeinschaft untergebracht waren.
Trotz des harten Winters haben inzwischen 82 Bewohner das Anwesen verlassen. Gegenüber Polizei und Gazette gaben sie an, um ihr eigenes Leben zu fürchten. Mehrere von ihnen berichteten unserem Reporter von angeblichen satanischen Ritualen, die im „Millenium House“ stattgefunden haben sollen. Verletzungen im Rahmen dieser Rituale wurden bestätigt, eine Tötung jedoch nicht eindeutig bezeugt. Übereinstimmend äußerten die ehemaligen Bewohner einen Verdacht und nannten einen mutmaßlichen Verantwortlichen.
Die Gazette leitete diese Informationen umgehend an die Polizei weiter. Bei einem anschließenden Einsatz eines Sondereinsatzkommandos wurde der Verdächtige, der 34-jährige James Haszik, in der Villa gestellt. Als Beamte versuchten, ihn festzunehmen, sprang er aus einem Fenster im dritten Stock und erlag noch vor Ort seinen Verletzungen. Sieben weitere Bewohner wurden vorübergehend festgenommen, nachdem sie die Polizei bei dem Einsatz behindert hatten.
Die Ermittlungen dauern an. Weitere Verhöre und Durchsuchungen wurden durchgeführt. Oscar Potter erklärte gegenüber der Gazette, er habe keine Kenntnis von möglichen Ritualen gehabt. Die verbliebenen Bewohner der Villa äußerten sich bislang nicht zu den Vorwürfen. (iy)
