02.02.2026, 13:49 - Wörter:
Januar 2012
Stillstand in Ambalee - Frost und Schnee bremsen Wiederaufbau weiter aus
Auch mehr als ein halbes Jahr nach dem verheerenden Erdbeben vom 21. Juni 2011 kommt der Wiederaufbau im Stadtteil Ambalee nur schleppend voran. Vor allem in den Wohngebieten rund um den Henry Hewitt Park sind zahlreiche Gebäude weiterhin einsturzgefährdet und unbewohnbar. Viele Haushalte sind noch immer ohne zuverlässige Stromversorgung, was in den Wintermonaten auch fehlende oder nur eingeschränkt funktionierende Heizsysteme bedeutet.
Telefon- und Internetverbindungen bleiben in weiten Teilen des Viertels instabil. Die laufenden Straßenbau- und Sanierungsmaßnahmen mussten zuletzt vollständig eingestellt werden: Anhaltender Schneefall und gefrorene Böden machen derzeit jegliche Bauarbeiten unmöglich. Nach Angaben der Stadtverwaltung verzögert sich der Wiederaufbau dadurch erneut erheblich.
Auch die Grabungsarbeiten im Henry Hewitt Park wurden vorläufig gestoppt. Neben witterungsbedingten Gründen spielen dabei auch Schäden eine Rolle, die durch eine unerlaubte Feier während der Weihnachtszeit entstanden sein sollen. Wie die Stadt weiter mitteilt, ist geplant, das Gelände im Frühjahr im Zuge der anstehenden Kanalarbeiten dauerhaft zu verschließen. Konkrete Details zur Umsetzung wurden bislang nicht veröffentlicht. (iy)
Einweihung des Gedenkmonuments - Stadt gedenkt der Opfer des Hewitt-Park-Unglücks
Am 21. Januar 2012 wird im Henry Hewitt Park ein Gedenkmonument für die Opfer des Unglücks vom 21. Juni 2011 feierlich eingeweiht. Das Monument erinnert an die 3.473 Menschen, die an diesem Tag ihr Leben verloren haben. Ihre Namen sind auf umliegenden Steintafeln verewigt.
Bürgermeister David Fontaine wird das gespendete Denkmal um 12 Uhr enthüllen. In einer Erklärung betonte er die Bedeutung eines festen Ortes des Gedenkens für die Stadt: „Es soll ein Platz sein, an dem wir innehalten und all jener gedenken können, die viel zu früh aus ihrem Leben gerissen wurden – Partner, Familienmitglieder, Freunde und Nachbarn.“
Rund um das Monument werden Kondolenzbücher ausgelegt. Zudem besteht die Möglichkeit, farbige Bänder zu erwerben, die mit Namen, Wünschen oder persönlichen Botschaften versehen und an den umliegenden Bäumen angebracht werden können. Die Erlöse kommen Betroffenen zugute, die durch das Unglück ihr Zuhause oder ihren Besitz verloren haben. (cap)
Mordserie im „Millenium House“ - Vier Tote in Ambalee entdeckt – Polizei ermittelt
Im sogenannten „Millenium House“ in Ambalee ist es zu einer mutmaßlichen Mordserie gekommen. Am Morgen des 6. Januar 2012 entdeckten Bewohner der Villa vier männliche Leichen im Garten des Anwesens. Die Toten waren dort vergraben worden.
Bei dem Gebäude handelt es sich um eine alte Villa, die dem früher obdachlosen Oscar Potter gehört. Potter war in den vergangenen Monaten in den Fokus der Öffentlichkeit geraten, nachdem er durch einen Lottogewinn zum Millionär geworden war und daraufhin Obdachlose sowie Opfer des Erdbebens in seinem Haus aufgenommen hatte. Nach eigenen Angaben leben derzeit 207 Menschen in dem Anwesen.
Die Polizei bestätigte, dass die Ermittlungen laufen. Zeugen werden gesucht, Bewohner befragt und Spuren gesichert. Ein Sprecher erklärte, dass sich die Ermittlungen aufgrund der hohen Bewohnerzahl, der wechselnden Wohngemeinschaften sowie der gemeinschaftlich genutzten Räume als besonders schwierig gestalten.
Zu den Todesumständen der vier Männer im Alter zwischen 20 und 42 Jahren machte die Polizei bislang keine Angaben. Auch zu möglichen Tatmotiven äußerten sich die Ermittler bisher nicht. (iy)
